Asbest-Reinigung in Duisburg-Rheinhausen wird noch Tage dauern

Die Reinigungsarbeiten auf den öffentlichen Flächen sind bereits abgeschlossen, wie zügig es jetzt auf Privatgrundstücken weiter geht, ist noch nicht klar.
Die Reinigungsarbeiten auf den öffentlichen Flächen sind bereits abgeschlossen, wie zügig es jetzt auf Privatgrundstücken weiter geht, ist noch nicht klar.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Aufräumarbeiten nach Asbest-Alarm in Rheinhausen stocken: Privateigentümer müssen mit Spezialfirma und haftender Versicherung einen Termin finden.

Duisburg.. Den Schaden will bisher noch niemand auch nur annähernd beziffern, klar dürfte sein, dass er immens wird: Die Reinigungsarbeiten auf den öffentlichen Flächen sind abgeschlossen, die Spezialfirma hat unter anderem Spielplätze, die Kindertagesstätte Haraldstraße und auch das Umfeld des Einkaufszentrums inspiziert und vom Asbest-Ascheregen, der beim Lagerhallen-Brand auf die Umgebung niederging, gereinigt.

Jetzt geht es um die privaten Grundstücke. Und hier geraten die Arbeiten ins Stocken, weil sich die Privateigentümer nicht nur mit der Spezialfirma, sondern auch mit der haftenden Versicherung auf einen Termin einigen müssen.

Mobiler Einsatzcontainer auf Parkplatz

Auf einzelnen Grundstücken ist die Firma am Montag schon tätig geworden. Dennoch: „Die Arbeiten werden in jedem Fall noch die ganze Woche andauern“, sagte Stadtsprecher Peter Hilbrands. „Wir stehen mit der Versicherung in Kontakt und drängen auf eine schnelle Klärung.“ Bei dem Hauptbelastungsbereich, einem Korridor, der von den Hallen an der Dieselstraße bis zum Einkaufszentrum Asterlagen reicht, handele es sich vorwiegend um Gewerbe-Grundstücke und wenige Mehrfamilienhäuser.

Die Koordination zur Absprache und Information läuft an dem mobilen Einsatzcontainer der Stadt zusammen, der seit Sonntag auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums steht. Mitarbeiter des Umweltamtes beantworten Fragen der Bürger.

Nur Einatmen ist gefährlich

Allein in den ersten beiden Stunden, an denen das Büro am Montag geöffnet war, hatten elf Bürger auf der Matte gestanden. Wie etwa müsse sich ein Spediteur verhalten, dessen Firma in Rufweite des Unglücksortes steht? Das Umfeld sei bereits kontrolliert worden, sollte das nicht so sein, würde das nachgeholt werden, lautete die Antwort. „Geben Sie mir mal Ihre Nummer“, ein Satz, der im Container an diesem Morgen noch häufiger fallen sollte.

Brand Noch öfter ist die Aussage zu hören: „Es besteht keine Gefahr.“ Wer Teile der durch das Feuer verteilten Asbest-haltigen Eternitplatten findet, möge sich bei Call Duisburg (Telefon 0203/94000) oder direkt am Info-Container melden. Die verkohlten Eternitstücke könne man übrigens anfassen, sie sähen aus wie Beton, man könne sie sogar essen, gefährlich sei das Einatmen der Fasern, sagt der Verwaltungs-Mitarbeiter zu einer Anwohnerin.

Ursache für Brand unklar

Aufkommen für den Schaden, der durch den Brand der Lagerhallen entstand, muss nach Angaben der Stadt die „Versicherung des Brandverursachers“. Zu den Kosten, die im Raum stehen, gehören neben den umfangreichen Löscharbeiten auch die Reinigung der Straßen und Fahrzeuge durch die Feuerwehr am Samstag sowie die Säuberung der öffentlichen Flächen durch die Spezialfirma am Sonntag.

Für die Haftung dürfte allerdings auch die Brandursache eine entscheidende Rolle spielen. Wie das Feuer in der Nacht zu Samstag entstanden ist, steht allerdings immer noch nicht fest: Nach Angaben der Polizei dauern die Ermittlungen noch weiter an.