Wenn die Blase Ärger macht

Die Themen Inkontinenz und Senkungsbeschwerden sind immer noch mit Tabus belegt: Wer an Inkontinenz leidet, redet nicht gern darüber. Vom 20. bis 26. Juni findet die Welt-Kontinenzwoche statt, um Inkontinenz zu thematisieren und Lösungen aufzuzeigen.

Jede zweite Frau in Deutschland ab 50 Jahren leidet unter Harninkontinenz. Auch jüngere Frauen sind betroffen. Letztes Jahr haben sich 320 Frauen mit Beschwerden an das Interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie gewandt. „Viele Patientinnen haben einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie sich ihrem Gynäkologen anvertrauen und zu uns überwiesen werden“, erklärt Dr. Anca Dizdar, Oberärztin in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum – dem einzigen in Nordrhein-Westfalen, das von ClarCert zertifiziert wurde – werden Patientinnen vertrauensvoll beraten und behandelt. Zweimal im Monat bieten hochspezialisierte Ärzte eine Sprechstunde zum Thema Inkontinenz an. Die Ärzte wählen aus einem breiten Spektrum die geeignete Behandlungsmethode aus. Bei der Therapie arbeiten Gynäkologen, Urologen, Chirurgen, speziell ausgebildetes Pflegepersonal und Physiotherapeuten Hand in Hand.

Um über die Krankheitsbilder aufzuklären und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vorzustellen, veranstaltet das zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Patienteninfoveranstaltungen, bei denen auch die Fragen der Teilnehmerinnen beantwortet werden. Der nächste kostenfreie Infoabend „Wenn die Blase tröpfelt und der Beckenboden schwächelt“ findet am Donnerstag, 25. Juni, von 18 bis 19 Uhr bei den Kaiserswerther Seminaren im Fronberghaus statt, Alte Landstraße 179c.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE