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Mordprozess

Angeklagter schweigt noch immer

09.10.2012 | 18:32 Uhr
Angeklagter schweigt noch immer
Der Tatort: die Karl-Albert-Straße in Duisburg-Beeck am 7. Februar 2012.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg. Mit Spannung war im Mordprozess gegen einen 35-jährigen Beecker nach längerer Verhandlungspause der siebte Prozesstag erwartet worden, für den der Verteidiger eine Einlassung des Angeklagten in Aussicht gestellt hatte. Doch der Anwalt entschuldigte sich: Er sei zwischen seinem Urlaubsende und der Fortsetzung des Verfahrens nicht dazu gekommen, die Stellungnahme seines Mandanten vorzubereiten. Nun soll die Einlassung beim nächsten Termin am 22. Oktober erfolgen.

Am 6. Februar soll der Angeklagte an der Karl-Albert-Straße in Beeck einen Nachbarn (39) mit acht Pistolenschüssen getötet haben. Ein Zeuge (52), der sich zum Tatzeitpunkt in einer nahe gelegenen Teestube aufhielt, erinnerte sich, dass der Angeklagte mit einer Waffe in die Gaststätte gestürmt sei. „Er schrie: Ruft die Polizei. Ich habe den Hurensohn erschossen.“ Dann sei der Mann wieder verschwunden. „Wir gingen vor die Teestube auf die Straße. Dort waren viele Menschen. Kurz darauf hörten wir einen Schuss.“ Das Opfer habe am Straßenrand gelegen, Blut sei über das Pflaster gelaufen.

Eifersucht als wahrscheinliches Motiv

Die Darstellung des Zeugen passt zu weiteren Aussagen, nach denen der Angeklagte mehrfach zum Opfer zurückgekehrt und immer wieder geschossen haben soll. Wahrscheinliches Motiv der Tat ist Eifersucht: Der 35-Jährige ging davon aus, dass seine Ehefrau, die ihn einige Monate zuvor verlassen hatte, ein Verhältnis mit dem 39-Jährigen hatte .

Von Bodo Malsch


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