Arge: Fast alles Geld ausgegeben
08.02.2008 | 21:07 Uhr 2008-02-08T21:07:13+0100BESCHÄFTIGUNG. Von den etwa 60 Millionen E wurden über 59 Millionen eingesetzt. Jetzt große Personalaufstockung.
Das ist neu: Im Jahr 2007 hat die für Langzeitarbeitslose zuständige Arge fast das gesamte für Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stehende Geld ausgegeben - über 59 Millionen von möglichen circa 60 Millionen E. 99 Prozent des Etats wurden ausgeschöpft, deutlich mehr als die 93,1 Prozent bundes- und die 94,9 Prozent landesweit. Für das laufende Jahr hat Geschäftsführer Norbert Maul das Ziel ausgegeben: "Wir müssen näher an die Arbeitgeber heran."
Mehr Personal für die Arge beantragt
Dabei könnte die Tatsache helfen, dass der Arge in der Trägerversammlung am 18. Februar mehr Personal bewilligt werden soll. Maul im Gespräch mit der NRZ: "Wir dürfen bisher 740 Mitarbeiter einstellen, demnächst sollen es bis zu 820 sein." 693 Mitarbeiter hat die Arge derzeit, davon etwa 200 befristet eingestellt. Die neuen Mitarbeiter sollen sich hauptsächlich um Beratung, Vermittlung und Betreuung, aber auch um Sachbearbeitung kümmern. Das Geld für die neuen Mitarbeiter könnte zum Teil aus den für die Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stehenden Mitteln kommen, bestätigte Maul der NRZ: "Es besteht die Möglichkeit, in gewissem Umfang Geld für die operativen Tätigkeit in die Verwaltung umzuschichten."
Die durchschnittliche Zahl an von der Arge betreuten Arbeitslosen ist 2007 von 29 613 auf 27 986 um 5,5 Prozent zurückgegangen, bei Jugendlich von 2105 auf 1943. Auch bei älteren Arbeitslosen gab es einen starken Rückgang um 13 Prozent von 2340 auf 2030. Dennoch hat sich die Zahl der Duisburger, die Leistungen von der Arge beziehen, mit 71 000 nicht verändert. Maul: "Manchmal reicht eine Vollzeitarbeit nicht dazu aus, den Lebensunterhalt zu finanzieren."
Die meisten Ein-E-Jobber (in Duisburg werden übrigens zwei E pro Stunde bezahlt) machten ihre Arbeit gerne. "Wenn ich einen habe, der nicht verlängern möchte, gibt es zehn, die verlängern wollen", so Maul. Und: "Ohne Ein-E-Jobber sähe die Stadt anders aus. Wir sind da, wo es keinen anderen gibt. Wir holen den Müll aus den Rheinauen, arbeiten Möbel auf, streichen an und betreibendie Radstation nicht." (WFK) DIE ARGEDie Arge Duisburg (Arbeitsgemeinschaft für die Grundsicherung für Arbeitsuchende in Duisburg) kümmert sich vorrangig um die Vermittlung Arbeitsuchender in den Arbeitsmarkt, die Fortbildung und Qualifizierung Arbeitsuchender, die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten, die finanzielle Hilfe für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II, auch bekannt unter dem Namen "Hartz IV". (Quelle: Arge Duisburg)

19:03
1-E -Jobber dürfen nicht arbeiten.
Nur bla, bla, Kaffee trinken alle 10 Minuten Garten, rauchen, vielleicht spazieren. Das habe ich als Schwerstbehinderter erfahren.
09:26
Super, 60 Mio. ausgegeben und wo sind die positiven Auswirkungen. 1 Euro Jobs?
00:36
Es wird der ARGE bei ihrer Arbeitsweise und bürokratischem Verhalten nicht gelingen Menschen in Arbeit zu bringen, nicht einmal in den eigenen Reihen. Es wird nur die Arbeitslosigkeit verwaltet. Um Beträge, die einem von Rechts wegen zustehen muß man bis vor das Sozialgericht ziehen. Die Arroganz der Mitarbeiter ist durch Nichts zu überbieten. Es soll ja auch Arbeitslose geben die verzweifelt versuchen in Arbeit zu kommen und dann wird man von der ARGE gefragt, was man im letzten Jahr den so gemacht habe. Bei vielen sind die Bemühungen wesentlich ambitionierter Als bei den Mitarbeitern der ARGE. Nach über 25 Jahren harter Arbeit nach einem Jahr in die Sozialhilfe zu stürzen ist eine Frechheit. Aber diese Stadt verliert immer mehr Arbeitsplätze und die Arbeitskräfte gehen dorthin wo die Arbeit ist, ziehen noch mehr Kräfte mit und speziell in Duisburg wird die sinkende Bevölkerungszahl bejammert. Welchen Anreiz haben die Menschen denn in Duisburg zu leben und zu arbeiten, wenn Arbeit dort wäre?