„Aktuell keine Alternativen zu Turnhallen“

Für Akzeptanz der Notmaßnahmen bei der Unterbringung von Asylbewerbern werben Oberbürgermeister Sören Link und Stadtdirektor Reinhold Spaniel. Duisburg habe in den vergangenen zwei Jahren erheblich mehr Asylbewerber aufgenommen als bislang. Zwar habe der Stadtrat Ende 2013 beschlossen, in allen Bezirken Standorte für städtische Übergangseinrichtungen einzurichten, aber die Umsetzung dieser Maßnahme dauere „angesichts des aktuellen Aufnahmedrucks“ zu lange, da zum Beispiel baurechtliche Vorgaben zu beachten seien.

Zudem stoße die Stadt wegen erneut deutlich steigender Zuweisungszahlen und daraus resultierender Aufnahmeverpflichtung an Kapazitätsgrenzen. Daher seien in der Vergangenheit immer häufiger Turnhallen oder Schulen genutzt worden. Es stehe, so Link und Spaniel, außer Frage, „dass andere Unterbringungsformen als in Turnhallen mit geringer Privatsphäre wünschenswert wären“. Es gebe aber aktuell keine Alternative. Und es sei notwendig, „weitere Notmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet zu prüfen und umzusetzen“. Link: „Ich bin davon überzeugt, dass Duisburg weiterhin sehr viele Menschen aufnehmen und versorgen muss.“ Er appelliert an die Duisburger, „die Flüchtlinge willkommen zu heißen“.