Anti-Pegida - Duisburger Polizei über linke Chaoten entsetzt

Die Polizei war am Montag  mit mehreren Hunderschaften im Einsatz. Drei Beamte wurden verletzt.
Die Polizei war am Montag mit mehreren Hunderschaften im Einsatz. Drei Beamte wurden verletzt.
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Was wir bereits wissen
Die Brutalität linker Chaoten bei den Pegida-Gegendemonstrationenam Montagabend in Duisburg prangert die Polizeipräsidentin Elke Bartels an.

Duisburg.. Auf dem Opernplatz bekam die Polizei am Montagabend bei der Anti-Pegida-Kundgebung warmen Applaus von den knapp 4000 Teilnehmern. Nur wenige 100 Meter entfernt flogen aus vermummten Chaotenblöcken Flaschen gegen Beamte. Blutende Platzwunden mussten genäht werden, drei Beamte sind dienstunfähig – die andere, die dunkle Seite des Pegida-Montags. Der Tag danach.

Polizeipräsidentin Elke Bartels, die das Einsatzgeschehen am Montag vor Ort verfolgte, zeigte sich entsetzt über die Brutalität, mit der linke Chaoten die eingesetzten Polizisten attackierten: „Ich wünsche der verletzten Kollegin und den Kollegen baldige Genesung.“

Während auf dem Opernplatz friedlich „Blowin in the Wind“ über die Massen schallte, spielten sich im Umfeld des Hauptbahnhofes und der Demo-Route des Pegida-Tross durch die Innenstadt wie berichtet Jagdszenen zwischen den schwarzen Blöcken rechts wie links ab – dazwischen Hunderte Polizeibeamte. Dabei macht Polizeisprecher Ramon van der Maat die aktiven Angreifer am linksautonomen Rand aus: „Es ist meistens dasselbe: „Die Linken machen Theater und spielen dabei den Rechten in die Karten.“

Steine flogen auf Polizisten

Immer wieder hatten vermummte Gruppen laut Polizei versucht, Pegida-Truppen anzugreifen. Böller flogen. An der Tonhallen-Straße wurden unerkannt aus den hinteren Reihen Steine auf Polizisten geworfen, die Spalier standen und schnell die Schutzhelme aufsetzten. Für zwei Beamte kam das zu spät. Ein dritter Polizist wurde außerdem mit einem Verkehrsschild brutal niedergeschlagen und erlitt eine Gehirnerschütterung.

Polizeisprecher van der Maat spricht von einen hohen Gewaltpotenzial und aggressiven Attacken. Immer wieder lösten sich aus der Menge der friedlichen Demonstranten vermummte Trupps, die den Pegida-Zug gewaltsam angreifen wollten. Zwischen beiden Bahnhofsseiten wogten die Trupps, musste Einsätzkräfte der Polizei durch den Verbindungstunnel jagen, um sich zwischen die Lager zustellen. „Wir waren immer rechtzeitig zur Stelle“, so van der Maat. Mit der Folge, dass viele Angriffe sich gegen Polizeibeamte richtete. „Wir mussten reichlich von Pfefferspray und Einsatzschlagstock Gebrauch machen“, so van der Maat. Die Polizei will nun ihr Videomaterial auswerten, um mögliche Täter zu ermitteln. denn an dem Abend gab es nur zwei Festnahmen. Und sie muss sich vorbereiten: Auf den nächsten Pegida-Montag.