Airport-Ausbau: Kommission lehnt Pläne ab

Die Entscheidung hat zwar keine rechtsverbindlichen Folgen, kann aber als ein klares politisches Signal gegen die geplante Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens gewertet werden: Die sogenannte Fluglärmkommission hat die Airport-Pläne gestern mit breiter Mehrheit abgelehnt. Zwei Drittel der in der Kommission vertretenen Anrainerkommunen, zu denen auch die Stadt Duisburg gehört, haben gegen die erneute Erweiterung der Betriebsgenehmigung gestimmt.

Der Airport will wie berichtet künftig 60 statt wie bisher 45 Flugbewegungen pro Stunde im Parallelbahnbetrieb abwickeln. Widerstand kommt aus den umliegenden Städten, die durch den Kapazitätsausbau mit mehr Fluglärm rechnen. Laut der Stadt Meerbusch, die den Antrag zur Ablehnung in die gestrige Sitzung der Kommission eingebracht hatte, sei damit zu rechnen, dass die Verspätungen und damit die Nachtflüge erheblich zunehmen werden, wenn die Betriebsgenehmigung ausgeweitet würde. Lärmmindernde Maßnahmen seien dagegen nicht vorgesehen.

Sonderregelungen abschaffen

Die Duisburger Politik hatte sich bereits vor einem Jahr gegen die Erweiterung ausgesprochen, falls „trotz Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten“ zusätzliche Lärmbelästigungen für die Duisburger Bevölkerung zu erwarten seien. In der 25-köpfigen Fluglärmkommission, die die Genehmigungsbehörden berät, hatte die Stadt gestern auch gegen die flexiblere Nutzung der Zweitbahn sowie für die Abschaffung diverser Regelungen gestimmt, die unter anderem auch Landungen nach 23 Uhr ermöglichen. Im Vorjahr soll es davon 1200 gegeben haben, zudem waren mehr als 10.000 Maschinen nach 22 Uhr gelandet.