Alte Säule bei Renovierung entdeckt

„Es ist immer eine Überraschung, was so alte Gebäude mit den Jahren noch für historische Dinge preisgeben“, erzählt Kampas Dimitrios, Inhaber der Gaststätte „Zur Laterne“ auf dem Sonnenwall.

Bei einer Renovierung erst kürzlich hat das Gebäude eine alte Säule freigegeben, die vorher durch Holzwände versteckt gewesen ist. „Seit 1948 wurde das Haus aber nicht mehr renoviert und somit die Säule auch nicht wiederentdeckt“, weiß Dimitrios. „Die Theke und der Restaurantbereich waren damals durch eine Holzwand getrennt. Da unser Konzept mehr auf dem Restaurantbetrieb gemünzt ist, musste die Holzwand unweigerlich verschwinden. Dabei kam dieses Schätzchen zum Vorschein“, erklärt Dimitrios weiter.

Das Gebäude wurde 1877 errichtet, inklusive der Säule. Bilder aus dem Jahre 1900 belegen dies. Seit 1886 wird das Haus als Gaststätte genutzt. In der Zeit von 1987 bis 1948 betrieb die Familie Lutterbeck den Gastraum. Aus der Zeit stammt der heute noch aktuelle Name „Zur Laterne“. Die dem rustikalen Stil des Hauses angepasste Holzsäule trägt kleine Verzierungen.

Am Sockel ist „Esch & Stein Duisburg“ eingraviert. Der gebürtige Duisburger lebte von 1866 bis 1949 und war Diplom-Ingenieur. Mit seinem Onkel Friedrich Stein übernahm er 1889 die Firma seines Vaters Gottfried, eine Eisengießerei und Maschinenfabrik, die späteren Esch-Werke.