Akzente auf Heimatsuche

Das Thema „Heimat“, mit dem sich die 36. Duisburger Akzente vom 6. bis 22. März auseinandersetzen, trifft einen Nerv. „Nicht unbedingt wegen der aktuellen Flüchtlingszahlen“, wie Kulturdezernent Thomas Krützberg sagt. Die Duisburger selbst haben mit ihrer lebhaften Teilnahme an der Postkartenaktion gezeigt, dass sie das Thema bewegt.

Das traditionsreiche Kulturfestival mit einer einmaligen Programmdichte von rund 130 Veranstaltungen wird am 6. März in der Gebläsehalle im Landschaftspark Nord mit der Eigenproduktion „Der Himmel über der Ruhr“ von Jennifer Whigham und Jens Kerbel eröffnet. Es wird eine „Heimatsuche in Bildern, Texten und Tönen“ mit Schauspielern, Gospelchor, einer Band unter der Leitung von Peter Engelhardt sowie Kindern und Jugendlichen.

Das Theatertreffen beginnt am 7. März mit der Produktion „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauff.

Ein Zentrum des Festivals bildet die Beekstraße, die heute mit ihren Leerständen ein trauriges Bild bietet. Die „Akzente“ erinnern daran, dass sie in den 20er und 30er Jahren als Einkaufsstraße eine „Lebensader“ war. Die ostjüdischen Geschäftsleute verloren bei der „Arisierung“ im NS-Staat nicht nur ihren Besitz und ihre Heimat sondern auch ihr Leben in den Konzentrationslagern. Während des Festivals wird die „Heimat Beekstraße“ mit täglichen Aktionen wiederbelebt. Darunter die Ausstellung „Einblicke“: Susanne Gwisdalla hat private Fensterdekorationen fotografiert, Fabienne Piepiora hat die Geschichten dazu aufgeschrieben und die Menschen hinter den Scheiben porträtiert.