Zwei Menschen bei Feuer schwer verletzt
14.02.2010 | 13:31 Uhr 2010-02-14T13:31:00+0100
Düsseldorf. Zwei Männer (60 und 30 Jahre alt) versuchten, einen Zimmerbrand selbst zu löschen. Dabei wurden sie so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in das Uniklinkum Aachen geflogen werden mussten. Lebensgefahr bestehe aber nicht.
Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich am Samstagmorgen in einem Mehrfamilienhaus an der Bernburger Straße abgespielt haben: Nachdem in der Erdgeschosswohnung ein Feuer ausgebrochen war, versuchten der 60-jährige Mieter und ein Nachbar aus dem ersten Obergeschoss (30) noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr die Flammen zu löschen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden beide Männer dabei so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungs-Hubschrauber in das Uniklinikum Aachen geflogen werden mussten. Dort werden die beiden Schwerverletzten zurzeit mittels einer Überdruckkammer behandelt. Lebensgefahr bestehe nicht, so ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage.
Mutter stand mit ihrem Kind auf dem Balkon
Es war kurz vor neun Uhr, als in der Erdgeschosswohnung ein Feuer ausgebrochen war. Vermutlich hatte sich längst vergessenes Essen auf dem Herd entzündet. Nicht nur die Flammen fraßen sich durch die Küche, die Geräte, die dadurch in Brand gesetzt wurden, entwickelten extrem viel Rauch - binnen weniger Minuten war das Treppenhaus völlig verqualmt, eine Mutter (27) und ihre beiden Kinder (1 und 5 Jahre alt) mussten von der alarmierten Feuerwehr aus ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss gerettet werden. Die kleine Familie wurde zum Glück nur leicht verletzt, allerdings wurden auch sie zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht.
Ein Stockwerk weiter, im zweiten Obergeschoss, stand eine Mutter mit ihrem kleinen Kind auf dem Balkon. Als klar war, dass sie durch das Feuer nicht gefährdet waren, wurden sie bis zum Ende der Löscharbeiten von einem Teil der Retter auf dem Außengelände betreut. Zudem wurde noch eine dreiköpfige Familie aus der dritten Etage von den Feuerwehrmännern sicher ins Freie geführt - zuvor hatte bei ihnen der im Wohnungsflur hängende Rauchmelder einen Alarm ausgelöst.
Tiere konnten lebend gerettet werden
In der Brandwohnung selbst fanden die Einsatzkräfte noch einen Hund, eine Katze und zwei Papageien - auch sie konnten lebend gerettet werden und wurden später von der hinzu gerufenen Polizei in eine Tierklinik gebracht.
Die Löscharbeiten in dem Haus waren noch vor dem frühen Mittag beendet. Zur Sicherheit inspizierten die Retter alle Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus in Eller, danach wurde das gesamte Gebäude gelüftet, damit die Familien in ihre Räume zurückkehren konnten. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Einsatzkräfte auf 40 000 Euro. Zur genauen Ermittlung der Brandursache wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet.
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