Arbeitslosenquote in Duisburg steigt

Mehr Stellenangebote als einen Monat zuvor konnten die Mitarbeiter der Duisburger Agentur für Arbeit den Arbeitssuchenden anbieten.
Mehr Stellenangebote als einen Monat zuvor konnten die Mitarbeiter der Duisburger Agentur für Arbeit den Arbeitssuchenden anbieten.
Foto: dpa

Duisburg.. 32.745 Duisburger waren im Juli arbeitslos gemeldet. Das gab am Donnerstag die Duisburger Agentur für Arbeit bekannt. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 13,3 Prozent. Saisonal bedingt waren im Juli 224 mehr Duisburger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Juni. Im Juli des Vorjahres lag die Arbeitslosenquote bei 12,8 Prozent.“

Hauptgründe für den saisonal bedingten Anstieg: Viele Schüler, die im August eine Lehre anfangen, haben sich nach ihrer Schullaufbahn arbeitslos gemeldet. Hinzu kommen Azubis, die noch nicht wissen, ob sie nach ihrer Lehrzeit eine Festanstellung erhalten.

„Jetzt nicht die Nerven verlieren, wenn es mit dem Ausbildungsplatz noch nicht geklappt hat. Es ist noch nicht zu spät. Auch im September beginnen noch weitere Berufsausbildungen und selbst danach gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten“, sagt Agenturleiter Ulrich Käser.

Weniger Lehrplätze

Positiv wertet Käser die hohe Zahl von offenen Stellen. Im Juli meldeten die Arbeitgeber 1224 Plätze. Einen Monat zuvor waren es 969. Somit stieg die Zahl um 255 oder 26,3 Prozent. Da einige Stellen sowohl von mehreren Zeitarbeitsfirmen als auch den Firmen direkt gemeldet werden, ist der Arbeitsagentur die genaue Zahl der wirklich offenen Plätze nicht bekannt.

Während es mehr freie Stellen gibt, ist die Zahl der gemeldeten Lehrplätze zurückgegangen. Seit Oktober 2013 wurden der Arbeitsagentur Duisburg 2474 Lehrstellen gemeldet, das sind 4,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Ende Juli waren 754 Bewerber noch unversorgt, dagegen blieben 873 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Nicht-schulische Qualitäten sind gefragt

Hans-Georg Grein, Pressesprecher der Arbeitsagentur, wirbt für eine Ausbildung: „Der Trend ist eine möglichst hohe schulische Qualifikation. Aber das ist nicht immer sinnvoll.“ So liege auch nicht jedem ein Studium. Grein: „Dort haben wir eine Abbruchquote von 25 Prozent.“ Er hebt hervor, dass „das System mittlerweile sehr durchlässig ist“. Es gibt zahlreiche Qualifikations-Möglichkeiten, um beruflich aufzusteigen. „So stehen zum Beispiel einem Meister in vielen Bereichen heute die Hochschulen offen.“

Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Unternehmen heute mehr Wert auf nicht-schulische Qualitäten legten. „Sie haben lieber Lehrlinge, die motiviert, interessiert und mit Menschen umgehen können.“