79.193 Duisburger fordern Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland
17.10.2011 | 13:17 Uhr 2011-10-17T13:17:00+0200
Duisburg.Riesenerfolg für die Bürgerinitiative, die die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland herbeiführen will. Genau 79.193 Duisburger (Stand: 15.00 Uhr) haben die Listen der Initiative unterschrieben. Das gaben die drei Sprecher von „Neuanfang für Duisburg" am Montagmittag bei einer Pressekonferenz bekannt.
Unter begeistertem Applaus präsentierte die Abwahlinitiative „Neuanfang für Duisburg" vor rund 50 Journalisten, zehn Kamerateams und etlichen Unterstützern diese eindrucksvolle Zahl im Café Museum. Erst kurz vor Beginn der Pressekonferenz stand das Ergebnis fest: Die Unterschriften, die die Aktivisten am Wochenende noch gesammelt hatten, waren noch nicht ausgezählt. Insgesamt füllen die Listen nun 17 Ordner, die um 15 Uhr an den Rat der Stadt Duisburg übergeben werden. Zur Einleitung des Abwahlverfahrens sind nach der Gemeindeordnung 55.000 Unterschriften notwendig.
Für Werner Hüsken , einen der Sprecher der Initiative Neuanfang für Duisburg, ist „unser großartiger Erfolg" ein eindeutiges Zeichen der Duisburger: „Wir haben mehrere tausend Stimmen mehr gesammelt als Adolf Sauerland bei seiner Wahl bekommen hat." Bei der Kommunalwahl 2009 konnte der CDU-Politiker und damals amtierende OB 74.193 Stimmen auf sich verbuchen.
Erneute Aufforderung zum Rücktritt
„Unsere Initative ist zu einer regelrechten Bürgerbewegung geworden“, erklärte Hüsken. „Wir erwarten, dass Adolf Sauerland bei seiner Pressekonferenz sagt, was die Bürger hören wollen“, erneuerte er auch die Forderung nach einem Rücktritt des Oberbürgermeisters. „Sauerland und die Stadtspitze haben Duisburg in den letzten 15 Monaten einen Imageschaden im höchsten Maße zugefügt. Adolf Sauerland hat die Würde dieses Amtes verletzt.“
Seit dem 20. Juni hatten die Sauerland-Gegner in der Stadt Unterschriften gesammelt. Dabei sind sie mit vielen Bürgern ins Gespräch gekommen, die immer wieder ähnliche Gründe nannten, weshalb sie das Abwahlverfahren unterstützen. „Drei Dinge wurden von den Bürgern an unseren Ständen immer wieder angeprangert“, sagte Harald Jochums , ebenfalls Sprecher von „Neuanfang für Duisburg". „Erstens die Undurchsichtigkeit beim Handeln von Rat und Verwaltung, etwa bei Personalentscheidungen in den städtischen Gesellschaften. Zweitens, dass Pläne auswärtiger Investoren bei der Stadtentwicklung unkritisch durchgesetzt werden.“ Obendrein, so Jochums, kreideten die Duisburger ihrem obersten Bürger und der Stadtspitze die alleinige Konzentration auf die Innenstadt bei der Stadtentwicklung und die Vernachlässigung der Stadtteile an.
Hüsken: „Wir sind immer unterschätzt worden und darin liegt unsere Stärke“
Kritik übte der dritte Sprecher der Gruppe, Theo Steegmann , aber auch an den Politikern im Stadtrat, die sich weder an den Ständen gezeigt und bislang auch wenig zur Aufklärung der Loveparade-Katastrophe beigetragen hätten: „Ich wünsche mir, dass sie sich jetzt während des Abwahlverfahrens zeigen.“
Für eine Abwahl Sauerlands müssen beim nun sehr wahrscheinlichen Bürgerentscheid 92.000 Duisburger stimmen – ein Viertel der Wahlberechtigten. Wie hoch diese Hürde ist, zeigt ein weiteres Ergebnis der Kommunalwahl 2009: Die aktuelle Mehrheit im Rat, das Bündnis aus SPD, Grünen und Linken, kam damals insgesamt auf 90.934 Stimmen. Dennoch gaben sich Hüsken, Jochums und Steegmann zuversichtlich: „Wir sind immer unterschätzt worden. Darin liegt unsere Stärke", meinte Hüsken. „Ich bin überzeugt davon, dass der Mobilisierungsgrad am Stichtag sehr hoch sein wird. Wenn 50 Prozent der Duisburger wählen geben, ist Oberbürgermeister Adolf Sauerland Geschichte."

14:56
64 Poulver Ich habe keine Leute auf den Rathaus gesehen.Wo waren sie denn.
09:20
#74 grandma
Lesen hilft meistens, Verstehen noch mehr. Es ist die Rede von übergebenen Unterschriften, nicht jedoch von überprüften.
08:00
Herr Sauerland hat bei den wichtigen Entscheidungen vor und nach der LoPa mit kontinuierlicher Regelmäßigkeit ins Klo gegriffen. Dabei ist es auch vollkommen egal ob er schlecht beraten wurde oder seine Entscheidungen selber getroffen hat. Mit seiner traurigen Mops-Schnute kann er keine Herzen erweichen, er hat sich selber in die Position der unerwünscheten Person gebracht. So ist das Politikerdasein eben und man sollte wenigstens das Gespür dafür haben, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um stilvoll abzutreten. Natürlich ist er nicht alleine schuld, natürlich müssen Leute wie Greulich, Rabe etc. mit ihm das rathaus verlassen genauso wie zweidrittel des Rates denn auch diese Personen schwimmen im Egostrom nur mit. Ein Kammerjäger muss her und die ganzen Ratten aus dem Rathaus treiben. Von den Herrn muss doch niemand um seine Zukunft bangen, die politischen Verbindungen werden schon dafür sorgen, dass diese menschenverachtenden, respektlosen Kreaturen weich fallen und mit einem satten Monatsgehalt aufgefangen werden. Ihr von der Rathausmafia habt nicht einmal mehr Respekt vor euch selber, vor euren Familien und Freunden denn sonst würdet ihr euch nicht so verhalten. Ich hoffe dass die Abwahl gelingt denn nur so haben wir Bürger unserer Stadt die Möglichkeit diesen eiskalten CLAN zu erniedrigen, die ganze Bande aus der Stadt zu jagen und der Öffentlichkeit zu zeigen, wir sagen NEIN zu der korrupten Bande, wir in Duisburg wehren uns!!!!! Als berechtigt ausgemachtes Feindbild sollte man den Zorn der Masse nicht grenzenlos auf sich ziehen, ist noch nie gut gegangen.
06:26
Genau 79.149 Duisburger (Stand: 13.30 Uhr) haben die Listen der Initiative unterschrieben.
Falsch, es gibt vielleicht so viele Unterschriften aber es würde mich doch wundern, wenn schon alle überprüft sind.
02:15
Nur mal so zur Info, da hat einer der User geschrieben, der OB hat doch garnichts gemacht das wären doch alles seine Kollegen gewesen die alles angeordnet hätten. Fakt ist doch wohl das der OB der Leiter der Behörde ist und damit die Gesamtverantwortung trägt und sich normaler weise vor seine Mitarbeiter stellt, wenn etwas in irgend einer Form passiert.Entweder ist er verantworlich und zieht die Konsequenzen oder er ist nicht verantwortlich dann hat er an dieser Stelle nichts zu suchen. Schon alleine das er gesagt hat ich habe nichts unterschrieben ich bin nicht in der Verantwortung, das ist eine Frechheit, die sich sonst kein Chef erlauben könnte.Solch einen feigen OB kann ich nicht mehr akzeptieren und da werde ich wohl nicht alleine für stehen.
00:24
#70 von taosnm , am 17.10.2011 um 20:59
Die Leute vom Neuanfang hatten keine Zeit zum
arbeiten,vielleicht sind es Hartz 4-Leute.
#68 von Poulver , am 17.10.2011 um 19:47
Hallo, taosnm: Ist @poulver nicht rührend in seiner Unbedarftheit? Es gibt in dieser Republik Rentner, Vorruheständler, freiberuflich Tätige und Leute, die sich für wichtige Termine Urlaub nehmen. Na, watt nu, @Poulver?
21:22
#42 von Poirot
Ich schlage Sie als neues Feindbild vor. Solch einen Stuss habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Wenn es nicht so peinlich wäre würde ich darüber lachen.
20:59
#68 Poulver
Manches Mal schon habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet die Sauerland-Befürworter so kenntnisfrei sind und selbst vor Verleumdung und übler Nachrede nicht zurückschrecken. Ob er wohl auch noch darauf stolz ist, solche Befürworter zu haben?
20:41
@64 bunt
Das was Sie meinen war 1933, da wurden Menschen gezwungen/ zur Wahlurne getragen um jemand bestimmten zu wählen!
Und wer sich hier so seine Gedanken um sein teuer Geld macht, mal ein Beispiel: Wir in MH haben nun keine Baudezernentin mehr, weil 60 Mille im Jahr gespart werden sollen. Da die gute Helga Harris Sander nicht wiedergewählt wurde (Grüne würden vielleicht auch abgewählt sagen ;) ), kostet die Frau das Stadtsäckel 55 Mille im Jahr. So what!
Jeder, der hier von Geldverschwendung (Top-Witz) redet oder gar von Hetze und Mobbing, sollte noch mal in sich gehen, den Fernseher anschalten und mir dann sagen, auf welchem Kanal man einen vetrauenswürdigen Politiker sehen kann.
19:47
Die Leute vom Neuanfang hatten keine Zeit zum
arbeiten,vielleicht sind es Hartz 4-Leute.