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Zwischen närrischer Bundesliga und Kreisklasse

05.01.2009 | 16:42 Uhr

Karnevalisten steigern die Quantität der Fernsehsitzung und hoffen auch auf mehr Qualität, vor allem in der Bütt.

Dank der witzigen, bissigen und zuweilen politisch brisanten Mottowagen von Kreativkopf Jacques Tilly ist die Übertragung des Düsseldorfer Rosenmontagszugs regelmäßig ein Fernseh-Renner. Dagegen sind TV-Sitzungen für ARD und WDR ein närrischer Absturz von der Bundesliga in die Kreisklasse. Insbesondere die eklatante Humorflaute in der Bütt sorgt für einen äußerst übersichtlichen Amüsierfaktor. Jetzt geht das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) neue Wege, um die Sitzungen fernsehfreundlicher zu gestalten.

Dabei heißt das Motto: doppelte Chance. Hatten sich ARD und WDR zuletzt aus einem knapp fünfstündigen Programm in der Stadthalle bedient, so wird's am kommenden Donnerstag und Freitag zwei Abende mit identischem Mix aus Bütt, Gardetanz und Musik geben. „So haben die Künstler, die beim ersten Mal einen schlechten Tag erwischt haben, eine Möglichkeit sich besser zu präsentieren”, erklärt CC-Sprecher Hans-Peter Suchand.

Entnervt

aufgegeben

Außerdem lautet die Devise „kleiner, feiner, gemütlicher”: Fanden sonst 1450 Gäste in der Stadthalle Platz, sind es jetzt zwei Mal 800. Bis auf wenige Restkarten waren die Tickets schnell vergriffen. „Auch die Bühne wird etwas kleiner und ans Kopfende der Halle verlagert. Wir hoffen auf eine dichtere, familiärere Atmosphäre, so wie es in den vergangenen beiden Jahren bei der Prinzenkürung in den Rheinterrassen gelungen ist”, betont CC-Präsident Engelbert Oxenfort.

Programmzusammenstellung und Moderation liegen diesmal in einer Hand. CC-Literat Stefan Kleinehr übernimmt das Mikrofon von Prinzenclubchef Jobsi Driessen, der nach der völlig freudlosen Sitzung des Vorjahres entnervt aufgab. Als Ex-Prinz, Präsident des traditionsreichsten Karnevalsvereins AVDK und Bandleader der Swinging Fanfares bringt Kleinehr reichlich Bühnenerfahrung mit. Mit welchen Neuerungen der Literat für mehr Qualität sorgen will, das soll bis Donnerstag ein Geheimnis bleiben.

17 Programmpunkte

werden geboten

Auf jeden Fall dabei sind „Alt-Schuss”, die „Düssel-Disharmoniker” und der reimende Ex-Hoppeditz Jürgen-Hilger Höltgen. An beiden Abenden bekommen die Besucher jeweils 17 Programmpunkte geboten, für zwölf davon zeichnen die „Mosterpöttches”, die Gilde der Liederdichter, Parodisten und Musikanten, verantwortlich.

Rüdiger Hoff

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