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Nummernschilder lassen nicht mehr auf die Herkunft schließen

22.05.2013 | 10:00 Uhr
Nummernschilder lassen nicht mehr auf die Herkunft schließen
Die Vitrine mit Verkehrsschildern im Straßenverkehrsamt.Foto: Udo Milbret

Duisburg.  Autofahrer müssen seit Juli vergangenen Jahres nach einem Umzug innerhalb Nordrhein-Westfalens kein neues Nummernschild mehr beantragen, sondern können ihr altes Kennzeichen behalten. Gerade, wenn der Fahrzeughalter sein Wunschkennzeichen behalten möchte, ist dies durchaus praktisch - und kostensparend.

Wo „DU“ draufsteht, steckt nicht immer auch ein Duisburger drin: Seit dem Juli 2012 darf das Autokennzeichen bei einem Umzug in Nordrhein-Westfalen mitgenommen werden. Wer nach Aachen zieht, darf also weiterhin mit Duisburger Kennzeichen fahren. Vom Heimweh geplagte Alt-Duisburger können so mit einem Blick auf ihren PKW in Erinnerungen an ihre Vergangenheit im Pott schwelgen. Das ist nicht nur nostalgisch, sondern auch praktisch. Vor allem, wenn der Fahrzeughalter sein Wunschkennzeichen behalten möchte.

Dieses personalisierte Nummernschild kostet bei der Zulassung 10,20 Euro und besteht aus den Initialen der Stadt sowie der gewünschten Kombination aus Buchstaben und Zahlen. „Wunschkennzeichen sind sehr nachgefragt. Drei von vier Kennzeichen werden auf diese Weise selbst ausgesucht“, weiß Evelyn Buchner, die Leiterin des Straßenverkehrsamtes. Von den rund 65 000 umgemeldeten Autos im letzten Jahr, haben 48 000 den behördlichen Hof mit einem Wunschkennzeichen verlassen.

Wunschkennzeichen geklaut

Ideenreiche Kombinationen, wie DU-FT 4711, DU-MM 666, DU-DU oder DU-CK 1937 gibt es ebenso wie die Kombination aus persönlichen Initialen mit Geburtsdaten. Auch Schnapszahlen oder auf- und absteigende Ziffernfolgen seien sehr beliebt. Umlaute, Zahlenreihen die mit Null beginnen sowie Kombinationen, in denen NS, HJ, SA, SS und KZ vorkommen, sind hingegen nicht erlaubt.

Ärgerlich ist es nur, wenn das Wunschkennzeichen von Dieben oder Vandalen geklaut wird. Dies wird in die polizeiliche Fahndung gegeben und ist danach zehn Jahre lang blockiert. Wer als gebürtiger Moerser bei einem Wohnungswechsel nach Duisburg lieber sein Nummernschild, das mit „MO“ oder „WES“ beginnt, behalten will, kann dadurch Geld sparen. Das Drucken neuer Kennzeichen kostet in der Regel zwischen 30 und 35 Euro. Der Gang zur Duisserner Verkehrsbehörde ist jedoch trotzdem fällig. Die neue Wohnanschrift muss nämlich durch die Zulassungsbehörde in das Fahrzeugregister übernommen und eine Zulassungsbescheinigung ausgestellt werden. (Kostenpunkt zwischen 26,90 und 56,00 Euro)

Wartezeit ist montags und freitags besonders hoch

Um in der Behörde nicht lange warten zu müssen, empfehlen sich die Wochentage Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 7 und 9.30 Uhr für einen Besuch. Montags und freitags sowie an Brückentagen ist die Wartezeit besonders hoch. Auch durch die Online-Fahrzeugzulassung , die seit 2013 über die Webseite der Stadt (www.duisburg.de) möglich ist, können Wartezeiten verkürzt werden.

Verena Barton-Andrews

Kommentare
24.05.2013
07:11
Warum kompliziert, wenns auch einfach geht.
von Medley | #5

Zur Erstzulassung wird dem niegelnagelneuen Kfz eine achtstellige Nummern- und Buchstabenkombination vom Amt zu geteilt. Also so zB.: "3GJ5DQ68".
Und...
Weiterlesen

1 Antwort
Nummernschilder lassen nicht mehr auf die Herkunft schließen
von putti | #5-1

Tragen Sie auch eine Tarnkappe wenn Sie einkaufen gehen, es geht doch niemand etwas an wo Sie einkaufen.

Eine Ortskennzeichnung ist leichter zu merken als irgendwelche Phantasienummern.und gerade und erschwert die Fahrerflucht.

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Nummernschilder lassen nicht mehr auf die Herkunft schließen
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/am-nummernschild-erkannt-id7978010.html
2013-05-22 10:00
Duisburg, Auto, Kennzeichen, Nummernschild, Kfz, Pkw, Straßenverkehrsamt, Zulassungsbehörde, Wunschkennzeichen
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