Duisburg

33. Duisburger Radwandertag präsentiert viel Sehenswertes

Auch der Rheinpark in Hochfeld mit Blick auf die Brücke der Solidarität wird auf dem Rundkurs der 33. Duisburger Radwanderung angesteuert.
Auch der Rheinpark in Hochfeld mit Blick auf die Brücke der Solidarität wird auf dem Rundkurs der 33. Duisburger Radwanderung angesteuert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In den Westen der Stadt führt die Route des 33. Duisburger Radwandertages am Sonntag, 26. April. Auf der Königstraße gibt’s ein Fest rund ums Zweirad.

Duisburg. Wie lassen sich umweltfreundlicher und stressfreier die reizvollen Orte der Heimatstadt kennen lernen als auf dem Rad? Blühende Wiesen schmiegen sich an Industriekulissen, verträumt gelegene Fachwerkhäuser vermitteln ländlichen Charme, auf den Wasserstraßen als Lebensadern der Region tuckern gemächlich Handels- und Ausflugsschiffe vorbei. Ein Vortrupp hat sich mit den Tour-Organisatoren des Stadtsportbundes auf den Weg gemacht und die 42 Kilometer lange Strecke der 33. Duisburger Radwanderung erkundet. Am Sonntag, 26. April, können Leser Sehenswertes der Stadt wieder aus der Sattel-Perspektive erleben.

Für die Zeitung und ihre Leser ist das gemeinsame Radeln längst zur Tradition geworden. Im Laufe der Jahre ist auch die letzte versteckte Ecke im Stadtgebiet für die Radler entdeckt worden. Der Stadtsportbund organisiert zum dritten Mal die Rundreise, bei der ein Bild vermittelt wird, das die Kontraste Duisburgs deutlich werden lässt.

Die frische Rheinluft einatmen

Wer an der Königstraße startet und sich über Hochfeld in Richtung Westen auf den Weg macht, der merkt schnell, dass sich die Verkehrsplaner in den Vorjahren häufiger Gedanken darüber gemacht haben, wie auch Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern sicher ans Ziel gelangen können. Deshalb weicht der Vortrupp den asphaltierten Hauptschlagadern aus und erreicht über die Hochfelder Bocksbarttrasse schnell den Rheinpark. Die Fahrt am Rheinufer entlang vermittelt das Gefühl, dass der Strom doch zur Innenstadt gehören könnte. Es lohnt sich, abzusteigen, die frische Rheinluft einzuatmen, den Verkehr auf dem Wasser zu beobachten oder sich beim „Ziegenpeter“ zu stärken. Den Rhein von oben erleben die Tourfahrer dann bei der Brückenüberquerung.

Wer den zweiten Schluck aus der Wasserflasche nehmen oder sich mit fester Nahrung versorgen möchte, kann bei der Tour eine Pause bei der VSG Rheinhausen einlegen. Hier ist der erste Stempel für den Teilnehmerpass fällig. Gleichzeitig teilt sich die Tour, um den jüngsten Nachwuchs auf eine 20 Kilometer lange Reise bis zur Sportanlage des Homberger TV zu schicken.

Eindrucksvolles Bild von der Größe des ehemaligen Stahlwerks

Die Langzeitradler machen sich weiter auf den Weg zum ehemaligen Krupp-Gelände und können sich ein eindrucksvolles Bild machen von der Größe des früheren Stahlwerks. Wie stählerne Giganten stapeln sich unzählige Container auf dem Logport-Gelände, das ab 1999 zum Logistikcenter ausgebaut wurde. Die Bliersheimer Villen, in denen einst das Führungspersonal des Konzerns residierte, zeugen von der früheren Blüte der Stahlindustrie in Rheinhausen.

Vogelgezwitscher empfängt die Radler entlang der Friemersheimer Rheinaue. Ungezählte Amphibien in dem Naturschutzgebiet profitieren davon, dass der Mensch die Landschaft in Ruhe gelassen hat. Vollgesaugt mit Impressionen ländlicher Idylle geht’s weiter an Feldern, Pferdekoppeln, Seen und Gehöften vorbei, bis die Kontrollstelle beim Rumelner TV erreicht ist. Bei kurzen Abstechern rollen die Räder auch über Moerser und Krefelder Gebiet. Vorbei am Schwafheimer Bergsee passiert das Radteam das Naturschutzgebiet Essenberger Bruch, erreicht schließlich die Kontrollstelle beim Homberger TV. Der Verein will die Radler am 26. April mit einem Familienspielfest unterhalten.

Verwinkelte Gassen machen den Charme Ruhrorts aus

Über die Friedrich-Ebert-Brücke geht’s nach Ruhrort. Einige Passagen lassen erahnen, dass verwinkelte Gassen einst den Charme des Stadtteils ausmachten. Am Leinpfad ist Durchatmen angesagt: Hafenluft genießen und von der fernen Welt träumen. Bei der letzten Etappe geht es geruhsam entlang der Ruhr zur Rheinmündung mit Blick auf die Rheinorange zurück zur Königstraße in der Innenstadt. Das Ganze dauerte etwa vier Stunden.

Vier Start- und Kontrollstellen für die Teilnehmerpässe

Bei der 33. Duisburger Radwanderung am Sonntag, 26. April, gibt es mit Beginn um 9 Uhr insgesamt vier Start- und Kontrollstellen: an der Königstraße in der Innenstadt (vor der Hauptstelle der Sparkasse), bei der VSG Rheinhausen (Fährstraße), beim Rumelner TV (Am Sportplatz 15) und beim Homberger TV (Friesenplatz 1) geöffnet. Dort können die Teilnehmer ihren Pass abstempeln lassen. Die Teilnehmerpässe können beim Start oder vorher beim Stadtsportbund, im Ruhr-Visitorcenter im City-Palais, in der Hauptstelle der Sparkasse an der Königstraße, beim ADFC an der Mülheimer Straße in Duissern sowie im WAZ-Leserladen am Harry-Epstein-Platz 2 in der Innenstadt kostenlos erworben werden.

Kontrollstellen sind bis 17 Uhr geöffnet

Alle vier Kontrollstellen sind bis 17 Uhr geöffnet. Jeder Radler, der seine vier Stempel vorweist, erhält eine Urkunde. Unter den Teilnehmern werden zwei Fahrräder verlost, die von Little John Bike und Hardacker gestiftet wurden.

Parallel zur Radwanderung findet auf der Königstraße ein Fahrradmarkt statt. Die Polizei testet das Fahrverhalten beim Pedelec-Training und vergibt bei erfolgreichem Sicherheitstest Plaketten. Auf Elektro-Lastenrädern wird die Standfestigkeit demonstriert. Das Verkehrssicherheits-Netzwerk „Duisburg. Aber sicher!“ wird dort über die Gefahren informieren, die im „toten Winkel“ von Lkw und Bussen für Radfahrer lauern. Eine Verpflegung gibt’s im Freiluft-Café.