Wo Vampir, Göttin und Fuchs einander „Guten Tag!“ sagen

Mit einer Jeans und ein paar Turnschuhen fühlte man sich an diesem Ort am Wochenende echt exotisch: Mehr als 15 000 Mangafans, Cosplayer, Anime-Liebhaber trafen sich am Wochenende in der Stadthalle Düsseldorf. Schon am Samstagmittag kam der Hilferuf von den Veranstaltern: Alle Karten sind ausverkauft; nichts mehr zu machen. Sorry! Entschuldigung – oder wie die Japaner sagen: Sumimasen…

Wer draußen bleiben musste, verwandelte kurzerhand die Umgebung der Messe in einen Park für das Spiel mit den Charakteren. Da schwebten Elfen und Bogenschützen durch den japanischen Garten im Nordpark. Bräute und Krieger lagerten zwischen Messe und Rhein. Die größte Anerkennung für all die Mühe mit den zum Teil selbst gemachten Kostümen war die Aufmerksamkeit von all denen, die sich im Universum der Cosplayer auskennen: „Darf ich Dich fotografieren?“ Und wichtig: In dieser Welt sind die Erwachsenen bestenfalls als Begleitpersonen Zutritt.

In der Messe mussten die meisten Gäste erst einmal zu einem Schalter, über dem Schild „Waffenkontrolle“ hing. Hier prüften Experten, ob all die Pistolen, Schwerter, Krummdolche und weiteren Fantasie-Waffen tatsächlich ungefährlich waren.

Dann spazierten die Verkleideten durch die Säle. Dort glich die Szenerie einem Basar, bei dem es von Sammelkarten über neonfarbene Kontaktlinsen bin hin zu farbigen Perücken alles für das nächste Outfit zu kaufen gab. Ergänzt wurde das Angebot um Fotoworkshops, einen Raum mit Karaoke-Anlage und Seminaren, bei denen es um die korrekten Tanzschritte ging. Zwischendurch gab es „Hugs for free“ – kostenlose Umarmungen.