Adolf Sauerland hat in Duisburg mehr Gegner als Wähler
17.10.2011 | 19:37 Uhr 2011-10-17T19:37:00+0200
Duisburg.79.193 Unterschriften für das Abwahlverfahren gegen Oberbürgermeister Sauerland. Das sind 5000 mehr als bei seiner Wahl 2009. Das macht die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ zuversichtlich, die Hürde eines Abwahl-Urnengangs im Frühjahr 2012 zu schaffen.
Großer Medienrummel am Rathaus, als gegen 14.30 Uhr ein Porsche Cayenne vorfährt und Mitglieder der Initiative die Umzugskartons mit den binnen vier Monaten gesammelten Unterschriften herauswuchtet und vorbei am Ordnungsdienst ins Rathaus schafft. „Fast 80.000 Menschen haben der Stadt ihre Würde wiedergegeben“, ruft Mit-Initiator Theo Steegmann den Unterstützern an der Rathaus-Treppe zu. Viele haben Buttons am Revers, die Organisatoren tragen T-Shirts, die den Neuanfang fordern.
Dicht gedrängt stehen Journalisten, Stadtverordnete und Initiative dann gegen 15 Uhr im Ratssaal. Die drei ehrenamtlichen Bürgermeister nehmen in Vertretung des fraglos befangenen Oberbürgermeisters die Ordner mit den Unterschriften-Listen entgegen, bevor sie behördlicherseits bearbeitet, sprich gezählt und geprüft werden.
Rücktritt erspare der Stadt 500.000 Euro und mehr
Dem Führungs-Trio der Initiative wird Rederecht im Rat eingeräumt. Von einer „eindrucksvollen Bürgerbewegung“ spricht Werner Hüsken. Wenn Sauerland noch ein „Rest von Anstand und Moral“ habe, bliebe ihm nur der Rücktritt. Auch um der Stadt 500.000 Euro und mehr zu ersparen. „Wir haben keine Angst vor dem Abwahlverfahren. Die 92 000 Stimmen sind zu schaffen“, meint Theo Steegmann. Die Stadtspitze habe Moral und Würde Duisburgs mit „in den Dreck gezogen“. Langanhaltender Applaus begleitet die Initiative wieder hinaus aus dem Ratssaal.
Buh-Rufe und Pfiffe hatte dagegen eine Stunde zuvor Oberbürgermeister Sauerland hinnehmen müssen, als er unter Kamera-Gesurre und Blitzlichtgewitter eine kurze Stellungnahme abgab. „Ich bin bis 2015 gewählt. Ich werde so lange Oberbürgermeister bleiben, bis es ein anderes demokratisches Votum gibt“, macht Sauerland alle Hoffnungen und Forderungen der Initiative zunichte, dass er das Unterschriften-Ergebnis zum Anlass für seinen Rücktritt nimmt. Als Demokrat respektiere er die Unterschriftensammlung und die Änderung der Gemeindeordnung – das kann man auch als Seitenhieb gegen das von Rot-Rot-Grün im Land neu eingeführte Abwahlverfahren interpretieren. Weiter äußern will sich der OB erst, wenn die Unterschriften geprüft sind und die Zulässigkeit des Abwahlverfahrens in der Ratssitzung am 12. Dezember festgestellt wird.
Kommentar: Sauerland – bis zum bitteren Ende

14:23
Sauerland betreibt nur hiermit eine Machtaufrechterhaltung, der Mensch an sich ist ihm doch schnuppe. Sonst hätte er zu seinem Fehler, den er gemacht hat, gestanden. Das wäre fair gewesen und sich entschuldigen bei den Betroffenen wären Pluspunkte für ihn gewesen. Also weg mit ihm, was will der denn noch??? Nur das Geld noch einheimsen, oder was???
20:13
#46 aljolo
Nein, Sie sind da leider nicht gut informiert. Feuerwehr und Polizei haben die Stadt gewarnt mit dem Hinweis darauf, dass es Tote geben könne. Die Verwaltung hat all diese Warnungen in den Wind geschlagen. Deshalb können diese Institutionen wahrlich nicht verantwortlich gemacht werden. Verantwortlich ist und bleibt die Verwaltung, die trotz aller Warnungen die Genehmigung erteilte. Und Chef dieser Verwaltung ist nun mal der OB, in guten und in schlechten zeiten, und die Zeit ist schlecht, doch die Alimentation immer noch gut.
06:33
ALLE IN EINEN SACK - UND DRAUF
so sind sie unsere politiker, es geht ihnen doch nur um ihre fetten pfründe und um ihre exorbitanten pensionen, die sich kein normaler mensch ersparen könnte.
und noch ein wort zur verantwortung - wofür wird er denn bezahlt? - er will also ganz oben stehen und für einen verantwortungslosen job kassieren!
So sind sie -
ALLE IN EINEN SACK - UND DRAUFHAUEN1
ich werfe den ersten stein, ladet mich ein!
18:36
Sauerland weg? alles wird gut?
es ist eine ziemlich erbärmliche Aktion, mit dem Zuschlag für Duisburg als Ausrichter saß S. in der Falle.
Denn hätte er die L-parade verhindert, wären die gleichen Leute mit ihren Unterschriftslisten gegen ihn unterwegs, weil S. die größte Chance für Duisburg ängstlich vertan hat.
Diese Hetzjagd auf den Bürgermeister ist eine schlimme Sache
15:38
*
Schröder? Ich möchte an dieser Stelle einmal daran erinnern, daß die Sauerland-Wahl nur durch die abgrundtiefe Ablehnung gegenüber Schröder/Müntefering zustande kam, Befürchtungen in Richtung Armut bewahrheiten sich jetzt leider während der Ex-Star aus Niedersachsen den hochbezahlten Grüßaugust für Putin macht.
Keine Frage: Sauerland muß jetzt gehen, ohne weitere Kosten zu verursachen, doch eine Wahlrechtsreform muß jetzt her, damit den Sonnenkönig/inn/en unter den Bürgermeister/inne/n gezeigt wird, wo der Mottek seinen Nagel hat. Der Rat hat das höchste Gremium in der Stadt zu sein und nicht ein überforderter Berufsschullehrer und seine pseudochristliche Partei.
*
14:54
@vonWegen
Sie zitieren hier diesen Grüßaugust Wulff, der selber nichts gerafft, Niedersachen in die roten Zahlen gewirtschaftet und bei den Bürgern keinen Rückhalt hat? Diesen Parteipoporz-Vogel und Not-Präsidenten? Diesen Model-Eintauscher gegen seine respektable Ex-Frau? Lachhaft ist das... Was Rücktritte betrifft, sollte dieser Bundespräsident von schwarz-gelben Gnaden mitsamt seinem Bunny den Anfang machen.
14:34
@bombenjäger
Welche Bomben jagen Sie? Rechtschreibfehler können es jedenfalls nicht sein :-)
14:33
Sauerland ist ein Opfer der Umstände geworden. Keiner hat wie er Alles für Duisburg gegeben, sonst wäre er auch nicht von Anhängern anderer Parteien gewählt worden. Ich habe in Duisburg studiert und anschliessend mit meiner Lebensgefährtin jahrelang gelebt, ich stehe dieser gerne gescholtenen und verächtlich gemachten Stadt (die kulturell teils mehr zu bieten hat, als gewisse rechts- und linksrheinische Großstädte, man muss nur hinschauen) immer noch sehr nahe. Als Ex-Duisburger schäme ich mich daher für die schäbige Aktion dieser Initiative. Pfui Teufel! Da gibt es andere, die eher an den Pranger gehören. Aber so ist das, der Pöbel von der Strasse vergißt schnell, wenn es die BLÖD anordnet. Wer von diesen BI-AktivistInnen hat den persönlich jemanden bei diesem bedauerlichen und vermeidbaren Unfall verloren? Hier kommt der pure Stammtisch zu Wort. Diese Unterschriften-SammlerInnen können froh sein, mich nicht mit ihrem Anliegen belästigt zu haben, ich hätte mein Teil dazu gesagt.
14:31
der hat nicht nur in Duisburg feinde sondern auch die umgebung städte das wird zeit das er abgewählt wird erst dann kann mann ihn belangen.und wer weiß was dann raus kommt.den das hat nichts mehr zutun das er mithelfen will gegen diesen vorfall den Loveparade sind jetzt 1j vergangen.den der OB und der Veranstallter haben was zuverbergen und so lange der OB sein Amt bleibt kommt die Warheit nicht auf den Tisch nebenbei wer will den mit so ein OB zusammen sitzen der ist sowas von unten durch in Duisburg selbst bei anderen veranstalltungen will ihn keiner sehen.
14:15
Glückwunsch, an aljolo, es beruhigt mich, dass es noch Menschen gibt, die denken können...
Die Hatz gegen den OB finde ich nicht nur bedenklich, sondern auch unwürdig.. Die entsetzlichen Geschehnisse haben viele Väter. Angefangen vom Veranstalter, wobei schon mit manipulierten Besucherzahlen gearbeitet wurde, um die Kosten für Caterer etc schön hochzuhalten, bis hin zu den Jubelarien der Dortmunder und Essener Führungsriege. Eine völlig überforderte Polizei, keine moderne Technik und nicht zuletzt auch die rücksichtslos drängenden Teilnehmer -das Kassenbeispiel ist sehr gut- man schaue sich mal das Gedränge auf der D.dorfer Kirmes an beim Feuerwerk - Rangeleien um den besten Platz...Nein, im Vorfeld wurde wohl so einiges falsch gemacht und die Ordnungsbehörden, die sonst so pingelig sind (Stuhlabstand bei Aussengastronomie - Parken - usw, hätten aufgrund der Örtlichkeiten ihre Zustimmung verweigern müssen, aber auch dafür braucht man Rückgrat. Und ob bei der Unterschriftenaktion jeder wirklich und sachlich rein aufgrund der Vorfälle bei der Loveparade den OB canceln will, halte ich auch für sehr diskussionsfähig.Mein Respekt gilt den Opfern und den Menschen, die mit dem Verlust leben müssen. Ob man in einer solchen Situation sofort die richtigen Worte findet, ist auch nicht so einfach.Leider vermisst man auch in der Berichterstattung eine gewisse Sachlichkeit.. ein paar Tage vorher war noch Hosianna und jetzt nur noch kreuziget ihn.. Mitverantwortliche? Fehlanzeige