8000 Arbeitslose vermittelt
SOZIALES. ARGE-Geschäftsführer zog im Sozialausschuss eine Bilanz für 2008.
Zirka 8000 ehemals arbeitslose Duisburger werden nach Worten von Norbert Maul, Geschäftsführer der ARGE, im Jahr 2008 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt worden sein. Der Bestand der Arbeitslosen habe sich um 1800 (-6,4%) verringert, die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sei ebenfalls geringer geworden. Der Geschäftsführer der ARGE zog somit vor den Mitgliedern des Sozialausschusses des Rates eine positive Bilanz der Arbeitsmarktpolitik 2008.
Zirka 70 000 Menschen lebten in Duisburg derzeit von staatlichen "Transferleistungen". Etwa 6000 Duisburg befänden sich in Projekten.
Maul erinnerte daran, dass seine Behörde in diesem Jahr 18 bis 20 Millionen Euro für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ausgegeben habe.
Die Kosten für das von der Bundesregierung angekündigte 100-Euro-"Schulbedarfspaket" für jedes bedürftige Kind bis zur Jahrgangsstufe 10 bezifferte Maul auf 1,3 Mio. Euro. Etwa 13 400 Kinder und Jugendliche in Duisburg im Alter von sechs bis 16 Jahren hätten darauf Anspruch. Ebenfalls einen (neuen) Rechtsanspruch vom 1. Januar des kommenden Jahres haben Jugendliche auf das Nachholen eines Hauptschulabschlusses.
Keine Chance auf Zustimmung im Sozialauschuss hatte der SPD-Antrag "Kommunale Arbeitsmarktpolitik verbessern". Für die Grünen zerpflückte Ratsfrau Doris Janicki den Vorschlag der Sozialdemokraten und wies die SPD-Grundannahme, die Arbeitsmarktpolitik in Duisburg zeige "erhebliche Defizite" auf, energisch zurück. Den vermeintlich sozialdemokratischen Ansatz einer neuen Arbeitsmarktpolitik, der "Förderung mit Fürsorge, die die ganze Familie mit einbezieht", mochte die Ausschussmehrheit nicht nachvollziehen. (sten)











