25 Jahre Wasserski am Toeppersee

Michael König sitzt auf der Terrasse im Wintergarten. Noch ist wenig los an der Wasserski- und Freizeitanlage am Toeppersee. „So eine leere Terrasse ist im Mai schon eine Seltenheit“, sagt seine Frau Anette. Beklagen will sich das Ehepaar nicht. Der Sommer 2014 war lang und gut für das Geschäft. „Der März und April waren enorm“, so Michael König. Und ohnehin führen sie ihr Geschäft schon so 25 Jahren. So lange ist es nämlich her, dass Michael König sich entschloss Wasserski nach Rheinhausen zu bringen.

Aktiv Wasserski gefahren

Schuld an der Geschäftsidee war eine Wette. „Früher bin ich selbst noch aktiv Wasserski gefahren“, erzählt König. Bei einer Meisterschaft kam der mit Bekannten ins Gespräch. Sie erzählten, dass sie gerade eine Wasserski-Anlage bauen. In drei Jahren wollten sie fertig sein. König war überzeugt, dass er es schneller schafft. Ein Handschlag und die Wette galt. Warum er gewettet hat, das weiß er nicht mehr genau. „Viel war es nicht“, sagt er, „ich glaube eine Kiste Bier.“

Den Ehrgeiz weckte es in ihm. Zusammen mit einigen Freunden machte er sich auf die Suche nach einem See. Sie waren in Duisburg und am Niederrhein unterwegs und schließlich entdeckten sie den Toepersee. Oder vielmehr die Tegge – den kleinen Nachbarsee vom Toepper. Dort liegt die Wasserskianlage.

Das war an einem Tag im Dezember. „Wir haben zur Insel in der Mitte des Sees geschaut und uns gefragt, wie weit es wohl bis dahin ist“, so König. Erst warfen sie Steine, um die Entfernung zu schätzen. Dann zog ein Freund sich bis auf die Unterhose aus und sprang ins eiskalte Wasser und schwamm mit einem Seil zur Insel. „Passt“, dachte König damals. Die Reichweite war in Ordnung, um die Seile für eine Wasserski-Anlage zu spannen. Die Pläne änderten sich aber später. Heute führen die Seile der Wasserski-Anlage nicht in Richtung der grünen Insel.

„Dann haben wir Kontakt mit der Stadt aufgenommen“, sagt er. Von den ersten Gesprächen bis zur Genehmigung dauerte es zwei Jahre. Die Wette gewann König. Seitdem ist die Anlage beständig gewachsen.

Ob er sich wieder so Hals über Kopf in die Geschäftsidee stürzten würde? „Nein“, sagt König, „ich würde wahrscheinlich etwas mit Immobilien machen, das ist nicht so saisonabhängig.“ Danach lacht er.

Und, dass er mit seinem Geschäft nicht allzu sehr hadert, das zeigt auch, dass die nächste Generation bereits in den Startlöchern steht. Wenn sein Sohn nächstes Jahr mit dem Studium fertig ist, dann soll er mit in die Geschäftsführung einsteigen. „Zwei Jahre später wollen wir uns dann zurückziehen“, sagt er. Seine Frau lacht. „Das werden wohl eher sieben Jahre.“ Bis zum nächsten Jubiläum reicht das allemal.