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Großer Ansturm auf Drei-Cent-Marken in Duisburg

16.01.2013 | 18:20 Uhr
Großer Ansturm auf Drei-Cent-Marken in Duisburg
In der Post am Sonnenwall gibt’s immer lange Warteschlangen.Foto: Hayrettin Özcan

Duisburg-Stadtmitte. Morgens um 10 Uhr stehen die Menschen bereits Schlange in der Postfiliale am Sonnenwall. Das gleiche Bild bietet sich auch in der Mittagspause. Die Schalter werden zu jeder Tageszeit belagert. Zur guten Laune bei den Kunden trägt das nicht unbedingt bei. „Wenn ich nicht zufällig eine Bekannte getroffen hätte, die auch hierhin muss, hätte ich mich gar nicht angestellt“, berichtet eine Kundin, die ein Päckchen wegbringen muss. 31 Minuten wartet sie, bis sie zu einem Mitarbeiter vorrücken darf. Immerhin: Am Schalter geht’s dann schnell und nach zwei Minuten hat sie ihre Postgeschäfte erledigt.

Die schlechte Nachricht: In sämtlichen Filialen der Post – offiziell handelt es sich dabei um so genannte Finanzcenter, die von der Postbank geführt werden – geht es derzeit ähnlich zu. „Das liegt an dem umsatzstarken Nach-Weihnachtsgeschäft und daran, dass sich sämtliche Leute mit Drei-Cent-Briefmarken eindecken“, erklärt Iris Laduch-Reichelt, Sprecherin der Postbank. „Die Kunden müssen unfassbar viele 55 Cent-Briefmarken auf Vorrat gekauft haben und brauchen nun entsprechende Ergänzungsmarken.“

Elf Mitarbeiter in der Filiale

Insgesamt elf Mitarbeiter zählt die Filiale am Sonnenwall. Wie sie eingesetzt werden, unterliegt einer ausgeklügelten Planung. Montags, freitags und samstags wird es besonders voll. Am frühen Morgen und gegen Abend, wenn die berufstätigen Kunden Feierabend haben, stehen die Leute ebenfalls Schlange. Dann werden, so Iris Laduch-Reichelt, mehr Schalter geöffnet. „Aber man muss auch immer berücksichtigen, dass mal ein Mitarbeiter krank wird, Urlaub hat oder schlicht auf die Toilette muss.“ Hinzu kommt, dass der Januar bei Postbank-Kunden besonders gefragt ist, weil viele mit den Sparbüchern anrücken, um sich ihre Zinsen gutschreiben zu lassen. Das dauert im Zweifel etwas länger als eine Briefmarke zu verkaufen. „Wenn ich nur eine Briefmarke bräuchte, würde ich zum Automaten gehen“, stöhnt eine Hausfrau, die auf dem Weg zum Einkaufen noch schnell ein Päckchen frankieren lassen will. Es hilft nichts, sie wartet.

Für alle anderen, die sich auch in der Schlange wieder finden, gibt’s tröstliche Neuigkeiten: Das Nach-Weihnachtsgeschäft dauert selten länger als bis Ende Januar.

Von Fabienne Piepiora

Kommentare
18.01.2013
12:05
Großer Ansturm auf Drei-Cent-Marken kann eigentlich nicht der Grund für die langen Schlangen sein
von wattearvolt | #9

Als regelmäßiger Kunde am Sonnenwall verorte ich die Gründe dafür eher bei den Finanzdienstleistungen (Sparbücher, Auslandstransaktionen mit den damit...
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Großer Ansturm auf Drei-Cent-Marken in Duisburg
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2013-01-16 18:20
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