Anwohner wegen Rocker-Einsatz verängstigt und verärgert
23.02.2013 | 09:28 Uhr 2013-02-23T09:28:00+0100
Duisburg/Kleve. Die Polizei hat am Freitagabend die Zufahrten zum Vereinsheim des Motorradclubs Satudarah dicht gemacht: Ihre Straßensperre verstärkten die Polizisten sogar mit einem Panzerwagen. Die mit den Hells Angels verfeindeten Satudarah-Rocker hatten zum Clubabend eingeladen. Der Abend verlief allerdings laut Polizei ruhig.
Um nach der Massenschlägerei und den Schüssen auf der Friedrich-Ebert-Straße in Rheinhausen weitere Auseinandersetzungen unter verfeindeten Rockern zu verhindern, sperrte die Polizei am Freitagabend die Hauptstraße kurzerhand komplett. Die Polizei rückte dazu mit einer Hundertschaft und einem Panzerwagen an. "Das sind ja kriegsähnliche Zustände hier", kommentierte ein Anwohner den Einsatz. Viele Nachbarn seien wegen der vielen Polizisten und der weiträumigen Absperrung "regelrecht verschreckt". Wer in Rheinhausen an den Polizeisperren vorbei wollte, musste am Freitagabend seinen Ausweis vorzeigen. Einige Anwohner verängstigte, andere verärgerte die Ausweiskontrolle.
Polizei fürchtete weitere Racheakte
Der Grund für das große Aufgebot war keine erneute Eskalation der Gewalt unter den Banden: Das Duisburger Chapter "Brotherhood Clowntown" der niederländischen Motorradgang Satudarah, dessen Mitglieder sich vorige Woche mit Hells Angels auf der Friederich-Ebert-Straße prügelten, hatte Freunde und Unterstützer am Freitagabend lediglich erneut zum Club-Abend in ihr Heim an der Friedrich-Ebert-Straße eingeladen. Die Polizei fürchtete weitere Racheakte der Hells Angels, auch wegen neuer Provokationen im Internet gegen die Höllenengel.
In Düsseldorf wurde ein Mitglied des Motorradclubs Satudarah niedergestochen und schwer verletzt. Am Wochenende soll möglicherweise eine Satudarah-Niederlassung in Kleve gegründet werden. Mit einem Großaufgebot von Beamten will die Polizei die Szene befrieden.
Insgesamt überprüften die Ordnungshüter am Freitag nach eigenen Angaben 66 Rocker. In der Nähe eines Clubs auf der Friedrich-Ebert-Straße nahmen die Beamten einen Verdächtigen fest, der mit einem verbotenen Teleskopschlagstocks unterwegs war.
Einsatzleiter Rüdiger Wollgramm zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Mein Dank gilt den Anwohnerinnen und Anwohnern, die wegen der vielen Sperrstellen kurzfristig Beeinträchtigungen in Kauf nehmen mussten. Die meisten hatten Verständnis dafür, dass wir mit unserem Großaufgebot für Sicherheit in der Stadt gesorgt haben." Auch in Oberhausen und Kleve erschien die Polizei mit verstärkten Kräften an szenetypischen Treffs. Hier blieb es ebenfalls ruhig - wegen der starken Präsenz ließ sich kein Rocker blicken.
Chaptergründung käme Kriegserklärung gleich
In Kleve soll die Gründung eines zweiten deutschen Satudarah-Chapters kurz bevor stehen. Im sozialen Netzwerk Facebook war vor den Schüssen am Satudarah-Gebäude in Rheinhausen ein Foto der Klever Schwanenburg mit dem Schriftzug "MC Satudarah Kleve" aufgetaucht. Experten kommt das einer Kriegserklärung an die Hells Angels gleich .

15:10
Leichter kann man sich als Staat nicht profilieren.Minister Jäger ist ja ein Experte darin.3 Wochen vor der letzten Landtagswahl werden die Bandidos in Aachen verboten.2 Wochen vor der Wahl eine rechte Kameradschaft in Ostwestfalen und eine Woche vor der Wahl die HellsAngels in Köln.Noch durchsichtiger geht es kaum.Diese Hundertschaften sollten sich mal um die Alltagskriminalität kümmern und Einbrecher fangen.Als ob an jeder Ecke schießende Rocker stehen würden.In der Regel trifft es keine Unbeteiligten und auch die Schüsse wurden ja wohl ohne Zeugen und mögliche Opfer abgegeben.
Hier versucht eine Regierung Härte zu zeigen und mehr nicht.
14:54
http://www.derwesten.de/region/rockerfehde-eskaliert-grosseinsatz-am-niederrhein-id7650407.html
14:44
Die Schutzpolizei in Duisburg – es waren mal 6 Schutzbereiche, nun sind es noch 2 Inspektionen – benötigen für das Alltagsgeschäft ( Freund, Helfer, Beschützer, Prävention, Anzeigenaufnahme und so weiter ) mindestens genau so viel Personal wie vor der Einführung des Direktionsmodells in 1995.
...1995, seither sind die Schutzmänner- und Frauen in Duisburg halbiert, Polizeiwachen aus dem Conti-Betrieb auf Bürozeit umgestellt worden…ohne, dass es im Kaff wirklich friedlicher geworden wäre.
Mehr bürgerfreundliche Polizei, bessere Ausrüstung…das wird von den Polizei-Gewerkschaften und der Stadtgesellschaft schon lange gefordert.
Hier muss nachgebessert werden.
Die Zukunft in Duisburg sieht sonst, vom subjektiven Sicherheitsgefühl betrachtet, einigermassen bescheiden aus
Glückauf
14:22
Ich finde es gut mit voller härte einzu greifen .damit kann man den langsam entfachten brand ersticken .aber Dies auch in anderer weise bei den anderen problem fällen in rheinhausen durchziehen .d.h problem haus ,vernünftige steuerrung der "neuen eu bürger ",rockerkrieg , Steuerung der LKW zunahmen usw
Gegen wen ist denn da gestern eigentlich mit voller Härte eingegriffen worden?
14:14
Ob Ralf Jäger schon mal für die "Pro NRW" Veranstaltung am 12. März üben ließ sei dahingestellt, aber es erscheint schon etwas übertrieben.
13:40
Warum so ein Aufstand? Wenn die sich gegenseitig die Köpfe einhauen erledigt sich das Problem doch von selbst.
13:39
...da kann man sich auf Kosten der Clubs profilieren. Kosten spielen anscheinend keine Rolle mehr.
Empfehle auch noch den Einsatz von Eurofightern, Awacs-Aufklärungsflugzeugen und diversen Leopard 2-Panzern.
Jetzt fehlen nur noch Rainer Wendt von der GdP und Innenminister Friedrich mit ihren populistischen und polemischen Rufen nach mehr Sicherheit und mehr Überwachungsmöglichkeiten für den Rechtsstaat...
Hut ab!
Die Gewerkschaft hat doch schon mal wieder Vorratsdatenspeicherung gefordert.
13:29
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13:27
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Lieber RainerN,
würden wir Ihnen gerne erklären, aber da Sie eine unzulässige Wegwerf-Adresse nutzen, können wir Sie nicht erreichen.
13:13
Bei unserem Strafrecht lachen sich die Jungs doch kaputt.
Solange mit Kriminellen so umgegangen wird, ändert sich nichts.
Harte und langjährige Strafen müssen her.
Bessere Ausstattung der Polizei mit mehr rechten.
Unser Staat hat leider vergessen, das es seine Aufgabe ist Bürger vor solchen Ganoven zuschützen.
Stattdessen wird für viele Dinge Geld sinnlos verbrannt.
Glückauf