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Anglermesse in Duisburg zeigt alle Facetten des Hobbys

09.01.2011 | 18:25 Uhr
Anglermesse in Duisburg zeigt alle Facetten des Hobbys
Was das Angler-Herz begehrt, gab es auf der Messe im Landschaftspark Duisburg-Nord zu sehen. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Duisburg.Die Anglermesse im Landschaftspark Nord lockte drei Tage lang rund 16.500 Besucher an. 80 Aussteller zeigten die unterschiedlichsten Facetten des Hobbys - vom Fliegenfischen bis zum Speed Fishing. Vorführungen und Vorträge ergänzten das Programm.  

Angeln verbindet man mit Ruhe an abgelegenen menschenleeren Orten. Auf der Anglermesse im Landschaftspark Nord ging es am Wochenende jedoch ziemlich hektisch zu, rund 16 500 Besucher wuselten an drei Tagen durch die Meidericher Kraftzentrale.

Wer glaubte, beim Angeln ginge es nur darum, einen Wurm an einem Faden ins Wasser zu halten, wurde eines Besseren belehrt, denn wohin das Auge blickte, waren riesige Sortimente an Ködern oder Ruten zu sehen, die sowohl dem Profi als auch dem Hobbyangler glitzernde Augen bescherten.

Angler-Messe in Duisburg

80 Aussteller zeigten, wie vielschichtig die gemeinsame Leidenschaft des Publikums ist. Von Fliegenfischern, die mit einer Insektenattrappe und einer speziellen Wurftechnik eine Bachforelle zum Anbeißen bewegen wollen, bis zu Meeresfischern, die mit kiloschweren Metallködern Jagd auf Raubfische machen, auf Meereskolosse, die mit bloßer Muskelkraft kaum in ein Boot gehievt werden können. Alles war vertreten.

Vorführungen von Weltmeistern

Bei den Zuschauern beliebt waren auch Vorführungen und Vorträge echter Könner, darunter Weltmeister ihrer Disziplinen. Ein Becken mit lebenden Fischen, unter anderem 20 Kilogramm schwere Störe, die sich füttern und sogar streicheln ließen, erwies sich als echter Kindermagnet.

„Angeln ist eine moderne Freizeitbeschäftigung“, sagte Auwa Thiemann, der durch die Sendung „Fish ‘n’ Fun“ bekannte Fernsehangler. Zudem sei der Sport meditativ. „Ruhe ist das größte Geschenk in unserer hektischen und stressigen Welt.“

Längst gehe es nicht mehr darum, Fische zum Verzehr zu fangen, sondern vornehmlich darum „einen Gang rauszunehmen, für Körper und Geist.“ Das facettenreiche Hobby erlaube aber auch andere Herangehensweisen, zum Beispiel „Speed Fishing“, Geschwindigkeitsfischen, bei dem an möglichst vielen unterschiedlichen Orten Beute gemacht werden muss.

"Fisch ist kein Sportobjekt"

„Angeln bedient alle Begehrlichkeiten“, ergänzte Veranstalter Norbert Zajac. Für jede Interessenlage und jeden Geldbeutel ließe sich das Richtige finden. „Der Sport soll beruhigen, wenn man aber im Urlaub nichts fängt, ist das überhaupt nicht beruhigend.“ Wen daraufhin der Ehrgeiz packe, der könne zwar seine Methoden verfeinern, letztlich müsse aber bessere Ausrüstung her. Auf der Messe gab’s daher neben wertvollen Tipps auch alle Gerätschaften, die die Kundschaft begehrte.

„Der Fisch ist ein Lebensmittel und kein Sport- oder Spaßobjekt“, sagte jedoch Jürgen Jarmer vom Stadtverband der Sportfischer und Fischereiberater bei der Stadt Duisburg. Fische sollten nur gefangen werden, wenn es notwendig sei.

Unterwasserpolizei

„Wir Fischer sind in erster Linie Naturschützer und sorgen als ‘Unterwasserpolizei’ dafür, dass unsere Gewässer gesund bleiben.“ Natürlich könne man auch mal die Seele baumeln lassen und angele sich auch etwas Leckeres für den Kochtopf, zumal es wahre Köstlichkeiten in der Sechsseenplatte gebe. „Der Zander ist der Fisch schlechthin, wir sind sehr stolz auf unsere dortige Population.“

Auf der Angelmesse im Landschaftspark Nord war letztlich für jeden etwas dabei, auch für Kunstinteressierte, denn der Maler Thomas Kubitz und die Moerser Künstlerin Melanie Hackstein hatten ebenfalls einen Stand.

Oliver Kühn

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Kommentare
29.03.2011
09:01
Blockierter Kommentar.
von fuerTiere | #1

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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