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Abwahl oder Abrechnung

23.11.2011 | 17:59 Uhr
Abwahl oder Abrechnung
Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) am Tag, als die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ dem Stadtrat die Unterschriften gegen ihn überreichte. „Ich werde so lange Oberbürgermeister bleiben, bis es ein anderes demokratisches Votum gibt“, sagte er am 17. Oktober. Vor den eigenen Leuten ging er nun in die Offensive und attackierte seine Gegner. Foto: dapd

Adolf Sauerland will seine Abwahl durch die Duisburger mit einem Lagerwahlkampf verhindern. Das Abwahlverfahren droht im Wahlkampf unterzugehen. Warum die Abwahlinitiative ihm gewissermaßen die Vorlage lieferte und warum die CDU mit ihrer Strategie viele Duisburger diskreditiert. Ein Kommentar.

Schwere Kost lieferte Adolf Sauerland bei der CDU-Mittelstandsvereinigung zu Gänsekeule und Kloß, der seinen Gegnern im Halse stecken bleiben dürfte , den eigenen Reihen aber sichtlich mundete. Sauerland und die CDU setzen bei der Abwahl ganz klar auf den Lagerwahlkampf, fast schon nach dem Motto Freiheit oder Sozialismus.

Das schließt die Reihen. Sie nutzen, dass Teile der Abwahl-Initiative den in der Tat notwendigen Neuanfang für Duisburg nicht nur auf den umstrittenen OB und seine Rolle beim Loveparade-Desaster beziehen, sondern einen Politikwechsel damit verbinden. Was Duisburg droht, ist Wahlkampf pur.

Ob die CDU-Strategie allerdings aufgeht, ist fraglich, auch wenn’s für sie so einfacher ist, weil man so schön einen Polit-Gegner ausgemacht hat. Ihr Kurs der Partei-Polarisierung diskreditiert viele, die unterschrieben haben – eben nur wegen des OB. „Jetzt erst recht“ wird die Losung auf beiden Seiten sein.

Oliver Schmeer

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Kommentare
28.11.2011
17:31
Sauerland
von Werthauser111 | #37

Klar hat der OB recht, überall auf den Bilder in den Zeitungen tauchen SPD-Mitglieder auf. Ich setze alles,dass Brandt der neue OB werden will. Wird er aber nicht weil nicht alle Duisburger krank sind.

25.11.2011
10:37
Abwahl Sauerland
von niederrhein06 | #36

Es ist schon pervers das Sauerland behauptet, dass es bei dem Abwahlverfahren nicht um die Loveparade, sondern um die "Rückkehr zu alten sozialistischen Zeiten"! So ein Schwachsinn. Hier geht´s alleine darum, dass er sich seiner Verantwortung als Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und Mitinitiator nicht gestellt hat. Er wäre der erste gewesen, der vor die Kameras gesprungen wäre und sich als Hauptverantwortlicher präsentiert hätte. Vorausgesetzt, die Loveparade wäre ein Erfolg gewesen. Daraus jetzt einen Wahlkampf zu machen ist beschämend. Wie toll die Bürger die Politik finden zeigen die Wahlbeteiligungen. Und das nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern Bundesweit. Das lässt doch mehrere Theorien zu. Zum ersten trauen die Bürger der Politik der großen Parteien längst nicht mehr über dem Weg. Der Zweifel an der Demokratie? Sind wir gefagt worden ob wir den Euro oder gar die EU wollen? Wir den Soli statt wie versprochen 2 Jahre für immer zahlen? Die Ausländerintegration (die übrigens garnicht statt findet) mehr Gewicht hat, als die Förderung der Bildung und der Familien. Aber das würde hier den Rahmen sprengen. Fakt ist das sich Sauerland der Verantwortung entzogen hat und es feige ausgesessen hat. Nach dem Motto "Zeit heilt alle Wunden". Und das nur, weil er bei einem Rücktritt auf seine Pension hätte verzichten müssen. Er ist gewählt worden, damit er die Stadt repräsentiert. Das hat er nicht getan. Ich persönlich habe nur erwartet, dass er sich stellt und seine Mitschuld zugibt. Im Ruhrgebiet erwartet man Rückrad nicht nur vom Oberbürgermeister. Das hat Adolf Sauerland nicht gezeigt. Somit hat er es nicht verdient unser Oberbürgermeister zu sein!

24.11.2011
21:22
Affäre Sauerland ...und kein Ende
von wiedereinLeser | #35

Herr Sauerland und die CDU haben nichts dazu gelernt. Statt in Demut gegenüber den Menschen zu begegnen werden Sie verunglimpft. Ist das neue christliche Politik oder einfach der Angst geschuldet, sich einem demokratischen Gremium...mämlich dem Bürger zustellen.

Wie sagte Sigmund Freud so treffend "Die Ersetzung der Macht des Einzelnen durch die der Gemeinschaft ist der entscheidende kulturelle Schritt. Sein Wesen besteht darin, daß sich die Mitglieder der Gemeinschaft in ihren Befriedigungsmöglichkeiten beschränken, während der Einzelne solche Schranken nicht kannte."

24.11.2011
19:15
jetzt erst Recht weg mit IHM
von Philuis | #34

Vor der Unterschriftensammlung hat man gedacht lass die Dummen mal machen,
die kriegen eh nicht genug Stimmen zusammen.Jetzt wo genug Stimmen da waren
fängt man an die Unterschriften ohne Hausnummer für Ungültig zu Erklären.
Pech gehabt immer noch zuviel Stimmen für ein Abwahlverfahren.Jetzt wo dem
Hern OB der AR...auf Grundeis geht wird er noch dreist und frech.Ganz schnell weg mit
diesem Mann.Schlimmer geht es nicht mehr hoffentlich sehen alle Wähler diesen Ablauf und gehen wirklich zur OB Ab(Wahl).

24.11.2011
16:40
Blockierter Kommentar.
von Nasowe | #33

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.11.2011
16:16
Blockierter Kommentar.
von voltago | #32

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.11.2011
15:33
Bald...
von donfernando | #31

...ist das Jahr herum, und wir dürfen wieder nach dem Unwort des Jahres suchen.

Die Sauerländer suchen derweil wohl schon mal nach einem neuen Namen für ihre Region, weil die Feriengäste aus Holland ausbleiben.



24.11.2011
14:57
Egal was auch passiert...
von Silke_L | #30

Herr Sauerland wird in der Geschichte immer mit den Todesfällen bei der Loveparade in Verbindung gebracht. da mag er jetzt vielleicht drüberstehen. Aber eine solche Last erdrückt irgend wann jeden...

24.11.2011
14:20
Schaumschläger
von festus04 | #29

Ist das nicht ein ehrenwärter Mann, der sich mit einem 400000 Euro Gutachten zum Unschuldslamm freikaufen muss und gleichzeitg bei der kleinsten Anschuldigung verbal rum sich schlägt wie ein angestochner Berluskoni.

24.11.2011
13:06
drehen wir den spiess mal um...
von jacky123 | #28

wenn die Love parade ein Erfolg gewesen wäre...

....wer hätte sich dann feiern lassen ?...

-.....
-.....
-.....

...so.... und diese tragen die Verantwortung.....


bin gespannt auf den Ausgang der wahl....

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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