20 Männer stürmen und verwüsten Duisburger Kneipe

Gegen 2.30 Uhr am Samstagmorgen ging der Notruf bei der Polizei ein, dass 20 Männer die Kneipe an der Essen-Steeler-Straße zerlegen würden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren die Männer aber schon wieder verschwunden.
Gegen 2.30 Uhr am Samstagmorgen ging der Notruf bei der Polizei ein, dass 20 Männer die Kneipe an der Essen-Steeler-Straße zerlegen würden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren die Männer aber schon wieder verschwunden.
Foto: Kerstin Kokoska
Mysteriöser Überfall auf eine Kneipe in Duisburg-Obermeiderich: 20 Männer schlagen Inneneinrichtung kurz und klein und verletzten vier Personen.

Duisburg.. Die Duisburger Polizei sucht Zeugen eines mysteriösen Überfalls auf eine Kneipe im Stadtteil Obermeiderich. In der Nacht zu Samstag, gegen 2.30 Uhr, waren 20 Männer in die Gaststätte an der Essen-Steeler-Straße gestürmt. Dort griffen sie den Wirt und drei Gäste an, die am Tresen standen.

Der 58 Jahre alte Pächter und die Besucher der Gaststätte wurden dabei verletzt. Einen 56 und einen 68 Jahre alten Gast brachte ein Rettungswagen schließlich ins Krankenhaus, das die beiden aber, so die Polizei auf eigenen Wunsch, nach ambulanter Behandlung wieder verließen.

Polizei rückte mit neun Streifenwagen an - Fahndung blieb erfolglos

Die unbekannten Angreifer beließen es nicht bei der körperlichen Attacke, sondern zerlegten auch noch das Interieur der Nansenstube. "Nahezu die komplette Inneneinrichtung inklusive der Türe zu den Toiletten haben sie zerstört, auch Zapfanlage und Getränken wurden nicht verschont", ergänzt Polizeisprecherin Daniela Krasch.

Dabei sollen die Angreifer auch bewaffnet gewesen sein. Womit genau, darüber gab es widersprüchliche Aussagen, so die Polizeisprecherin. Baseballschläger sollen es wohl nicht gewesen sein, möglicherweise aber Totschläger.

Noch bevor die Polizei mit neun Streifenwagen am Ort des Geschehens eintraf, waren die Schläger bereits verschwunden. Auch die Fahndung im Umfeld der Kneipe blieb in der Nacht erfolglos. Warum der Überfall stattgefunden haben könnte, das konnten sich die Anwesenden nicht erklären, heißt es weiter im Einsatzbericht der Polizei. Auch wer sie da auf dem Kieker hatte, dazu äußerten sich die Opfer des Überfalls offenbar nicht. Einen Rocker-Hintergrund schließen die Ermittler derzeit aus, der Rest müsse noch untersucht werden.

Deshalb hoffen die Ermittler des Kriminalkommissariats 34 nun umso mehr auf Hinweise von möglichen Zeugen, die in der fraglichen Nacht Verdächtiges beobachtet haben. Diese nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0203/2800 entgegen. (mawo/we)