Zur Pegida-Demo in Düsseldorf kamen gerade noch 50 Leute

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Was wir bereits wissen
Die Zahl der Demonstranten sinkt stetig. Zur Pegida-Demo vor dem Landtag in Düsseldorf kamen noch 50 Teilnehmer. Insgesamt 700 Gegendemonstranten.

Düsseldorf.. Rund 700 Gegendemonstranten stellten sich bei insgesamt sechs Demonstrationen am Mittwochabend der islamkritischen Pegida-Bewegung in den Weg. Die hatte zum ersten Mal ihre Unterstützer in die Landeshauptstadt gerufen. Gerade mal 50 Pegida-Anhänger hatten sich vor dem Düsseldorfer Landtag versammelt, um gegen die vermeintliche Islamisierung und Überfremdung Deutschlands zu demonstrieren.

Die Polizei spricht von einem ruhigen und störungsfreien Verlauf der Demonstrationen. Verletze gab es nur auf Seiten der Polizei, und das auch bereits mehrere Stunden vor Beginn der eigentlichen Protestmärsche. Bei der Anreise zum Demonstrationsgeschehen rund um den Landtag kollidierten am Nachmittag mehrere Mannschaftswagen der Essener Einsatzhundertschaft im Rheinufertunnel. Dabei wurden zehn Polizisten leicht verletzt. Der Tunnel war wegen des Unfalls rund zweieinhalb Stunden gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen führte.

Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus in Düsseldorf

Obwohl mehrere bürgerliche Bündnisse, bestehend aus Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Parteien dazu aufgerufen hatten, ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz in der Landeshauptstadt zu setzen, blieb die Zahl der Gegendemonstranten weit unter denen vom Dezember. Damals waren bei der Pegida-Demonstration vor dem Landtag noch 5500 Düsseldorfer auf der Straße, die dem Aufruf zur Gegendemo gefolgt waren.

Pegida Seit Wochen sinken die Teilnehmerzahlen der Pegida- und Dügida-Demonstranten und die der Gegendemonstranten zusehends. Der nordrhein-westfälische Ableger der ursprünglich aus Dresden stammenden Protestbewegung, demonstriert seit einigen Wochen jeden Montag in Duisburg, während die als noch weiter rechts geltende "Dügida" jeden Montag in Düsseldorf aufmarschiert.

Zuletzt konnten die beiden Splitterbewegungen, die untereinander zerstritten sind, jeweils nur noch rund 100 Menschen bei ihren wöchentlichen Demonstrationen mobilisieren. (sat)