Zum Fortuna-Block in 30 Sekunden

Oliver Bein, Linda Werle und Jörg Müller auf der Arena-Tribüne
Oliver Bein, Linda Werle und Jörg Müller auf der Arena-Tribüne
Foto: Stahl
Was wir bereits wissen
Das Tulip Inn im Düsseldorfer Stadion verbindet Business, Event und Sport. Für die drei Mitarbeiter des Event- und Konferenzbüros ein perfekter Arbeitsplatz.

Düsseldorf..  Vom Bürostuhl in den Fanblock in 30 Sekunden – Diese Rekordzeit unterbietet wohl nichtmal der Trainer. Kein Problem aber für Oliver Bein, der als eingefleischter Fortuna-Anhänger den perfekten Job im Tulip Inn gefunden hat.

Das Büro des 23-jährigen Düsseldorfers liegt direkt im Stadion, in einem Hotel, das es in dieser Art und Weise wohl kein zweites Mal in Deutschland gibt. „Dieser Job hier ist das Beste, was mir passieren konnte. Am Spieltag steigt mir schon im Büro der Geruch von Bratwürsten in die Nase, unter mir strömen die Massen ins Stadion“, freut sich das jüngste der drei Mitarbeiter des Event- und Konferenzbüros des Tulip Inn. Über sie können sich externe Firmen im Hotel einmieten und dort Veranstaltungen abhalten.

Sportler und Hotelexperte

Dann ist da noch Jörg Müller, er ist Sportler und kommt aus der Hotelerie – die perfekte Mischung also. Zum Vorstellungsgespräch warf der Gladbach-Fan die eigenen Prinzipien über den Haufen und erschien in rot-weißer Krawatte. Geholfen hat’s scheinbar! Heute ist keine Krawatte mehr nötig, denn im Tulip Inn trägt man unter dem Sakko den obersten Hemdknopf offen, verbindet Seriösität und Sportlichkeit. Der 36-Jährige schätzt vor allem die Vielseitigkeit seines Jobs. „Wir haben die verschiedensten Kunden, sei es die Fortuna, DFB-Jugendmannschaften oder Geschäftsleute. So kann man hier jeden Tag Business mit Sport verbinden“, berichtet Müller, der wie seine beiden Kollegen seit Anfang des Jahres im Hotel arbeitet. „Natürlich muss man aber auch manchmal Überzeugungsarbeit bei den Gästen leisten, wenn es sonntags mal dunkel im Restaurant wird. Wenn die Fortuna spielt, müssen im Tulip Inn nämlich die Rolladen herunterfahren. „Sonst hätten wir vermutlich hunderte Leute an der Scheibe kleben“, schmunzelt Oliver Bein.

Die dritte im Bunde und gleichzeitig neuestes Mitglied des Teams ist Linda Werle. Die 27-jährige Münchnerin arbeitete schon vorher als Event-Managerin, mit Hotelerie hatte sie allerdings nie etwas zu tun. „Die Luftveränderung hier tut wirklich gut. Es gibt viele kreative Möglichkeiten, und die Mischung aus Event und dem Alltagsgeschäft im Hotel macht jeden Tag anders und spannend“, freut sich die Neu-Düsseldorferin.

Den Gästen gefällt’s! Der direkte Blick ins Stadion und die Nähe zu den Sportlern, die immer wieder im Tulip Inn anzutreffen sind, fasziniert. Die erste Mannschaft der Fortuna verbringt die Nächte vor vielen Spielen im Hotel, begibt sich dann direkt vom Hotel aus in die Katakomben des Stadions. Durch diese spezielle Nähe können die Gäste des Hauses dann auch mal Dinge verzeihen, die in anderen Hotels wohl nicht an der Tagesordnung sind. Das Buffet ist speziell auf die Bedürfnisse der Sportler ausgelegt, Fleisch und Saucen gibt’s getrennt, die Nudeln bleiben ebenfalls unberührt.

Dafür gibt’s ein Stadiongefühl der ganz besonderen Art und die Möglichkeit, Veranstaltungen in Logen, der Stadionpromenade und sogar auf dem heiligen Rasen abzuhalten, die den Teilnehmern mit Sicherheit noch länger im Gedächtnis bleiben werden.

Wer’s clever anstellt, kann sogar die Familie daheim mit einem Besuch im Tulip Inn beglücken: Ein Südamerikaner übertrug ein Konzert der Kult-Band „The Police“ direkt in die Heimat.

Und auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind vor Überraschungen nicht gefeilt. Vor Beginn des „Eurovision Song Contest“ im Jahr 2011 platzte eine junge Mitarbeiterin des Tulip Inn nichtsahnend in eine spontane Bandprobe der britischen Pop-Boygroup „Blue“ hinein. Die Band störte sich nicht an dem spontanen Gast, und die junge Dame erlebte wohl das privateste Konzert ihres Lebens.