Zeche für teure Party geprellt

Ein Jahr nach einer prächtigen Silvesterfete mit russischen Landsleuten kam für einen Disko-Besitzer (28) jetzt beim Amtsgericht der große Katzenjammer. Ein renommiertes China-Lokal an der Kö hatte der Angeklagte nämlich zum Jahreswechsel 2013/14 komplett angemietet, hatte sich eine Samba-Show, chinesische Köstlichkeiten und eine Showband, die live spielte, rund 12 000 Euro kosten lassen. Nur bezahlt hat er diese Kosten nicht. Dafür wurde er jetzt wegen Betruges verurteilt.

Mit eigens gedruckten Flyern in deutscher und in russischer Sprache hatte der Organisator damals für den exklusiven Silvester-Gala-Abend geworben, hatte bei den Gästen für deren Teilnahme auch abkassiert. Nur das Lokal, in dem die Gala-Fete stattfand, ging danach leer aus. Als dem Management auffiel, dass die fünfstellige Rechnung noch offen war, sollte der Organisator telefonisch an die Bezahlung der 12 000 Euro erinnert werden.

Zumal derselbe Mann schon im Vorjahr eine ähnliche Gala-Fete organisiert hatte – und dabei war alles glatt gelaufen. Nur ging diesmal der Mahn-Anruf ins Leere. Erst da kam heraus: Der Silvester-Organisator war stets unter falschem Namen aufgetreten.

Es gelang zwar, den Mann ausfindig zu machen – aber offen blieb die Feten-Rechnung trotzdem. Der 28-Jährige war mit seinem Disko-Konzept nämlich in finanzielle Schieflage geraten, konnte sich die opulente Jahresfeier im China-Lokal gar nicht leisten. Das gab er jetzt als Angeklagter vor dem Amtsgericht auch sofort zu – und unterzeichnete ein Schuldanerkenntnis über die gesamten 12 000 Euro plus Zinsen.

Immerhin plane er jetzt ein neues Disko-Projekt und hoffe bald wieder auf üppige Einnahmen. 1000 Euro davor wird er zusätzlich an die Staatskasse zahlen müssen. Denn zu einer Geldstrafe in dieser Höhe wurde er wegen des Silvester-Betruges am Management des China-Lokals verurteilt.