Das aktuelle Wetter Duisburg 4°C
Kunstaktion

Anti-Herbst-Projekt in Walsumer Rheinaue

18.10.2012 | 12:00 Uhr
Michael Sailstorfer und ein Teil seines Kunstprojekts „Anti-Herbst“: ein Baum in der Walsumer Rheinauen.Foto: Tanja Pickartz

Duisburg. Ein Künstler und sein Baum. Der Berliner Michael Sailstorfer will mit seinem Anti-Herbst -Projekt in der Walsumer Rheinaue der Natur trotzen. Das Ergebnis des Projekts soll im Rahmen der Emscherkunst 2013 gezeigt werden.

Einsam und verlassen ragt die schmalblättrige Esche in den grauen Walsumer Himmel. Mit ihrer vollen Baumkrone hat sie den in Berlin lebenden Künstler Michael Sailstorfer schon beim ersten Blick in ihren Bann gezogen. Doch wie kommt ein Berliner Künstler auf einen Baum im „Pott“? Der Konzeptkünstler erinnert sich: „Wir waren im vergangenen Sommer mit dem Fahrrad zur Künstlerbegehung in der Rheinaue unterwegs. Schon damals habe ich mich gefragt, was man mit einem derart schönen Baum anstellen kann.“

Projekt ist in zwei Etappen geteilt

Die Antwort gibt Sailstorfer nun in zwei Etappen. Bei der ersten Etappe werden die Blätter, die die Esche im Herbst verliert, wieder grün lackiert und mit dünnen, schwarzen Kabelbindern erneut an dem Baum befestigt. „Um den Baum herum wird es Herbst. Am Baum selber bleibt jedoch alles wie gehabt. Der Anblick hat etwas reizvolles und trotziges“, beschreibt der Künstler.

Das Projekt, das voraussichtlich bis Ende November andauern soll, wird mit Foto- und Videoaufnahmen dokumentiert.

„Auf den Bildern sollen der Baum und die Umgebung zu sehen sein. Mir ist es wichtig, dass die Referenzpunkte sichtbar sind“, erklärt der Künstler, der sich auch in vorherigen Projekten bereits mit den Themen Natur und Vergänglichkeit beschäftigt hat. Aus dem Bildmaterial soll dann ein Film entstehen der zur Ausstellung Emscherkunst 2013 im kommendem Sommer in einem Bauwagen direkt neben der Esche gezeigt werden soll.

„Das ist die zweite Etappe“, sagt Sailstorfer, der sich mit seinem Projektstart allerdings noch gedulden muss, da die Blätter der Esche auch ohne Eingriff der Kunst noch grün schimmern. Der Künstler bleibt gelassen: „Die Natur kann man letztendlich halt nicht wirklich beeinflussen.“

So schön ist der Herbst

 

Martin Schroers



Kommentare
Aus dem Ressort
Viele Unfälle an gefährlichen Duisburger Ecken
Verkehr
Verkehrsexperten suchen Lösungen für gefährliche Kreuzungen und Kurven in Duisburg, an denen sich immer wieder schwere Unfälle ereignen. Mal fahren die Autofahrer zu schnell, mal sind Kreuzungen unübersichtlich.
Duisburgerin hat großen Auftritt beim „Supertalent“
TV-Casting-Show
Angelika Ewa Turo aus Marxloh ist am Samstag, 29. November, in der RTL-Casting-Show „Das Supertalent“ zu sehen. Die 26-Jährige liebt Schlager und singt vor großem Publikum und der vierköpfigen Jury um den Pop-Titanen Dieter Bohlen den Helene-Fischer-Hit „Atemlos“.
38-Stunden-Woche und nur Teilzeit-Kraft? Ärger in Duisburg
Arbeitsrecht
Straßenbahnfahrer der Bus Verkehr Duisburg GmbH gelten mit einer 38 Stundenwoche als Teilzeitbeschäftigte - erst ab 39 Stunden gilt man als vollzeitbeschäftigt. Der Betriebsrat beklagt, dass dies in den Stellenausschreibungen sowie in Einstellungsgesprächen nie ausdrücklich erwähnt worden sei.
Warum der Stahl bei Thyssen-Krupp an Bedeutung verliert
Thyssen-Krupp
„Thyssen-Krupp ist kein Stahlkonzern mehr“, hat Konzernchef Heinrich Hiesinger unlängst gesagt. Schon heute trage die Stahlsparte „nur noch“ rund 30 Prozent zum Konzernumsatz bei. Betriebsratschef Wilhelm Segerath hält dagegen: „Thyssen-Krupp wäre ohne Stahl wie ein Wohnzimmer ohne Sofa.“
Arbeitslosenquote liegt weiter bei 12,4 Prozent
Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt erholt sich bundesweit, aber in Duisburg bleibt die Arbeitslosenquote auf dem Stand des Vormonats. Dabei kann der Chef der Arbeitsagentur auch von einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen berichten – aber gleichzeitig steigt die Zahl der Hartz IV-Bezieher.
Die Grundsteuer in Duisburg soll erhöht werden
Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

 
Fotos und Videos
Sinteranlage
Bildgalerie
Stahlindustrie
Spaziergang durch Schmidthorst
Bildgalerie
Statteile im Norden
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival