A40-Brücke: 886.000 Euro an Knöllchen

Obwohl die A40-Rheinbrücke Neuenkamp seit dem 10. März für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt ist, versuchen immer noch pro Tag mehr als 1000 Lkw-Fahrer illegalerweise durch das verbliebene Schlupfloch zu tuckern. Das kostet: Die Autobahnpolizei winkt die „Falschfahrer“ mit der Kelle zur Ausfahrt und bittet sofort zur Kasse: 150 Euro kostet das Bußgeld. Fahrer, die ihren Fehler vorher bemerken und freiwillig an der Ausfahrt Homberg runterfahren, erwarten „nur“ 75 Euro als Strafe. Diese Fälle werden mit Bildbeweis an die Bußgeldstelle der Stadt weitergeleitet.

Bilanz nach der ersten Woche: 10 095 Verstöße á 75 Euro hielt die Polizei fest, an 150-Euro-Bußgeldern gab es bislang 864. Macht unter dem Strich 886.000 Euro, die in die Kasse der Stadt Duisburg wandern könnten. Denn: Knöllchen bis 55 Euro gehen in die Kasse der Polizei, höhere Bußgelder in die der Stadt. Allerdings: Fraglich bleibt, ob die Spediteure die Bußgelder auch begleichen. Denn die meisten ertappten Laster stammen aus dem Ausland. „Mindestens zu 95 Prozent“, sagt ein Autobahnsprecher. Bedeutet: Das Eintreiben ist mit hohem Aufwand verbunden, wenn nicht gar unmöglich, wenn es Spediteuren an entsprechender Zahlungsmoral mangelt.