Arbeitnehmer: Kein Anspruch auf Hitzefrei

Die Hitze geht an niemandem spurlos vorüber. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kreislaufprobleme führen dazu, dass die Leistungsfähigkeit sinkt. „Und zwar bereits ab Temperaturen von 25 Grad um etwa zwei bis fünf Prozent pro zusätzlichem Wärmegrad. Außerdem steigt das Risiko für einen Arbeitsunfall“, so Michael Lobscheid von der IKK Classic. Für Arbeitnehmer im Freien kommen Gesundheitsgefährdungen durch UV-Strahlung und hohe Ozonwerte hinzu.

Die Arbeitsstätten-Verordnung verpflichtet den Arbeitgeber, für eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur zu sorgen und Arbeitnehmer gegen direkte Sonneneinstrahlung zu schützen. „An heißen Sommertagen darf die Obergrenze von 26 Grad Raumtemperatur jedoch überschritten werden – einen Anspruch auf Hitzefrei gibt es für Arbeitnehmer nicht“, so Lobscheid.

Mobile Klimageräte und Ventilatoren können für Abkühlung sorgen, sollten aber so gestellt werden, dass keine Zugluft entsteht. Abkühlung schafft auch intensives Durchlüften in der Nacht oder am frühen Morgen. Das Wichtigste bei tropischen Temperaturen ist trinken, mindestens 2,5 Liter am Tag, am besten kalte, alkohol- und koffeinfreie Getränke.