Arbeitsmarkt war äußerst robust
27.11.2008 | 12:29 Uhr 2008-11-27T12:29:00+0100Auch der November zeigte noch kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Duisburg.
Wie robust die Duisburger Wirtschaft aufgestellt ist, davon zeugt nicht zuletzt der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit, gleichwohl deuten die gestiegenen Zahlen auf Beratung zum Kurzarbeitergeld auf schwieriger werdende Zeiten auf dem Arbeitsmarkt hin.
29.134 Männer und Frauen waren im November in Duisburg arbeitslos gemeldet. Dies waren 311 Personen oder 1,1 Prozent weniger als noch im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 3.340 Personen oder 10,3 Prozent weniger Menschen, die im November in Duisburg arbeitslos gemeldet waren.
Die Arbeitslosenquote im November sank um 0,1 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote im November noch bei 13,4 Prozent.
Nach Rechtskreisen getrennt betrachtet waren bei der Agentur für Arbeit im November 4.837 Duisburgerinnen und Duisburger im Rechtskreis SGB III arbeitslos
gemeldet, 28 oder 0,6 Prozent mehr als noch im Oktober. Im Vorjahresvergleich verzeichnete die Arbeitsagentur in diesem Rechtskreis einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 84 oder 1,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB II waren bei der Arbeitsgemeinschaft Duisburg (ARGE) im November 24.297 Menschen arbeitslos gemeldet, 339 oder 1,4 Prozent weniger als noch im Vormonat. Gegenüber dem November 2007 lag der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II bei 3.424 Personen oder 12,4 Prozent.
Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im November insgesamt geringer als noch
im Vormonat. Von den 5.260 neu gemeldeten Arbeitslosen (260 oder 4,7 Prozent weniger als im Oktober) kamen 1.863 aus vorhergehender Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Vormonat sank damit der Zugang aus einer vorhergehenden Beschäftigung um 14 oder 0,7 Prozent. Demgegenüber gelang mit 1.554 Personen 114 oder 6,8 Prozent weniger Menschen die Rückkehr in Erwerbstätigkeit als noch im Oktober. Dies ist hauptsächlich eine Folge der stärkeren Einstellungszurückhaltung der Personaldienstleiter, hieß es am Donnerstag bei der Vorstellung der aktuellen AArbeitsmarktdaten.
Das intensive Bemühen um die Personen unter 25 Jahre zeigte im November weitere Erfolge. Die Jugendarbeitslosigkeit sank auf nunmehr 2.199 arbeitslose junge Duisburger. Dies sind 109 oder 4,7 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem November des Vorjahres ist die Jugendarbeitslosigkeit um 400 Personen oder 15,4 Prozent niedriger.
Kaum Veränderungen zeigte der Arbeitsmarkt der älteren Arbeitslosen im November. Während bei den über 50 Jahre alten Personen ein leichter Rückgang auf 6.327 (-74 oder 1,2 Prozent mehr) zu verzeichnen war, war die Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre mit 3.110 im Berichtsmonat (+2 oder +0,1 Prozent) nahezu gleich.
Ebenfalls unverändert zeigte sich im November die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern in Duisburg. Mit 8.404 Ausländerinnen und Ausländer waren in Duisburg genau so viele Personen von Arbeitslosigkeit betroffen wie im Vormonat,
aber immerhin 1.031 oder 10,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Der Stellenzugang im November hat noch einmal zugelegt. Mit 1.285 neu gemeldeten ungeförderten Stellen sind im Vormonat 56 oder 4,6 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat sogar 436 oder 51,4 Prozent mehr Stellen der Arbeitsagentur benannt worden.
„Die Folgen der Finanzkrise haben zwar auch die Duisburger Realwirtschaft erreicht“, so Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg, „der Arbeitsmarkt zeigte sich davon jedoch noch weitgehend unbeeindruckt. Dies hat seine Ursachen darin, dass Unternehmen zunächst Auftragsrückgänge durch den Abbau von Überstunden kompensieren. Reicht dies nicht mehr, wird Kurzarbeit genutzt, bevor im nächsten Schritt Zeitarbeit
und befristete Beschäftigung zurückgefahren werden. Ganz zuletzt geht es dann an die Kernbelegschaften. Davon sind wir in Duisburg aber noch ein gutes Stück entfernt. Die Unternehmen versuchen auf jeden Fall, die Fachkräfte zu halten. Auch die Zeitarbeitsunternehmen entlassen nicht in größerem Umfang, weil freigesetzte Fachkräfte in andere Unternehmen mit Fachkräftebedarf entliehen werden können. Der immer noch hohe Bestand an offenen Stellen für Fachkräfte mag als Beleg hierfür dienen. Auch wenn die Wirtschaft an Fahrt verloren hat, gibt es weiterhin Beschäftigungschancen für Arbeitnehmer, die flexibel und mobil im Rahmen ihrer Qualifikation darauf reagieren. Für gering qualifizierte Personen wird der Markt allerdings zunehmend schwieriger.“

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