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Urteil

Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt

15.01.2013 | 15:03 Uhr
Das Amtsgericht Duisburg hat Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verurteilt. Das Archivbild zeigt Verhuven beim Prozessauftakt im Oktober mit seinen Anwälten.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Alltours-Chef Willi Verhuven muss seinen Führerschein abgeben. Und 25.000 Euro Strafe zahlen. Das Amtsgericht hat den Geschäftsführer des Reisekonzerns wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verurteilt, weil er einen Motorradpolizisten absichtlich angefahren haben soll.

Das Amtsgericht Duisburg hat Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Der Top-Manager muss 50 Tagessätze zu je 500 Euro zahlen und seinen Führerschein für zwei Monate abgeben.

Damit blieb Richterin Gabriele Olze unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 70 Tagessätze á 600 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot gefordert hatte.  Nach dem Urteil gab sich der 62-jährige Geschäftsführer des Reise-Riesen verständnislos. Das Urteil habe ihn überrascht: "Wir haben belegt, dass der Nebenkläger (der Motorradpolizist, d. Red.) mehrmals falsch ausgesagt hat. Wir werden auf jeden Fall Rechtsmittel gegen dieses Urteil einlegen."

Prozess gegen Alltours-Chef

Am 21. März 2012 soll Verhuven sich dem Versuch eines Motorradpolizisten widersetzt haben, ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Der 47-jährige Beamte sicherte eine Verdi-Demonstration. Verhuven durfte seinen Mercedes 350 SL nicht bis zum knapp hundert Meter entfernten Firmensitz am Innenhafen lenken. Doch der Firmenchef soll nicht im Traum daran gedacht haben, der Anordnung Folge zu leisten. Stückchenweise soll er an den Polizisten herangefahren sein, bis der auf der Motorhaube des Sportwagens landete. (tric)


Kommentare
17.01.2013
12:05
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von RoBossi | #22

Fest steht, daß Herr Verhuven gefahren ist, obwohl ihm durch den Verkehrsregelnden Beamten deutlich Stop und Halt signalisiert wurde. Die Folgen durch diese Mißachtung
sind bekannt und liegen in der vollen Verantwortung des KFZ-Lenkers!
Im übrigen hat der Beamte geistesgegenwärtig das Richtige getan, als er sich mit einen Sprung in die Höhe, vor der nahenden Gefahr retten wollte und dadurch auf die Motorhaube landete und nicht vor dem tiefliegenden Kühler des Sportwagens. Damit hat er möglicherweise wesentlich schlimmere Verletzungen an seinen Beinen und der Hüfte vermeiden können. Respekt!
Ansonsten darf man auf das Ergebnis der Revision gespannt sein.

15.01.2013
18:42
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von Karlot | #21

Und das Urteil erging über den Pöbel im Nadelstreifen.

15.01.2013
18:04
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von gudelia | #20

Das Urteil war für den Pöbel, nach der Revision geht der ruhig nach Hause. Liest man auch nichts mehr von.

15.01.2013
17:33
#17 Man mag sich da einen stricken wollen
von meigustu | #19

aber woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Polizei die Absperrung für unseren WIlli geöffnet hat ?

So wie man solche Leute kennt, gibt es jetzt erstmal eine Schadensersatzklage gen den Polizisten, der die Motorhaube demoliert hat.

15.01.2013
17:32
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von khecki | #18

Da wird unter fernerliefen mitgeteilt das die Westfälische Rundschau in Dortmund aufgelöst wird und über 100 Mitarbeiter entlassen werden und wo liest man das,ganz unten in eigener Sache.
Natürlich wird auch die Kommentatorenfunktion ausgeschaltet.
WAZ bestellt schon mal den Insolvenzverwalter..
Ich bin seid 40 Jahre Kunde bei der WR und in ca 30 Minuten nicht mehr.

1 Antwort
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von Polyethylen | #18-1

Wieso? Wenn die Lokal-Inhalte künftig von Lensing und Ippen kommen, wird die Zeitung doch viel besser als in den letzten 40 Jahren.

15.01.2013
17:27
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #17

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1 Antwort
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von hispanier | #17-1

Ziemlich viel Napfsülze für vier Sätze.

Da waren noch beinahe ein Dutzend unabhängiger Zeugen. Ach so, die wurden bestimmt gekauft. Dass Sie ähnliches vor Gericht erfahren mussten wird wohl die Lüge sein.

15.01.2013
17:26
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von Shy_Eye | #16

25.000 Euro für einen angefahrenen Polizisten für einen Chef einer etablierten Firma mit schicken Jahresgewinn!

Wieder typisch Deutsch!

300.000 Euro wären fair.

15.01.2013
17:24
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von Bumsfallera | #15

Für mich stellt sich die Frage ob man mit so einem Urteil vorbestraft ist?
Ist es so, versteh ich das Rechtsmittel eingelegt werden.
Ansonsten hätte das Urteil angenommen werden sollen. Jetzt wirds nur noch teurer.


15.01.2013
17:16
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von neuduisburger | #14

Offensichtlich ist der gute Herr Verhuven irgendwelchen abzockenden Advokaten auf den Leim gegangen. Ein guter Anwalt würde folgendes raten: Lieber Willi Verhuven, nun schnapp dir mal nen Strauß Blumen und ein paar Pressefotografen und geh Dich bei dem Polizisten entschuldigen. Dann hustese für den Polizisten noch unter Ausschluß der Öffentlickeit ne Woche Malle für zwei Personen aus, zwecks Relativierung der Körperverletzung und kunglelst mit dem Gericht ne Spende für ne gemeinnützige Einrichtung aus. Schon ziehste als reuiger Wohltäter durch den Blätterwald und gehst noch als Sieger aus der ganzen Sache raus. Drei Tage später hat sich die Sache pressemäßig erledigt."
Stattdesssen muß er sich dank dieser "Herren" in der Öffentlichkeit mehrmals pressefreundlich ne blutige Nase holen und beim LG steht die nächste "Watsche" an.

15.01.2013
17:03
Alltours-Chef Willi Verhuven wegen Körperverletzung verurteilt
von locklin | #13

Vor einiger Zeit sagte der arrogante Verhuven noch, der Polizist sei ihm auf die Motorhaube gesprungen.
Mit Geld und "guten" Anwälten legt man sich die eigene Wahrheit zu.
Man sollte den Mann wie jeden gewöhnlichen Verkehrssünder behandeln: MPU und durchfallen lassen. Aber der Mann hält sich ja für was besonderes, und das ist er auch, nämlich besonders uneinsichtig.
Außerdem sieht Richterin Olze "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung" als Kavaliersdelikt, denn so muss man das Urteil interpretieren.

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