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Radschnellweg Ruhr

2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen

05.09.2012 | 10:00 Uhr
Beim „Still-Leben A 40“ im Kulturhauptstadtjahr eine eintägige Ausnahme, 2020 vielleicht schon Alltag: Ein Schnellweg nur für Radfahrer.Foto: Katrin Figge

Duisburg.  Die Idee vom „Radschnellweg Ruhr“ von Duisburg bis Hamm wurde schon viel diskutiert - jetzt scheint aber Bewegung in das Projekt zu kommen. Wie konkret die Pläne für die Radautobahn durchs Ruhrgebiet schon sind, wann sie umgesetzt werden sollen und was genau auf Duisburg zukommt, erfahren Sie hier.

Wenn es nach Michael Groschek geht, könnte alles jetzt ganz schnell gehen. Der Landesverkehrsminister äußerte in dieser Woche gegenüber der WAZ Mediengruppe, er könne sich vorstellen, dass die NRW-Radautobahn in Teilen bereits 2014 befahrbar ist. Dabei ist die Idee vom „Radschnellweg Ruhr “, einem Radweg von Duisburg bis Hamm, nicht einmal viel älter als ein Jahr und immer noch in der Entstehung. Trotzdem wurde sie schon viel diskutiert.

Wie ist der Stand des Projekts? Was bedeutet es für Duisburg? Ein Überblick.

Woher kommt die Idee?

Vom Regionalverband Ruhr (RVR). Der Verband der Kreise und kreisfreien Städte des Ruhrgebiets hat in seiner Verbandsversammlung im Juni 2011 einstimmig beschlossen, eine Konzeptstudie für den Radschnellweg in Auftrag zu geben. Sie sollte über grundsätzliche Machbarkeit und Potenziale aufklären. Ende 2011 lag die Studie des des Dortmunder Büros „Planersocietät“ vor. Ihr Fazit: machbar.

Info
Rheinische Bahn: Früher Von Osterath Bis Dortmund

Mit „Rheinische Bahn“ ist die Trasse der früheren Bahnstrecke Osterath-Dortmund Süd gemeint. Sie wurde zwischen 1866 und 1874 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft erschlossen.

1959 wurden die ersten Streckenabschnitte vom Personenverkehr abgekapselt, heute ist die Strecke vielfach unterbrochen und stillgelegt.

Gleichzeitig unterzeichneten Landräte und die Oberbürgermeister der beteiligten Kommunen einen „Letter of intent“ (Absichtserklärung) für das Projekt.

Das Ziel des Ganzen: „Wir wollen das Radwegenetz nicht nur für den Freizeit-, sondern auch für den Alltagsverkehr tauglich machen“, sagt Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung beim RVR. Man erhofft sich, Berufsverkehr auf die Radwege zu verlagern

Was passiert aktuell?

Die Konzeptstudie diente dem RVR als Förderantrag für eine Machbarkeitsstudie, die konkrete Pläne für Wegeführung und Finanzierung liefern soll. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren für diese Studie. „Im Laufe des nächsten Jahres“ soll sie vorliegen, so Martin Tönnes.

Der Bund finanziert die 325.000 Euro teure Studie im Rahmen des Programms „Radwegeausbau an Bundesfernstraßen“. Der RVR und die beteiligten acht Kommunen unterstützen das Projekt personell mit einer Arbeitsgruppe. Duisburg ist dort vertreten durch Georg Puhe vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement.

Wie könnte die „Radautobahn“ aussehen?

Die grobe Idee: Weitgehend kreuzungsfrei von Duisburg bis nach Hamm. Vorbei an Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund. Rund 85 Kilometer. In jede Richtung Fahrstreifen von zweieinhalb Metern Breite. Nach Möglichkeit abends beleuchtet.

PanoramaRadweg - Luftbilder

Zum Teil sollen bestehende Radwege aus-, zum größeren Teil Strecken neu gebaut werden. Im westlichen Abschnitt vereinfachen alte Bahntrassen die Planung. Sie könnten mit relativ geringem Aufwand für den Radverkehr umgebaut werden, wie es beispielsweise auf der Erzbahntrasse zwischen Bochum und Gelsenkirchen bereits passiert ist. Der Lückenschluss zwischen Bochum und Hamm ist problematischer, teurer zu realisieren und bislang nur grob geplant.

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Kommentare
25.07.2013
11:56
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von Nobby.Brinks | #5

Wer möchte zwischen Xanten und Hamm über der Radautobahn fahren? Keiner!

RVR-Politiker möchten aber gerne 110 Millionen Euro ausgeben und eine Radautobahn mut Grünstreifen und Beleuchtung bauen!

03.07.2013
21:57
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von Shy_Eye | #4

Ich finde die Idee einfach nur MEGA Klasse und ich kann es kaum abwarten, bis die Radautobahn fertig ist.

Aber eines würde ich gerne verbessern bzw. weiterführen:

- städe wie Recklinghausen - Recklinghausen süd und Herne mit der Radautobahn verbinden

- Keinen schallschutz aus Plastik, sondern aus belebten Grün oder aus einem schönem hellen Mauerwerk

- Vielleicht auch Bäume pflanzen an den Rändern, im sommer ist es ein richtig schönes Erlebnis durch eine Allee von Bäumen zu fahren und spendet natürlich extra frischluft

- Dezente und schöne Beleuchtung, keine ollen hässlichen straßenlaternen


Mehr brauch man net sagen :-)))))

06.09.2012
09:58
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von Romie | #3

Was hat eine RAD - AUTO - BAHN mit einem Auto zu tuen? Wir sagen doch auch nicht AUTO - RAD - BAHN.

05.09.2012
20:36
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von orirar | #2

Wie wäre es die Schlaglöcher auf schon vorhandenen Radwegen auszubessern? Diese Radwege sind meist dort wo Menschen wohnen und bis zu fünf Kilometer zur Arnbeit fahren.

05.09.2012
15:49
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von dummmberger | #1

Wäre es möglich, das bescheuerte Wort "Radautobahn" durch "Radschnellweg" zu ersetzen, wie er ja in dem Artikel dann auch genannt wird?

1 Antwort
2015 soll die Radautobahn zwischen Essen und Duisburg stehen
von truckerchen | #1-1

Stimmt.

Und "Beim „Still-Leben A 40“ im Kulturhauptstadtjahr eine eintägige Ausnahme, 2020 vielleicht schon Alltag: Ein Schnellweg nur für Radfahrer." ist sachlich vollkommen falsch. Man hat doch nicht vor, eine Autobahn zu sperren, um sie für Radfahrer (und Fußgänger) freizugeben, sondern will eine eigenständige Trasse verwirklichen.

Wie ich diese Halb- und Unwahrheiten in der Presse doch liebe ...

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