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24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft

21.10.2009 | 18:50 Uhr
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft

Duisburg. Die Einsatzhundertschaft der Polizei schiebt mehr als 24 000 Überstunden vor sich her. In fünf bis sechs Jahren erwartet der Personalratsvorsitzende Weert Albers trotz der erhöhten Einstellungszahlen bei der Polizei sogar noch eine Zuspitzung der Situation.

Die Duisburger Einsatzhundertschaft der Polizei schiebt 24 000 Überstunden vor sich her. Diese Zahlen nannte der Personalratsvorsitzende Weert Albers der Redaktion. „Rechnet man die Alarmzüge hinzu, kommen noch einmal 3600 Überstunden hinzu.” Die Mitglieder der Alarmzüge gehören zum normalen Wechseldienst, verstärken jedoch bei bestimmten Einsatzlagen die Einsatzhundertschaft.

Bei der Einsatzhundertschaft ist man bemüht, die Überstunden durch Freizeit auszugleichen. Das gilt für ein Jahr. Erst danach besteht Anspruch darauf, dass die Überstunden finanziell abgegolten werden. „Das möchten aber die wenigsten Kollegen”, erklärt Weert Albers. „Die meisten haben lieber einen Freizeitausgleich. Zumal die Zulagen für Überstunden nur gering sind.”

Altlasten vom G8-Gipfel

Die durchschnittlich 200 Überstunden pro Polizist der Einsatzhundertschaft (sie besteht aus rund 120 Beamten) resultieren teilweise noch aus den Einsätzen während G8-Gipfels von Heiligendamm. Oft sind es auch Duisburger Polizisten, die während der Mai-Krawalle in Berlin eingesetzt sind. „Sie werden auch in andere Bundesländer gerufen, weil dort zum Teil nur zwei Hundertschaften existieren.”

In den letzten drei Wochen rückten Teile der Einsatzhundertschaft nach Köln aus (Sicherung eines Gerichtsverfahrens gegen einen Tschetschenen), zu einer Demonstration nach Leipzig (eigentlich war an diesem Wochenende Freizeitausgleich geplant) und zur Sicherung nach dem gewaltsamen Tod eines Mitglieds der Bandidos; dazu Einsätze bei Fußballspielen. Weert Albers: „Da sind die Kollegen kaum aus den Stiefeln gekommen.”

Zuspitzung durch Pensionierungen

In fünf bis sechs Jahren erwartet Weert Albers trotz der erhöhten Einstellungszahlen bei der Polizei eine Zuspitzung der Situation: „Dann gibt es eine ganze Pensionierungswelle.” Sie habe ihre Ursache in der Zeit, als die Rote Armee Fraktion (RAF) mit ihren Terroranschlägen die Bundesrepublik erschütterte: „Damals wurden viele Polizisten eingestellt, die dann in den Ruhestand gehen werden. Die Stellen können auch bei der derzeitigen Einstellungspraxis so schnell nicht alle besetzt werden”, fürchtet er. Im Gegensatz zu anderen Bereichen ist die Entlastung durch Technik bei der Polizei begrenzt.

Schon jetzt sei es so häufig so, dass man nur noch reagieren statt agieren könne. Die Polizei fahre zwar Einsätze, aber große Kontrollen, die der Präsenz und der Vorbeugung dienten, seien seltener geworden.

Alfons Winterseel

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Kommentare
25.10.2009
11:42
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von XXX | #19

Ich bezahl den nächsten Handwerker auch erst in einem Jahr für die geleistete Arbeit ; )
Warum wird nicht einfach alles noch weiter nach hinten verschoben?
Es würde dem Land sicherlich Millionen bringen, wenn alle Beamten einfach einen Monat auf die Bezüge verzichten würden und das Oktobergehalt erst im November gezahlt wird. ; )

22.10.2009
15:42
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von kerchak | #18

@15: Feuerwehrmann kann man nicht einfach Studieren. Man braucht 3 Ausbildungsberufe und schon ist man es.

22.10.2009
14:19
Blockierter Kommentar.
von Entfilzer | #17

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22.10.2009
14:17
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von Dominion | #16

Es geht nicht darum, ob Hundertschaften sich irgendwo die Beine in den Bauch stehen. Da stehen die doch nicht weil es so unterhaltsam ist. Das ist doch billige Meinungsmache. Schliesslich wollen die die Kritiker a` la # 11 oder # 13 im ernstfall vor rasenden Rockern, Demonstranten, Anarchisten, Feueralarm und, und, und... geschützt werden. Gewalt am Bürger?!? Das besorgen die Bürger bereits untereinander, dafür braucht man keine Staatsdiener. Richtig ist, dass das nicht nur ein Phänomen der beamteten Staatsdiener ist. Das zieht sich bei den kommunalen-, bzw. der Arbeitgeber Bund und Länder durch sämtliche Ebenen. Es kann nicht sein, dass man bei diesen Misständen noch mehr die Schraube anzieht. Langfristig bricht das Kartenhaus zusammen, uns das auf Kosten der dämlichen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, denen es angeblich so gut geht und nur aus Spass an der Freud sich durch den Arbeitstag mühen. Beschämend, dass es Leute gibt, die das erheiternd finden.

22.10.2009
11:21
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von kerchak | #15

Bei den Feuerwehren sieht es nicht anders aus. Nur das der Polizist mit einer Bezahlung anfängt die der Feuerwehrmann in 30 Jahren Dienst nie erreichen wird!!!!

22.10.2009
09:36
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von Unholy | #14

Wer ist Weert Albers??

22.10.2009
09:21
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von sich-Fragender | #13

Die Hundertschaften, stehen doch nur für Gewalt an dem Bürger....

22.10.2009
09:15
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von Kopfschüttel | #12

@ Herr Latz

Zimlich sinnfreies Posting.
Eine Hundertschaft hat Sie sicherlich noch nie geblitzt.

21.10.2009
23:52
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von Herr Latz | #11

Ein Tschetschene, Bandidos und schlimme Fußballspiele... aha ... solange die Jungs noch genug Zeit haben mit 20 Mann am Strassenrand zu stehen, um mit ihren Laserpistolen die Bürger zu belästigen, ist doch alles in feinster Ordnung...

21.10.2009
23:50
24 000 Überstunden bei Duisburger Hundertschaft
von politiker | #10

@ Weert Albers: Überstunden kann man sich erst nach einem Jahr auszahlen lassen, das ist richtig. Nur zuvor müssen die Beamten 1 Jahr lang jede Woche 41 Stunden ableisten, sonst werden diese Überstunden nie auszahlbar!!! Das heißt: 70 (es sind sogar über 100) Stunden in der 1. Mai - Woche in Berlin arbeiten, 30 Stunden in der Folgewoche arbeiten und man kann sich NICHTS auszahlen lassen!!! Erst nach einem Jahr dauerhaft mindestens 41 Stunden die Woche arbeiten gelangt man an auszahlbare Stunden.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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