21-jähriger Flüchtling in Asylunterkunft mit Messer verletzt

In der Flüchtlings-Notunterkunft an der Paul-Rücker-Straße in Duisburg wurde ein Mann verletzt.
In der Flüchtlings-Notunterkunft an der Paul-Rücker-Straße in Duisburg wurde ein Mann verletzt.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
In einer Notunterkunft an der Paul-Rücker-Straße in Duisburg wurde am Donnerstag ein Bewohner mit einem Messer attackiert und verletzt.

Duisburg.. In der Flüchtlings-Notunterkunft an der Paul-Rücker-Straße ist es am Donnerstag zu einem Angriff auf einen Bewohner der Unterkunft gekommen. Während eines Streits zwischen zwei Männern aus Nordafrika hat ein 23-jähriger Mann offenbar einen 21-jährigen Asylbewerber mit einem Messer verletzt.

Die Polizei war bereits kurz nach der Tat vor Ort und konnte den Angreifer in Gewahrsam nehmen. Der verletzte Bewohner wurde mit Messerstichen im Arm ins Krankenhaus gebracht.

35 Asylbewerber in Notunterkunft

Während die Polizei bisher von einem Streit zwischen zwei Bewohnern der Notunterkunft spricht, teilte die Stadt Duisburg auf Nachfrage zunächst mit, dass der 23-Jährige Angreifer nicht in der Einrichtung an der Paul-Rücker-Straße lebt, sondern zu Besuch dort gewesen sein soll.

In einer späteren Mitteilung korrigierte die Stadt diese Aussage und erklärte: "Der Täter war doch ein Bewohner der Notunterkunft. Dieser war deswegen nicht sofort als Bewohner zu identifizieren, da er insgesamt sechs verschiedene Identitäten nutzte, die so nicht bei der Heimleitung bekannt waren."

Hintergrund des Streits unklar

Zum Hintergrund des Streits ist bisher noch nichts bekannt. Der Angreifer wird von der Polizei verhört.

In der Unterkunft in Neuenkamp, die erst seit dem 1. Juli besteht, leben zurzeit 35 Personen. In der Turnhalle neben der alten Hauptschule an der Paul-Rücker-Straße, die kurzfristig als Notunterkunft hergerichtet wurde, sollen insgesamt bis zu 75 Asylsuchende untergebracht werden.

Im nächsten Jahr wird dann auch die Schule als Asylbewerberheim in Betrieb genommen. Die Stadt rechnet für Juli mit rund 300 neuen Asylbewerbern, die in Duisburg ankommen.

Das Gebäude wird durch eine Hausverwaltung und einen Sicherheitsdienst betreut, teilt die Stadt mit. Dennoch komme es immer wieder zu Streitereien zwischen den Bewohnern in verschiedenen Unterkünften, so ein Sprecher der Polizei. (sat/FP)