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17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze

08.08.2008 | 18:25 Uhr

SPD-Aktionsplan gegen Kinderarmut wurde gestern vorgestellt. Oberbürgermeisterkandidat Jürgen C. Brandt fordert Aufstockung des Schulbuchfonds um 350 000 Euro

Kinderarmut ist in Deutschland leider nach wie vor ein Thema - auch in Duisburg.

SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Weis und SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen C. Brandt stellten gestern einen Maßnahmenkatalog des SPD-Parteipräsidiums zur Bekämpfung von Kinderarmut vor. Im bundesweiten "Aktionsplan für gleiche Lebenschancen: 10 Maßnahmen gegen Kinderarmut" stehen unter anderem die Forderung nach einer verbesserten Betreuungsqualität und das Ziel, Bildung vom Kindergarten bis zur Universität gebührenfrei anzubieten. In Duisburg leben 17 000 Kinder zwischen 0 und 15 Jahren unter der Armutsgrenze, berichtete OB-Kandidat Brandt. Quellen der Armut von Familien seien Arbeitslosigkeit, ein Migrationshintergrund und Kinderreichtum, habe der Sozialbericht aus dem vergangenen Jahr gezeigt. Arm, das bedeutet in Duisburg: Die Kinder können nicht voll am gesellschaftlichen und schulischen Leben teilnehmen, denn ihre Eltern leben von Transferleistungen. Man könne die Ursachen der Armut nicht bekämpfen, wolle aber ihre Auswirkungen auf die Kinder lindern, umriss Brandt das Ziel. Dafür müsse die Ganztagsbetreuung ausgebaut und eine warme Mahlzeit am Tag garantiert werden. Auch die Kapazitäten der ambulanten Tagespflege, in der zur Zeit rund 150 bedürftige Kinder Hausaufgaben machen und spielen, sei noch erweiterbar. Außerdem forderte Brandt eine Erhöhung des Schulbuchfonds. Die bislang rund 50 000 Euro will er auf 400 000 Euro aufstocken. "Bei einem Haushaltsumsatz von 1,8 Milliarden Euro muss das drin sein." Bundesweit sieht der Aktionsplan 100 Euro Unterstützung für Schulmittel pro Kind und Schuljahr vor. "Der Sozialbericht ist anderthalb Jahre alt. Die Stadtregierung muss Konsequenzen ziehen", so Brandt.

Von Julia Hildebrandt

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Kommentare
10.08.2008
16:12
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Jürgen | #11

Kinderarmut ist in Duisburg ein Tabuthema!
weil der erst jetzt eröffnete „Klettergarten“ an der Regattabahn erweitert werden soll, steht dem für bedürftige Kinder der zur Zeit zur Verfügung gestellte Platz für den „Kinderalarm“ lt. unseren Bürgermeister, nächstes Jahr nicht mehr zur Verfügung.
Ob nächstes Jahr ein Platz für den „Kinderalarm“ bereitgestellt werden kann, steht in den Sternen.
Dieses Jahr konnten nur 1540 Kinder daran teilnehmen.
Für weitere Kinder war kein Platz/Geld/Personal vorhanden.
Waren bisher 50 Euro für die dreiwöchige Betreuung notwendig, kostet das Programm künftig 55 Euro. Bedürftige müssen nur den „Sozialtarif” von 18 Euro zahlen. In den nächsten Jahr soll der Normalpreis jeweils um fünf Euro steigen. Wenn er denn überhaupt stattfindet.
Die Verantwortlichen sollten sich schämen!

10.08.2008
09:13
Blockierter Kommentar.
von Rheinhauser | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

10.08.2008
01:31
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Rainer Grün | #9

@ Pullmann

...Die Kinder aus einkommensschwachen Familien haben natürlich die gleichen Bildungschancen wie alle...

So einen Blödsinn kann nur ein SPD-Funktionär schreiben der nicht weiß was es bedeutet wenn Kindern das Geld fehlt für Stifte, Füller und Schulbücher. Die kosten nämlich Geld, das im Hartz IV-Regelsatz fehlt. Und das hat die asoziale verlogene SPD des Jürgen C. Brandt so beschlossen!!! Wer da noch so tut als sei er sozial ist einfach nur verlogen und täuscht die Bürger dieser Stadt!

09.08.2008
23:08
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von alfa | #8

Ach. Das sagt einer jener asozialen Sozen die mit Hartz IV dieses ganze gesellschaftliche Armutsdesaster geschaffen haben.
Im übrigen ist ein Grundeinkomemn keine Utopie, sondern durchasu umsetzbar.
Wenn sich jetzt allerdings ein ehemaliger Extrem Abschieber hier mit sozialen Parolen die er sowieso nicht hält Profiliert ist das extrem unglaubwürdig.
Brandt will an die Macht. Das ist alles. Dabei spielt er einfach mal alle Karten aus.

Im übrigen kostet Hartz IV Unsummen mehr als dei alte Regelung. Allein damit könnte man schon viel sinnvolles tun.

09.08.2008
18:33
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Kalli | #7

Die Forderung ist unbezahlbar, soll uns dieser Schaumschläger doch mal sagen wo er das Geld her holen will. Ach noch eins Herr Lügenbaron, warum haben Sie das alles nicht in Ihrer Amtszeit mit Bärbelchen gemacht. Was meinen Sie eigentlich wie dumm wir Duisburger sind.

09.08.2008
08:13
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Pullmann | #6

Wer ein bestimmtes Einkommen nicht erreicht, gilt als arm. Es ist völlig utopisch, jeder Familie aus staatlichen Transferleistungen ein Einkommen zu sichern, das sie über diese Einkommensgrenze bringt. Wer so etwas fordert, lebt nicht in der Realität.

Daher ist es richtig, die Auswirkungen für die Kinder möglichst auszugleichen. Die Vorschläge finde ich gut, auch wenn das Finanzierungsproblem locker übergangen wird.

Die Kinder aus einkommensschwachen Familien haben natürlich die gleichen Bildungschancen wie alle, es gibt kein Schulgeld, Bildung ist kostenlos. Allerdings muss man den Kindern helfen, ihre vorhandene Bildungschance zu nutzen. In diesem Sinne sind die Forderungen zu unterstützen

09.08.2008
06:52
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Rainer Grün | #5

Wer glaubt denn noch den heuchlerischen aSozialdemokraten auch nur ein Wort wenn sie ihre Krokodilstränen über die Kinderarmut vergießen?

Die Erfinder von HARTZ IV und Bedarfsgemeinschaft haben doch mit dafür gesorgt, dass es so schlimm gekommen ist!

Und im Übrigen haben diese SPD-Heuchler kein Problem damit den Kapitalgesellschaften und Vermögenden milliardenschwere Steuergeschenke zu machen während das KIndergeld viel zu niedrig ist und Kinder von Langzeitarbeitslosen dank HARTZ IV wesentlich schlechtere Bildungschancen haben.

08.08.2008
22:32
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Schurich | #4

Liebe Leser

Da bin ich gerade erst in Duisburg angekommen, und schon streitet die Politik über die gleichen Themen, wie im Landkreis Osnabrück. Es mag auch nur eine wage Vermutung von mir sein, dass es sich hier lediglich um ein wahltaktisch Manöver handelt. Es klingt nämlich gut!

Dabei wäre es auch gut, wenn kein Kind auf Bildung, erstklassige Bildung, verzichten muss, nur weil es arm ist. Doch was ist arm, was heißt Bildungschance, wie definiert die Duisburger SPD Lebenschance?

Wer mag, kann bei mir einen Fragebogen anfordern, der von der Arbeitslosenselbsthilfe Osnabrück entwickelt wurde, um einen Versuch der Antwort zu den oben gestellten Fragen zu finden. Sollte eine Nicht Parteien Organisation Lust haben, mit mir eine Umfrage in Duisburg zur Armut zu organisieren, melden Sie sich.

08.08.2008
22:01
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von Rheinhauser | #3

@didi

Was soll der Herr Brandt denn dazu sagen? Der ist doch noch kein OB, lass den doch erst einmal OB werden!
Sollte die Frage dich aktuell interessieren, stell diese doch einfach mal dem Herrn Sauerland ;-)

08.08.2008
21:18
17 000 Kinder leben unter der Armutsgrenze
von MAL ÄHRLICH | #2

Oh Didi, die leben iin ganz Duisburg, auch in Rahm und Duissern. Es trifft jeden! Frau Weiß hätte gegen die AGENDA 2010 stimmen sollen. Durch Schröder und Rot Grün haben wir das ganze Dilemma doch erst im Lande!

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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