Wieder Karnevals-Krach: Ordnungsamt in Volmerswerth

Erneut Anwohnerbeschwerden über den Krach der Karnevalisten: Dieses Mal traf es die Prinzengarde Grün-Weiß. Die feierte am Samstagabend im Festzelt an der Volmerswerther Straße 400. Mehrere hundert Gäste waren fantasievoll kostümiert, es gab ein tolles, zu großen Teilen in Düsseldorf einmaliges Programm.

Allerdings ist auch in Volmerswerth der rheinischen Frohsinn mit einer Lautstärke verbunden, die manchen Nachbarn sauer aufstößt. Gegen 23 Uhr fuhren ein Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes vor. An der Eingangstür zum Festzelt baten sie darum, einen Verantwortlichen der Prinzengarde zu sprechen. Dann der Hinweis: Wegen des Lärms der Jecken habe es einen Beschwerdeanruf gegeben.

Die Grün-Weißen Prinzgardisten hatten allerdings vorgesorgt. Sie hatten vorab eine Ausnahmegenehmigung bei der Stadt beantragt und auch schriftlich bekommen. Darin war die Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet – bis drei Uhr am Sonntagfrüh. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes notierten sich Details aus dem Schreiben. Und zogen anschließend unverrichteter Dinge wieder ab.

Zuvor hatte der Vorstand der Prinzengarde Grün-Weiß versprochen, die Bässe der Zeltbeschallung etwas leiser zu stellen. Drinnen tanzte zu diesem Zeitpunkt die Garde der Katholischen Jugend. Die meisten Gäste gingen begeistert mit, standen zum Teil auf den Stühlen und sangen. Die Mehrzahl von ihnen dürfte von dem erneuten Einsatz des Düsseldorfer Ordnungsamtes gar nichts mitbekommen haben.

Insider aus Volmerswerth verweisen darauf, dass der Partysound aus dem nicht gedämmten Festzelt für sensible Ohren auch noch in vielen hundert Metern Entfernung zu hören ist. Eben deshalb habe man die Veranstaltung ja vorab den Behörden angekündigt und sich eine Erlaubnis geben lassen. Erst vor Kurzem hatten Anwohner in Oberkassel einer Veranstaltung der Tonnengarde die Musik abdrehen lassen.