"Als ob ich die Lepra hätte"
03.01.2009 | 11:58 Uhr 2009-01-03T11:58:00+0100Duisburg. Für die meisten Menschen dürfte es unvorstellbar sein, bei diesen Temperaturen eine Nacht auf der Straße zu verbringen. Einer von ihnen ist Wolfgang, der vor einem Jahr seine Wohnung verlor und seitdem obdachlos ist.
Auf eisigen, nassen Steinen, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist an erholsamen Schlaf nicht zu denken. Die Kälte zehrt die letzten Reserven auf. Und doch gibt es auch in Duisburg Menschen, die dieses Schicksal erdulden, die „auf der Platte” leben.
Einer von ihnen ist Wolfgang (Name von d. Red. geändert). Vor einem Jahr verlor er seine Wohnung, lebt seitdem auf der Straße. „Glücklich bin ich damit nicht”, sagt er, „aber ich komme irgendwie zurecht.” Er weiß, dass es auch für ihn Angebote gäbe, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch er will nicht. „Gibt doch Leute, denen geht's mieser als mir. Sollen die erstmal.” Was ihn aber ärgert, sind die Reaktionen seiner Umwelt. Wenn er nur nach der Uhrzeit fragt, wenden sich die Leute ab. „Als ob ich die Lepra hätte. Die sollen mal einen Tag bei der Kälte auf der Straße pennen, dann wissen die mal, wie hart das ist.”
Die Stadt schätzt den Kreis derer, die auch jetzt tatsächlich „draußen” bleiben auf etwa fünf Personen. „Es gibt diese kleine Gruppe, die durch kein Angebot erreicht werden und die sich gegen jede Hilfe sperren”, erklärt Alfons Olejnik vom Amt für Soziales und Wohnen. „Wir machen ihnen immer wieder Angebote, aber sie wollen einfach nicht. Und zwingen können wir sie auch nicht”, beschreibt Olejnik.
Nur fünf? Nicht jeder, der die Angebote von Hilfsorganisationen in Anspruch nimmt, ist ohne Heim und lebt draußen. Zudem gibt es ein ganzes Bündel von Angeboten, um Bedürftigen zumindest rudimentärste Grundversorgung ermöglichen. Und diese Personengruppe ist schon wesentlich größer. Sie nehmen in Duisburg täglich zum Beispiel die Dienste der „Straßenambulanz” in Anspruch, essen eine warme Mahlzeit in der Bahnhofsmission oder finden im Notfall im „Haus am Hafen” eine Schlafstelle.
Doch trotz vieler Hilfsangebote, wirklich ausreichend sind sie nicht. Die Aktivitäten von Vereinen wie „Gemeinsam gegen Kälte”, „Bürger für Bürger”, den Duisburger Tafeln oder der Diakonie sind in hohem Maße von Spenden abhängig. Schon kleine Ausfälle oder unvorhergesehene Pannen wie ein defekter Lieferwagen können die Organisationen an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen.
Deshalb gibt es auch Unterstützung von der kommunalen Ebene. Die Stadt vereinbarte mit dem Bahnhofsmanagement und der DVG, dass der Zugang zur U-Bahnstation am Hauptbahnhof während der kalten Jahreszeit auch nachts geöffnet bleibt. Zudem steht im Bahnhof ein beheizter Wartesaal zur Verfügung. Ausdrücklich sei dort von den Betreibern „unter Beachtung der Hausordnung der Aufenthalt betroffener Personen geduldet”. Kräfte von Polizei und Feuerwehr sowie das Fahrpersonal der DVG wurden über diese Maßnahmen in Kenntnis gesetzt, damit sie Bedürftige informieren können.

23:48
# 15 Du hast doch den letzten Knall nicht gehört! Noch mehr Menschen auf die Platte du CDU Spinner! Ich habe einen Vollzeit Job und immer noch ein soziales Gewissen! Kaufe manchmal 3 -4 Ffty Fiftys damit die Menschen was zu Futtern kriegen! Du solltest Dich schämen für diesen Schwachsinn, den Du hier verbreitest!
20:27
Hier wird auf hohem Niveau gejammert.
09:13
MarkusFFF!
Ich möchte Ihnen wünschen, in die Lage eines unschuldig in Not geratenen Obdachlosen zu kommen. Dann würden Sie ganz anders denken.Aber Sie denkenj, hauptsache mein Bauch ist voll und was gehen mich die anderen an.
23:27
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22:52
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21:50
Sehr richtig geschrieben @ # 16 von annekind.
Aber Ihr Konzept betrifft leider nur das Behandeln von Sympthomen.
Noch viel wichtiger ist es, dass die Ursache dieses Übels beseitigt wird. Und das ist, wie unter #11 von Nur die Wahrheit schreibe geschrieben wurde, Hartz 4.
Der unter # 11 geschriebene Weg zeigt doch mehr als deutlich auf, dass JEDER von uns plötzlich auf der Straße enden kann. Das in einem so reichen Land wie Deutschland! Es ist einfach nicht mehr mitanzusehen, wie SPD und CDU den sozialen Bereich in unserem Land immer weiter demontieren und z. B zockenden Banken mit über 500.000.000.000 € Bürgschaft sorglos ihre Machenschaften weiterbetreiben hilft.
Berichte wie:
Milliardär Adolf Merckle ist offenbar unter Druck. Der Unternehmer erwägt anscheinend, seinen Pharmahersteller Ratiopharm zu verkaufen, um mit dem Erlös sein Bauunternehmen HeidelbergerCement zu stützen - und die eigene Vermögensverwaltung dazu. Denn Merckle soll sich nach Medienberichten an der Börse verspekuliert haben.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,590710,00.html
und dann:
Merckle: Galgenfrist verlängert
Die Gläubigerbanken des in Geldnöte geratenen schwäbischen Unternehmers Adolf Merckle haben einer Kreditstundung bis ins neue Jahr zugestimmt. Wie Merckles Beteiligungsgesellschaft VEM Vermögensverwaltung mitteilte, wurde die Vereinbarung von allen Beteiligten unterzeichnet. Eine VEM-Sprecherin sagte am Dienstag, in den nächsten Tagen solle der geplante Überbrückungskredit der Banken unter Dach und Fach gebracht werden. Danach werde auf der Grundlage eines Sanierungsgutachtens die umfassende Refinanzierung der Gruppe angegangen. Einzelheiten drangen jedoch nicht in die Öffentlichkeit.
http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2653932.html
Es darf nicht sein, dass Milliardären mit abermillionen Euro Steuergeldern für ihre mißlungenen Spekulationen das Leben versüßt wird und an anderer Stelle wie im obigen Bericht es immer mehr unverschuldet arbeitslos gewordene Bürger im wahrsten Sinn des Wortes auf der Straße landen.
DARÜBER regt Euch bitte auf und wählt bei den nächsten Wahlen endlich einmal Parteien, die sich um den BÜRGER kümmert und nicht nur um die oberen Zehntausend der Gesellschaft!
20:03
Ist es irgend jemanden in den Sinn gekommen das es mehr gibt als nur Übernachtung, nur geduldet werden, nur mal schnell nee Schlafstelle verpassen. Was mir in Deutschland als Deutsche fehlt ist die Tatsache das wir ein Volk sind das wir gemeinsam etwas bewirken können. Hier geht es nicht Nur um das Geld hier geht es um das Miteinander. Wer von Ihnen stellt sich mal zu einem Obdachlosen und redet mal mit Ihm, nicht über das warum lebst du auf der Strasse sondern wie geht es dir ist das nicht heute ein verdammt mieses Wetter, hast du gesehen das die Blumen zu verschiedenen Jahreszeiten blühen obwohl die Blüte jetzt nicht sein sollte. was sind Obdachlose für Euch Menschen die kein Hirn haben die keine Gefühle haben die nicht wissen wie sie sich mit dir über Gott und die Welt unterhalten können?
Also ich habe viele Gespräche mit vielen Menschen geführt und habe immer für mich sehr positive Gespräche geführt nicht so das alles nur toll war aber ich denke darüber nach was Menschen mir erzählen. Eines ist sicher viele Menschen die nicht viel Geld haben identivizieren sich natürlich über das Geld aber es wäre einfacher wenn du oder ich einfach mal zum Nachbarn gehen könnten und mal fragen könnten kannst du mir ein Ei geben oder mal salz in unserer Gesellsschaft ist es ein Unding heute wirklich noch echte Nachbarschaft zu pflegen. Jeder hilft jedem wo Not ist jeder versucht zu erkennen wer wo Hilfe braucht . Es geht nicht nur um Geld es geht darum uns zu kümmern . Sagt mal ehrlich wisst ihr wie es eurem Nachbarn geht wisst ihr was ihn bedrückt. Wisst ihr was der Jenige denkt der fragt haste mal nen Euro. Nehmt Euch Zeit für Menschen das Geld ist nebensächlich. Jeder der denkt die hat gut reden, die hat sehr wahrscheinlich genug, dem sei es gegeben so zu denken. ich glaube wir täten gut uns heute zu fragen was wichtiger ist der Mensch oder das Geld.
In diesem Sinne Leute wenn ihr draussen schlafen wollt dann tut es, wenn ihr helfen wollt das helft ehrenamtlich gebt kein Geld gebt Euch.
19:23
#13 Hut ab vor ihrer Leistung, das sie nur wenig mehr haben als die HartzIV Empfänger ist empörend, daher verringern der HartzIV Leistungen drastisch, sofort.
15:33
Ich kann mir vorstellen, dass die ignoranten und menschenverachtenden Aussagen von Leuten kommen, die gern auch mal anderen Religionen als unserem Christentum die Nächstenliebe absprechen. Dass unsere braven Deutschen zum Teil selbst so animalistisch geprägt sind, ist trivial.
13:27
Wir kommentieren hier die Schattenseite unserer Gesellschaft und darunter liegt die Werbung von Headhunter für Spitzenkräfte, ein knackiger Urlaubspopo und wie jemand sein angefressenes Fett los wird!
Ich glaube für die Scheinheiligkeit unserer Gesellschaft gibt es kein besseres Bild!
Ich racker in drei Jobs, damit meine drei Kinder vernünftig wohnen können und werde dafür belohnt, in dem mir alle Beihilfen gestrichen werden *lol*
Warum ich das mache!? Meine Kinder sind es wert und mein Spiegelbild ist zwar nicht hübsch aber braucht sich nicht zu schämen. Das macht mich stolz! Eine Bodo hier in Dortmund kaufe ich auch immer, denn das was dort geleistet wird, respektiere ich! Ich bin mir im übrigen nicht zu schade hilfe anzu nehmen wenn ich sie brauche...