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Apple für'n Ei? Laden bietet generalüberholte iPhones

02.01.2016 | 08:00 Uhr
Apple für'n Ei? Laden bietet generalüberholte iPhones
„Refurbishing“ als Geschäftsmodell: Der neue Laden am Sonnenwall eröffnet am 2. Januar.Foto: ib

Duisburg.   „Leapp“ verkauft seit 2. Januar am Sonnenwall generalüberholte Apple-Produkte und will bis zu 70 Prozent unter dem Originalpreis bleiben.

Die Werbung versprach Apple-Produkte zu Dumpingpreisen: Am 2. Januar hat das niederländische Unternehmen „Leapp“ am Sonnenwall seinen dritten Laden in Deutschland eröffnet. Das Geschäftsmodell: Vorführ- und Leasing-Bestände der hochpreisigen Elektronik-Produkte weltweit aufkaufen, aufbereiten und sie in eigenen Läden wieder verkaufen.

„Refurbishing“ nennt sich das, was in den Niederlanden offenbar erfolgreich läuft. Die zu deutsch „generalüberholten“ oder „aufbereiteten“ Geräte wie iPhone, iMac oder iPad verkauft das vor vier Jahren gegründete Unternehmen in 17 eigenen Läden, seit Mitte 2015 auch in Belgien und Deutschland. Leapp wurde in den Niederlanden als eines der am schnellsten wachsenden Handelsunternehmen ausgezeichnet, die rasante Expansion finanziert ein Investmentfonds. In Düsseldorf gibt es einen solchen Laden seit Mai, seit einer Woche auch in Aachen.

Fokus liegt auf Städten mit jungem Publikum

Warum jetzt Duisburg? „Leapp konzentriert sich auf grenznahe Gebiete, daher zunächst auf NRW. Im Fokus liegen dabei Städte, in denen viel junges Publikum vertreten ist“, erklärt eine Sprecherin auf Nachfrage.

Die Geräte werden komplett gereinigt, geprüft, mit Updates aktualisiert und mit zwölfmonatiger Garantie verkauft. „Wir bewegen uns genau zwischen fabrikneu und zweiter Hand“, sagt Ralph Gester, Leiter der deutschen Standorte.

Zumindest die Nachfrage nach neuen Handys ebbt nicht ab: Die Zahl der verkauften Smartphones in Deutschland steigt weiter an, in diesem Jahr sollen es erstmals mehr als 25 Millionen Stück sein. Den Verkaufsstatistiken zufolge stammt dabei jedes fünfte Gerät vom Hersteller Apple, der für sein neuestes Handy-Modell unverbindlich einen Preis ab 739 Euro empfiehlt. Bei solchen Preisen floriert offenbar auch der Markt mit gebrauchter Elektronik, die Niederländer bieten dazu Service und Garantie, wollen damit eine Nische gefunden haben.

Leapp wirbt damit, um bis zu 70 Prozent unter dem Originalpreis zu bleiben. Die Werbung am Fenster verspricht iPhones ab 199 Euro. Die neuen Modelle sucht man aber meist vergeblich. „Wir besprechen mit dem Kunden, welches Produkt am besten zu seinen Anforderungen passt. Es muss nicht immer automatisch das neuste Modell sein“, sagt Gester.

20 neue Läden in 2016

Wie solche Preisspannen wie auf den Werbeschildern möglich sind, lässt sich im Internet-Shop des Unternehmens erahnen: Dort wird zum Beispiel ein iPhone 4s für 290 statt „799 Euro UVP“ angeboten. Das „4s“ ist allerdings das Vorvorgänger-Modell und beim Hersteller heute nicht mehr erhältlich. Auch beim Nachfolger „5s“ gibt Leapp einen höheren Originalpreis als den tatsächlichen aktuellen Verkaufspreis des Herstellers an.

An der Nachfrage nach den generalüberholten Geräten scheint das jedenfalls wenig zu ändern, in Deutschland legen die Niederländer mit ihren Expansionsplänen gerade erst los: In 2016 sollen bundesweit insgesamt 20 neue Läden eröffnen.

Ingo Blazejewski

Kommentare
22.04.2016
13:05
Apple fürn Ei? Laden bietet generalüberholte iPhones
von walthertoppe | #9

Ist die Idee finde ich klasse... doch 250€ für ein iPhone 4s ist immer noch ziemlich happig.

Ich habe mir selber ein wiederaufbereitetes iPhone 5s...
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2016-01-02 08:00
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