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Alle Mann an Bord boten schwungvollen Auftakt

18.11.2007 | 16:59 Uhr

KARNEVAL. Die maritime Gesellschaft aus Buchholz eröffnete ihren Sitzungsreigen am Samstag im Mannesmann-Gymnasium.

Wilfried Schmitz, Präsident der KG Alle Mann an Bord, wusste sein Publikum in der wieder mal ausverkauften Aula des Mannesmann-Gymnasiums in Huckingen am Samstagabend zu ermutigen. "Der Abend wird klasse", meinte der gerade zum Admiral beförderte Obernarr. "Der MSV spielt dieses Wochenende nicht. Wir können nicht verlieren." Dass die Auftaktsitzung der maritimen Gesellschaft aus Buchholz Riesenstimmung bot, lag aber nicht am Fußball, sondern am Programm und an der eindeutigen Feierlaune der Besucher.

Mit 64 Aktiven war das singende und tanzende Korps der "Blauen Jungs" und Mädels zu Beginn des Programms einmarschiert. Risenbeifall gab es für den ersten Auftritt der Mini-Garde. Der von Sylvia Heilmann trainierte Nachwuchs tanzte sich auf Anhieb in die Herzen des Publikums. Im Laufe des Abends überzeugte auch die große Tanzgarde - sieben hübsche junge Damen und ein gut aussehender junger Herr - mit satter Leistung. Und auch der Bordchor der Alle Mann begeisterte die bewegungswilligen Zuhörer mit neuen Schunkel-Potpourris.

Rockende Alphörner und musizierende Teufelchen

Mit hessisch gefärbtem italienischen Akzent lieferte Pizzabäcker Ciro seine Pointen. Unter anderem berichtete er von seinem Krieg mit der Schwiegermutter. "Wenn Du mein Mann wärst, würd ich Dir Gift in den Capuccino tun", habe sie zu ihm gesagt. Antwort: "Wenn Du meine Frau wärst, würd ich ihn gerne trinken."

Mit den "Düwelsches" präsentierten sich fünf starke Musiker auf der Bühne. Schade nur, dass die meisten Lieder der Newcomer aus Düsseldorf niemand mitsingen konnte.

Eindeutiger Höhepunkt des Programms war der Auftritt des Blödel-Duos Horst und Ewald. Die beiden munteren Barden zeigten, dass man mit einem Alphorn rocken kann, dass ein hässlicher Trainingsanzug durchaus ein Gewand für einen guten Hipp-Hopper sein kann, und dass die Schönheit von Stimmen nichts mit der des dazugehörigen Körpers zu tun haben muss.

Einen ebenso musikalisch glanzvollen wie lautstarken Abschluss des offiziellen Programms boten die "Minnekrather". Die 15-köpfige Big-Band blies dem Publikum vor dem Sturm auf Theken und Tanzfläche noch einmal so richtig die Gehörgänge frei. Bis in den frühen Morgen wurde danach im Foyer weiter gefeiert.

BODO MALSCH

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