Armutswanderung trifft Duisburg
24.08.2012 | 19:53 Uhr 2012-08-24T19:53:00+0200
Duisburg. Duisburg wird mit seinem Zuwandererproblem aus Rumänien und Bulgarien, das vor allem in Hochfeld und im Stadtnorden für sozialen Sprengstoff verantwortlich ist, vom Bund allein gelassen. Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug fordern Hilfe von der Bundesregierung.
Als unheilvolle „Armutswanderung“ bezeichnete Pflug beim Redaktionsbesuch der beiden Berliner Abgeordneten die Notlage für die Betroffenen wie die Städte. Zugleich stellte der Außenpolitiker das Grundproblem klar: „Die gesamte Ost-Erweiterung der EU ist zu schnell gekommen.“ Ohnehin strukturschwächere Städte wie Duisburg müssten nun die Folgen tragen. „Die Menschen gehen doch dorthin, wo es Schrottimmobilien gibt, in denen sie wohnen können“, ergänzt Bärbel Bas, die sich zugleich entsetzt darüber zeigte, wie die eingereisten Familien durch Wuchermieten in schlechten Bleiben „schlimm ausgebeutet“ werden.
Das Dilemma der Stadt
Der Bund muss , fordern Bas und Pflug, etwa die Fragen der Finanzierung von Krankenversicherung, Impfungen, Sprachförderung oder Schulausbildung klären beziehungsweise sich daran beteiligen. Gleichzeitig problematisierte Pflug das Dilemma Duisburgs, wenn es für menschenwürdige Verhältnisse sorgt : „Je mehr wir da machen, umso mehr Menschen kommen.“ Notfalls müsste es einen bundesweiten Verteilungsschlüssel geben.
Unterdessen rüstet sich das Berliner Duo bereits für den Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr. Die Eurokrise wird eine große Rolle spielen“, erwartet Pflug, vor allem wenn Griechenland weiter geholfen werden muss. Die SPD werde Kanzlerin Merkel bei der Suche nach Mehrheiten nicht weiter „retten“, kündigte Pflug an, der zugleich vor Ressentiments gegen Griechenland warnte, die CDU-Politiker schüren würden. Dennoch sei die Sorge vieler Bürger, die ihn ansprechen, groß: „Was passiert mit meinem Geld?“
Bärbel Bas sieht sich ebenfalls mit ständig mit sozialen Ängsten von Bürgern konfrontiert, die sie der Bundesregierung anlastet: Mini-Renten, Mini-Löhne, die zum Leben nicht reichten. Eine umlagefinanzierte Pflegeversicherung wird auch zum Wahlprogramm der SPD gehören, kündigte sie an. Pflug forderte unterdessen eine Energiewende, die Strom für Menschen bezahlbar mache und zugleich aber die Sicherung der Industriestandorte gewährleiste: „Wir brauchen unsere industrielle Basis auch in Zukunft.“
Am Kanzlerkandidaten-Fragespiel der SPD um die Troika Gabriel, Steinmeier, Steinbrück wollen sich Bas wie Pflug nicht beteiligen. „Die Drei werden sich einigen, es wird keine Kampfabstimmung geben“, so Pflug. Steinmeier scheint ihre Präferenz. Allerdings erwartet Pflug, dass eine Entscheidung schon im Dezember fällt,.

09:17
"Die gesamte Ost-Erweiterung der EU ist zu schnell gekommen." Quatsch. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mussten die osteuropäischen Staaten dem russischen Einflussbereich entrissen werden. Das musste schnell gehen, da wurden beide Augen zugedrückt und darüber bestand Einigkeit in allen Parteien, vielleicht abgesehen von der PDS. Wir können froh sein, dass es bei Weißrussland, Kasachstan usw. nicht klappte.
17:11
Dazu möchte ich noch was erwähnen....was auch nie an die Öffentlichkeit gerät!!
Ein guter Bekannter ist Lehrer an der internationalen Schule....am ersten Tag steht der Lehrer vor einer vollen Klasse....spätestens am dritten Tag sitzen da noch 3 !!! Schüler und zwar die, die wirklich Deutsch lernen wollen und die Förderung zu schätzen wissen!!!
Der Rest hat schön die Förderkohle kassiert und erscheint danach kein mal mehr!!!
Da das ja alles so arme Menschen sind...kümmert man sich erst gar nicht drum, das Geld zurückzufordern.....denn eines muss man ihnen schon lassen....die wissen ganz genau und haben perfekte Kenntnisse...wo und wie sie Geld geschenkt bekommen!!!!
Also liebe Frau Bas und Herr Pflug...seien sie mir nicht böse....aber sind nicht alle so eltfremd und verblendet wie sie...und ich kann bei aller Liebe...ihr großes Mitleid mit den armen Menschen nicht teilen!!!!....ich kann nämlich nur für "echte arme Menschen Mitleid oder Mitgefühl aufbringen...
zu Ihrem Beitrag müssten sie bitte noch eines erklären: Erhalten die Teilnehmer des Deutsch-Unterrichtes zusätzlich zum kostenlosen Unterricht noch irgendwelche zusätzlichen Gelder? Bitte aufklären, und zwar nachweislich. Danke.
Die Zugewanderten erhalten keine Unterstützung aber Kindergeld. Da Schulpflicht herrscht, werden die Kinder wohl an einer Schule angemeldet und müssten eigentlich auch am Unterricht teilnehmen.
Deshalb wollte Herr Janssen ja auch das Schoko-Ticket für diese Kinder, damit man sie auf mehrere Schulden in verschiedenen Stadteilen unterrichten kann.
16:49
Bei solchen Artikeln geht mir die Hutschnur nicht nur hoch, sondern gleich fliegen....
In welcher Welt leben die beiden eigentlich??....schauen monatelang zu, wie ein großer Stadtteil Tag für Tag immer mehr vor die Hunde geht...und machen jetzt noch einen auf Mega-Sozial???
Die armen armen Rumänen und Bulgaren zahlen für Bruchbuden Wuchermieten!!...Hallo...??..zwingt sie doch keiner in solch eine Bruchbude einzuziehen und man muss auch die positiven Aspekte sehen..auf diesem Wege bekommen wir wenigstens etwas von dem Geld zurück...was sie sich hier durch organisierte Klautouren (Schrott- und Metalldiebstahl) verdienen!!! Wer auf Friedhöfen Grabschmuck..oder an Kirchen Regenrohre klaut...der darf auch mal bißchen mehr Miete zahlen!!
Liebe Frau Bas...ist ihnen bestimmt auch aufgefallen....das momentan sich viel weniger von den armen Menschen in Duisburg aufhalten!!! Da kommt mir so der Verdacht..das die ach so ARMEN schön am heimischen Goldstrand urlauben und das auf unsere Kosten!!!
16:27
Bin mal gespannt wie die Situation in 10 Jahren aussieht ..
Es gibt ja jetzt schon "Inseln" im Ruhrgebiet wo man nur mit verschlossenen Türen Auto fahren sollte.
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11:51
Ich kann die Heulsusen nicht mehr hören. Wenn die Steuer- und Gebührenfinanzierten endlich mal die Arbeit aufnehmen würden, wäre der Spuk schneller vorbei als er gekommen ist. Bei konsequenter Anwendung kommunaler und sonstiger Terrorinstrumente, also z.B. Steuerschätzung für Eigentümer von Bruchbuden, Untersuchungen vom Bauordnungsamt, ordnungsamtliche Kontrollen von Parksituation etc, Stillegung von Rostlauben durch Polizei.... würde sich sehr schnell sehr viel ändern.
Duisburg ist für die beschriebene Klientel nur deshalb so gemütlich, weil Verwaltung und Behörden vergleichsweise einfallslos und träge sind, um nicht noch deutlichere Worte zu gebrauchen.
08:56
Das die Politiker fast aller Parteien hier in Deckung gehen und denken, das wird schon gut gehen, ist ein Skandal.
Hier werden wieder die Bürger mit ihren Sorgen allein gelassen, die sich nicht oder kaum wehren können.
Warum äußern sich hier nicht einmal die Vertreter der Grünen/Linken und sonstiger Befürwortergruppen zu diesen unsäglichen Zuständen.
Man kann nicht immer den Zeigefinger erheben und die böse Ausländerfeindlichkeit anprangern, aber solche Zustände wie in Hochfeld oder auch in Dortmund.N. zulassen.
Sicher, wir benötigen Zuwanderung, keine Frage! Aber nicht in die Sozialsysteme und schon gar nicht in die hiesigen Polizeistatistiken.
02:11
In Hochfeld sehe ich nur noch heruntergekommene Siffkisten auf den Straßen, die der deutsche TÜV wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen längst aus dem Verkehr gezogen hätte... Woher? Natürlich aus Rumänien und Bulgarien.
Und was für ein Tragödie, was für eine erbärmliche Aussage ist das: Zitat: "Je mehr wir da machen, umso mehr Menschen kommen." - Das stimmt natürlich, beschreibt aber auch die absolut traurige Realität. Andererseits: Wenn wir gar nix machen, wächst uns das Problem auch über den Kopf. Die Stadt und ihre Einwohner können nur verlieren!
Wie will man Menschen eigentlich angesichts solcher Zustände noch Europa erklären und sie dafür begeistern? Der Zenit ist überschritten!
Ändern wird sich indes nichts, weil dazu die rechtliche Grundlage fehlt - sind eben EU-Bürger. Der weitere Niedergang der Stadt Duisburg ist eingeläutet! Es rette sich, wer kann!
23:14
Die Stadt Duisburg ist fast da, wo sie der Neoliberalismus haben wollte.
22:31
Bärbel Bas und Hans Pflug könnten doch auch selbst aktiv werden oder ?!?
19:36
Das ist wie mit den Fliegen und dem Haufen Sch...se.
Und ausserdem doch von der SPD so gewollt!
Arme Menschen lassen sich von vollmundigen Tönen zu sozialer Gerechtigkeit noch gerne beeinflussen.
Dank Hartz IV und weiteren Projekten der SPD, wird die Klientel welche die noch wählt selbst großgezogen.
Damit bleibt den Berufspolitikern mit tausenden von monatlichen Euros der Stand und Wahlkreis gesichert.
Wohnen oder gar Kinder dort zur Schule schicken, will diese Gattunt ja dann aber lieber nicht.
Ihr bekommt, was Ihr wählt!