5000 Demonstranten stellen sich Pegida und Dügida in den Weg

Vor dem Theater in Duisburg protestieren im Tausende Menschen gegen Pegida.
Vor dem Theater in Duisburg protestieren im Tausende Menschen gegen Pegida.
Foto: Ilja Höpping / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In Duisburg und Düsseldorf protestierten am Montag insgesamt etwa 5000 Demonstranten gegen die Pegida- und Dügida-Bewegung. Der Abend zum Nachlesen.

Duisburg/Düsseldorf.. Die Proteste gegen die Kundgebungen islamfeindlicher Gruppierungen in NRW gehen weiter. In Duisburg und Düsseldorf haben Montagabend Tausende Menschen Flagge gegen Pegida und Dügida gezeigt. Der Abend zum Nachlesen in unserer Chronik.

  • In Duisburg erteilten nach Polizeiangaben etwa 4000 Gegenprotestler 600 Pegida-Anhängern eine Abfuhr.
  • Unter den Pegida-Demonstranten waren laut Polizei auch 250 "aggressive Hooligans der Hogesa-Bewegung (Hooligans gegen Salafisten).
  • Drei Polizisten wurden beim Versuch linker Gegendemonstranten eine Polizeisperre zu durchbrechen verletzt. Zwei Beamte wurden von Wurfgeschossen getroffen, einer wurde mit einem Verkehrsschild geschlagen.
  • Einen weiteren Mann nahm die Polizei am Krankenhaus fest. Er war dort auf Polizisten losgegangen, die auf ihre verletzten Kollegen warteten.
  • Ein Gegendemonstrant wurde wegen des Zündens eines Bengalos (Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz) festgenommen.
  • In Düsseldorf gingen diesmal weit weniger Menschen als vorige Woche auf die Straße: Die Polizei zählte 160 Dügida-Anhänger und gut 1000 Gegendemonstranten.
  • Sechs Männer und eine Frau wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen und einem Richter vorgeführt, weil sie unter anderem Teleskopschlagstöcke und Quarzhandschuhe dabei hatten.
  • Beide Hauptbahnhöfe waren zeitweise gesperrt.

21.28 Uhr, Düsseldorf: Der Hauptbahnhof wird in dieser Minute freigegeben. Damit schließen wir unseren Liveticker.

21.02 Uhr, Düsseldorf: Jetzt ist auch der Düsseldorfer Hauptbahnhof vorübergehend gesperrt, damit die Dügida-Demonstranten die Heimreise antreten können.

20.54 Uhr Düsseldorf: Die Dügida-Demo ist nun auch beendet.

20.52 Uhr, Duisburg: Auf Seiten der Pegida hatten sich am Hauptbahnhof nach Schätzungen der Polizei zunächst 400 Anhänger versammelt. Während des Demonstrationszuges hätten sich dann 200 weitere Pegida-Unterstützer angeschlossen, sodass die Polizei nun von insgesamt 600 Demonstranten spricht. Auf der anderen Seite standen insgesamt etwa 4000 Gegendemonstranten.

20.48 Uhr, Düsseldorf: In Düsseldorf skandieren jetzt einige Demonstranten in den Reihen der Dügida "Wir sind Hogesa", berichtet unsere Reporterin.

20.40 Uhr, Düsseldorf: Im Vorfeld der Düsseldorfer Demos hat es sechs vorläufige Festnahmen von Dügida-Anhängern wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegeben. Sie trugen Quarzhandschuhe und Teleskopschlagstöcke.

20.37 Uhr, Duisburg: Der Hauptbahnhof ist wieder frei zugänglich. Jetzt geht es ans Aufräumen. Die ersten Straßensperren werden abgebaut.

20.25 Uhr, Düsseldorf: Die offiziellen Zahlen zur Dügida-Demo: 160 Teilnehmer auf Seiten der Anti-Islam-Bewegung und mehr als 1000 auf Seiten der Gegendemonstranten. Die Zwischenkundgebung ist jetzt beendet und die Dügida-Anhänger gehen zurück zur Bismarckstraße. Dort soll noch eine Abschlusskundgebung stattfinden.

20.20 Uhr, Duisburg: Kurzer Nachtrag zu der Auseinandersetzung an der Güntherstraße am Kantpark: Dort wurden laut Polizei insgesamt drei Polizisten von Demonstrationsteilnehmern verletzt, die den Pediga-Marsch stören und durchbrechen wollten. Zwei der Beamten wurden durch Wurfgeschosse verletzt, ein Polizist wurde mit einem Verkehrsschild attackiert.

20.13 Uhr, Duisburg: Es ist zu befürchten, dass Duisburg solche Demonstrationen wie heute nun weiter drohen. Sebastian Nobile, der Organisator der Pegida-Demo, hat sich mit den Worten "Nächste Woche wieder" verabschiedet. Pegida hatte nach ersten Demo-Anmeldung angekündigt, bis in den Juni hinein in Duisburg demonstrieren zu wollen. Auch zu Karneval und Ostern.

Duisburger Hauptbahnhof musste zeitweise gesperrt werden

20.09 Uhr, Duisburg: Der Hauptbahnhof ist jetzt komplett gesperrt, auch Pendler kommen weder rein noch raus.

20.03 Uhr, Duisburg: 400 Antifaschisten versuchen gerade durch den Bustunnel zum Hauptbahnhof zu gelangen. Die Polizei zieht Kräfte am Ostausgang zusammen, Mannschaftswagen preschen durch den Bustunnel. Jetzt ist auch die Saarstraße von der Kreuzung Landfermannstraße zum Hauptbahnhof gesperrt.

20.01 Uhr, Dinslaken: Ein deutliches Zeichen gegen Hass und Gewalt wollten auch mehr als 1000 Menschen in Dinslaken setzen. Offensichtlich war es vielen Dinslakenern wichtig, hier vor Ort eine Kerze anzuzünden und für das Miteinander von Religionen und Kulturen einzustehen. Vom Neutorplatz sendeten die Teilnehmer, unter denen auch sehr viele Muslime waren, ein deutliches Zeichen und verurteilten die Anschläge in Frankreich und Gewaltaktionen, wie sie die Anhänger der so genannten Lohberger Brigade verübt haben sollen.

19.54 Uhr, Duisburg: Die Pegida-Demo ist jetzt offiziell beendet. Die Gegendemo löst sich auch langsam auf.

19.47 Uhr, Düsseldorf: Dügida-Anmelderin Melanie Dittmer bekräftigt bei der Kundgebung noch einmal ihr Vorhaben, bis zum 27. April wöchentlich in Düsseldorf aufzulaufen.

19.46 Uhr, Duisburg: Im Hauptbahnhof hat die Bundespolizei, die gleich die Abreise der Demo-Teilnehmer begleitet, bereits in voller Schutzausrüstung Stellung bezogen.

19.42 Uhr, Duisburg: Am Hauptbahnhof ist es jetzt richtig laut. Während die Pegida-Anhänger "Wir sind das Volk" skandieren und auch Mittelfinger gezeigt werden, gibt die Gegenseite jetzt alles an Lautstärke. Wie unser Reporter schätzt, sind es auf Pegida-Seite 350 bis 400 Menschen. Der Demonstranten-Zug ist mittlerweile wieder am Ausgangspunkt Busbahnhof angekommen. Zwischenzeitlich war die Lage an der Güntherstraße eskaliert, als Gegendemonstranten versucht hatten, den Pegida-Marsch zu erreichen. Wie unsere Reporterin berichtet, sollen dort womöglich auch Flaschen und Böller geflogen sein.

19.39 Uhr Düsseldorf: Die Dügida-Anhänger bereiten gerade offenbar ihre Zwischenkundgebung vor MC Donald's vor. Diesmal sind auffallend mehr Frauen unter den Teilnehmern als vorige Woche. Eine Frau im Pelzmantel schwenkt eine Deutschlandfahne.

19.30 Uhr, Duisburg: Durch die zeitweise unübersichtliche Gemengelage am Duisburger Hauptbahnhof ist der friedliche Protest bei den beiden anderen Demonstrationen schon ein wenig untergegangen. Die Protestaktion der Initiative gegen Duisburger Zustände ist mittlerweile zu Ende. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link antwortet den Pegida-Demonstranten bei der Gegedemo am Theater: "Die Würde des Menschen ist unantastbar - das ist unsere Antwort auf die platten Parolen von Pegida. Wir lassen nicht zu, dass die Stadt gespalten wird."

19.26 Uhr, Braunschweig: Die geplante Pegida-Demonstration in Braunschweig ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. "Zu gefährlich", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. Nach Polizeiangaben waren demnach rund 250 Anhänger der Braunschweiger Bewegung Bragida in der Stadt, diese wurden von Gegendemonstranten förmlich eingekreist. Rund 5000 Menschen demonstrierten gegen die islamkritische Bewegung.

19.25 Uhr, Düsseldorf: Jetzt hat sich auch die Dügida-Demo in Düsseldorf in Gang gesetzt. Begleitet wird der Demonstrationszug von "Nazis raus"- Rufen.

19.20 Uhr, Duisburg: Die Pegida-Teilnehmer ziehen jetzt los. Der Zug soll über die Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße und zurück über die Friedrich-Wilhelm-Straße zum Bahnhofsvorplatz gehen.

19.13 Uhr, Duisburg: Am Kaufhof ist es ruhig. Einige Gegendemonstranten stehen in kleinen Grüppchen in der Fußgängerzone verteilt. Die Polizei rückt langsam ab.

Deutlich weniger Demo-Teilnehmer in Düsseldorf als vorige Woche

19.04 Uhr, Düsseldorf: In Düsseldorf haben sich nach Polizeiangaben rund 80 Dügida-Demonstranten versammelt, denen mehrere Hundert Gegendemonstranten entgegen stehen. Viel weniger als vor einer Woche, als 5500 gezählt wurden.

19 Uhr, Duisburg: Die aktuelle Schätzung der Polizei, wie viele Menschen heute Abend in Duisburg unterwegs sind: Auf Pegida-Seite wurden 260 Unterstützer gezählt. Die Gegenprotestler haben rund 3500 Menschen mobilisieren können.

18.56 Uhr, Duisburg: Jetzt, wo sich die Lage am Hauptbahnhof etwas beruhigt hat, bestätigt die Polizei auch, dass es eine kleinere Eskalation gegeben hat. Unsere Reporterin berichtet, dass der Aachener Block auf dem Weg zur Pegida-Demo auf linke Gegendemonstranten getroffen ist und dabei Steine geflogen sind.

18.49 Uhr, Duisburg: Rund 4000 Gegendemonstranten sollen es laut DGB jetzt am Theater sein. "Duisburg ist bunt", heißt es da etwa auf Plakaten. Derweil bereitet sich die Polizei auch am Kaufhof, wo sich die Initiative gegen Duisburger Zustände versammelt, auf mögliche Eskalationen vor. Die Einsatzkräfte der Polizei haben nun ihre Helme aufgesetzt.

18.46 Uhr, Duisburg: Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob es einem Trupp Gegendemonstranten gelungen sei, direkt vor den Busreisebahnhof zu gelangen. In Sekundenbruchteilen hat die Polizei eine große Wand aufgebaut und sich dazwischengestellt. Dieser "schwarze Block" war aber nicht den Gegendemonstranten zuzurechnen, es handelt sich um Unterstützer aus Aachen. Dort gibt es eine sehr aktive Neonazi- und Hooligan-Szene.

18.40 Uhr, Duisburg: Im Hauptbahnhof selbst hat es eine kleine Auseinandersetzung gegeben, da einige Rechtsextreme aus Dortmund nach Duisburg gekommen sind. Das bestätigte uns gerade ein Sprecher der Polizei. Für kleinere Auseinandersetzungen sorgen auch immer wieder Pegida-Anhänger, die aus der Richtung Königstraße kommen.

18.38 Uhr, Düsseldorf: Es bleibt beim langen Zugweg mit Zwischenkundgebung für Dügida in Düsseldorf: Das Oberverwaltungsgericht NRW hat die Beschwerde der Düsseldorfer Polizei gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts vom Nachmittag nach knapper Beratung abgewiesen. Die Polizei hatte Dügida ursprünglich zur Auflage gemacht, nur bis zum Stresemannplatz zu ziehen, aus Sicherheitsgründen. Diese waren aus Sicht der Richter in Münster jedoch "nicht hinreichend dargetan".

18.34 Uhr, Duisburg: In der kleinen Straße "Am Buchenbaum" stehen sich jetzt die Unterstützer beider Lager gegenüber. Ein kleiner Trupp von 30 Leuten war aus der U-Bahn gekommen und hatte am Rande der Bahnhofsplatte faschistische Parolen gerufen. Daraufhin stürmten Teilnehmer der Gegendemo in diese Richtung. Es flog Pyrotechnik. Die Polizei trennte beide Gruppen.

18.28 Uhr, Duisburg: Um die 200 Anhänger der Pegida haben sich aktuell am Hauptbahnhof versammelt. Sebastian Nobile, der die Demo auch angemeldet hatte, erklärt zunächst die Sicherheitsauflagen, bevor er mit seiner Rede beginnt. Den Verantwortlichen in der Stadt, allen voran OB Sören Link, und den Stadtwerken, die zum Protest das Licht am Stadtwerketurm ausknipsen, wirft Nobile vor, gegen den Neutralitätsgedanken verstoßen zu haben. "Das war rechtlich nicht erlaubt." Die Pegida-Unterstützer quittieren dies mit Buh-Rufen.

18.23 Uhr, Duisburg: In der Bahnhofshalle ist es sehr voll. Dort werden gerade Polizeikräfte zusammengezogen, um Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten zu trennen. Es soll sich eine Gruppe aus der Dortmunder Rechtenszene angesagt haben.

Tausende Gegendemonstranten vor dem Theater Duisburg

18.15 Uhr, Duisburg: Vor dem Theater haben sich mittlerweile geschätzt etwa 2500 Gegendemonstranten versammelt. Und es werden immer mehr.

18.06 Uhr, Duisburg: Die Lage am Duisburger Hauptbahnhof ist friedlich. Rund 1000 Gegendemonstranten haben sich hier versammelt und skandieren "Nazis Raus", berichtet unser Reporter. Die Polizei trennt schon in der Eingangshalle des Bahnhofs Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten. Unter den Gegendemonstranten sind viele junge Leute und viele mit Migrationshintergund. In knapp einer halben Stunde, um 18.30 Uhr, soll auch die Gegendemo am Stadttheater beginnen. Mittlerweile haben sich dort ebenfalls an die 1000 Menschen versammelt. Auch ein paar Meter weiter, bei der Gegendemo am Kaufhof auf der Düsseldorfer Straße, wird es merklich voller.

17.57 Uhr, Duisburg: Im Vorfeld der Duisburger Demo haben fast 40 Organisationen, Verbände und alle DGB-Gewerkschaften die Menschen um Unterstützung beim Protest gegen Pegida aufgerufen. Auch Bürger aus den Kreisen Wesel und Kleve sind in die Innenstadt gekommen, um an der Gegendemo teilzunehmen. Eine von ihnen ist Anette Ziellenbach: "Ich arbeite zwar in Duisburg, wohne aber in Kerken und bin von Kerken extra hierhin gekommen. Ich will ein Zeichen setzen und zeigen, dass es auch andere Meinungen gibt als das, was da von Pegida vertreten wird. Das ist mir ganz, ganz wichtig."

17.49 Uhr, Düsseldorf: An der Karlstraße, Ecke Bismarckstraße sind derzeit etwa 150 Gegendemonstanten, sie fordern: "Stop Nazis". Rund 40 Personen haben derweil am Düsseldorfer Hauptbahnhof versucht eine Blockade zu errichten, um die Demonstranten von Dügida zu stoppen. Die Polizei konnte die Blockade allerdings verhindern.

17.43 Uhr, Duisburg: Wenn Pegida ab 18.30 Uhr durch die Duisburger Innenstadt spaziert, dann sollen die Anhänger dies im Dunkeln tun: Denn an vielen Orten - nicht nur der Duisburger Innenstadt - werden dann die Lichter ausgehen. Neben Theater und Stadtwerketurm wird etwa der Landschaftspark seine Kulisse verdunkeln und am Rathaus gehen die Lichter aus. Das Forum wird die Beleuchtung der Goldenen Leiter ausschalten und die Sparkasse am Kuhlenwall-Karree, das Lehmbruck-Museum und viele Duisburger Kirchen machen dunkel, unter anderem die Salvator- und die Marienkirche.

17.34 Uhr, Duisburg: Die "Initiative gegen Duisburger Zustände" hat ihre Kundgebung vor dem Kaufhof im Bereich Düsseldorfer Straße/Friedrich-Wilhelm-Straße begonnen. Derzeit sind dort etwa 70 Teilnehmer.

17.22 Uhr, Duisburg: Auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof sind jetzt etwa 100 bis 150 Gegendemonstranten. Sie skandieren: "Nazis raus!" Auch die ersten rund 30 Pegida-Teilnehmer sind schon angekommen. Ihre Kundgebung ist für 18 Uhr am Fernbusbahnhof an der Mercatorstraße geplant.

16.54 Uhr, Düsseldorf: Die Düsseldorfer Polizei hat kurz vor Start des Dügida-Aufmarsches gegen 18.30 Uhr Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf eingelegt. Das Gericht hatte am Nachmittag Auflagen der Polizei gekippt. Die Polizei hatte den Zugweg auf 290 Meter verkürzt und eine Zwischenkundgebung untersagt. Das zuständige Oberverwaltungsgericht für NRW in Münster will die Beschwerde der Polizei noch am Montagabend prüfen und bis Start der Demo entscheiden, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

16.42 Uhr, Duisburg: Die Polizei bringt sich in Position. Während neben dem Theater und dem Forum bisher nur vereinzelte Polizeiwagen zu sehen sind, reiht sich vor dem Hauptbahnhof bereits Mannschaftswagen an Mannschaftswagen. Wie von Stadt und Polizei angekündigt, werden auch bereits die ersten Autos vom Bahnhofsvorplatz abgeschleppt.

Die geplanten Protestaktionen in der Duisburger Innenstadt

Pegida selbst wird um 18 Uhr mit einer Kundgebung am Fernbusbahnhof an der Mercatorstraße beginnen. Anschließend wollen die Teilnehmer über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße und zurück über die Friedrich-Wilhelm-Straße zum Bahnhofsvorplatz ziehen. Laut Polizei rechnet Anmelder Sebastian Nobile mit etwa 500 Teilnehmern.

Auf der Seite der Gegendemonstranten rechnet die Polizei nach ersten Schätzungen insgesamt mit 1300 Teilnehmern. Wieviele Demonstranten nachher wirklich in der Duisburger Innenstadt unterwegs sind, kann von den Anmeldezahlen der Organisatoren aber noch abweichen.

Die Eckdaten der drei Anti-Pegida-Demonstrationen:

  • Der DGB demonstriert zwischen 18 und 20 Uhr im Bereich Landfermannstraße/Theatervorplatz. Die Veranstalter erwarten um die 1000 Teilnehmer. Dieser Protestveranstaltung haben sich die Parteien, Kirchen und weitere Duisburger Institutionen angeschlossen.
  • Die "Initiative gegen Duisburger Zustände" hat ihre Kundgebung von 17.30 bis 21.30 Uhr vor dem Kaufhof im Bereich Düsseldorfer Straße/Friedrich-Wilhelm-Straße und erwartet 200 Teilnehmer. Urspünglich war diese Gegendemo am Lifesaver geplant, doch da protestiert bereits der Verein Erwerbslose helfen Erwerbslosen mit seiner regulären "Montagsdemo".
  • Das "Duisburger Netzwerk gegen Rechts" plant eine Kundgebung ab 17.30 Uhr auf dem Hauptbahnhof auf dem Portsmouthplatz und erwartet um die 100 Teilnehmer.

Neben den Sperrungen richten Stadt und Polizei ab 16 Uhr Halteverbotszonen entlang der Zugstrecke ein, die bis zum Einsatzende der Polizei bestehen bleiben. Trotz der Aufläufe sollen die Fernreisebusse von der Haltestelle am Duisburger Hauptbahnhof weiter planmäßig abfahren.

Der Einstieg wird jedoch auf der Mercatorstraße (Nähe Gallenkampstraße) sein. Auch Fahrgäste der DVG müssen mit Verspätungen und kurzfristigen Umleitungen auf einigen Linien rechnen. Je nach Sperrung durch die Polizei können folgende Haltestellen und Buslinien betroffen sein:

  • Friedrich-Wilhelm-Platz, Lehmbruck-Museum, Tonhallenstraße, „Kremerstraße, Stadttheater und Schäferturm
  • 921, 923, 924, 926, 928, 929, 933, 934, 937, 939, 944, SB10 und SB30

Die geplanten Protestaktionen in Düsseldorf

Im Streit um den gekürzten Zugweg bei dem für diesen Montagabend in der Düsseldorfer Innenstadt geplanten nächsten Aufmarsch des Bündnisses "Dügida", haben die Organisatoren am Montagnachmittag einen Erfolg vor Gericht erreicht. Das Verwaltungsgericht hat verfügt, dass die Polizei den Zugweg nicht verkürzen darf. Auch die von der Polizei zuvor untersagte Zwischenkundgebung darf stattfinden.

Anders als in der vergangenen Woche versammelt sich "Dügida" diesmal zum Start der Demo auf der Bismarckstraße am Hauptbahnhof. Dagegen lag laut einem Gerichtssprecher keine Beschwerde vor.

Präses Rekowski und Ministerin Löhrmann sprechen bei Protest am DGB-Haus

Unterdessen sind für diesen Montagabend vier Gegenveranstaltungen von der Polizei genehmigt worden. Der Düsseldorfer Appell wird wieder zur Kundgebung vorm DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße einladen; Unter anderem wollen dort Manfred Rekowski, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, und die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann Reden halten.

Die Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ will an zwei Punkten – Karl-Rudolf-Straße und Mintropstraße – protestieren. Das „NoDügida“-Bündnis stellt sich am nordöstlichen Seiteneingang des Hauptbahnhofes auf.