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Wenn die Bahn-Haltestelle zum Unfallrisiko wird

06.10.2011 | 16:54 Uhr
Wenn die Bahn-Haltestelle zum Unfallrisiko wird
Bei Umsteigen wird's gefährlich. Nicht immer warten an solchen ungesicherten Haltestellen die Autofahrer bis alle Fahrgäste die Fahrbahn verlassen haben. Foto: Lars Heidrich / WAZ Fotopool

Düsseldorf.   Rücksichtslose Autofahrer gefährden häufig Fahrgäste, die an einer Haltestelle die Fahrbahn betreten müssen. Die Düsseldorfer Ratsfraktionen fordern gemeinsam nun Sicherheitstests und Verbesserungsvorschläge für diese Stationen.

Rücksichtslose Autofahrer gefährden immer wieder ein- und aussteigende Fahrgäste, die an einer Haltestelle die Fahrbahn überqueren müssen. „Ich bin selbst einmal fast überfahren worden“, sagt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. „Ich konnte mich nur mit einem Sprung zur Seite retten.“

45 Düsseldorfer Haltestellen im Visier

Die Straßenbahn-Haltestellen müssen sicherer gemacht werden. Da besteht jetzt Einigkeit in der Politik. In einem interfraktionellen Antrag fordern die Fraktionen der Grünen, der CDU, der SPD und der FDP, an allen ÖPNV-Haltestellen in sogenannter „Mittellage“ die Sicherheit der Fahrgäste zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Das Thema steht kommenden Mittwoch im Ordnungs- und Verkehrsausschuss (16 Uhr im Rathaus) auf der Tagesordnung.

Im Visier sind 45 Haltestellen, wo die Bahnen mitten auf der Straße stoppen und die Kunden über die Fahrbahn gehen müssen, um einsteigen zu können. Zwar leuchten Vorampeln Rot, um die Fahrgäste vor dem Autoverkehr zu schützen. Aber in den meisten Fällen schaltet sich das Rotlicht nach 30 oder 40 Sekunden automatisch wieder aus. Für ältere und gehbehinderte ÖPNV-Kunden ist die Zeit zu knapp.

Bezirksregierung stoppte Experiment "Yellow Box"

Martin Volkenrath (SPD), Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses fordert hier eine einheitliche Regelung. „Das Rotlicht für den Autoverkehr sollte so lange angeschaltet bleiben, bis die Straßenbahn wieder abfährt.“ An der Kreuzung Grafenberger Allee/Dorotheenstraße habe man damit gute Erfahrungen gemacht.

Das städtische Verkehrsdezernat wollte vor Jahren mit einer „Yellow Box“ für mehr Sicherheit sorgen. Die Fahrbahn sollte an den Haltestellen gelb markiert und mit Piktogrammen versehen werden, um die Autofahrer zu erhöhter Wachsamkeit zu bewegen. Doch die Bezirksregierung duldete einen Düsseldorfer Alleingang nicht. Das Experiment musste gestoppt werden.

Michael Mücke

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Kommentare
07.10.2011
09:18
Unfallrisiko Haltestelle
von Thonald | #1

Härtere Strafen für Autofahrer die vorsätzlich ein und aussteigende Fahrgäste gefährden.
Da gibt es genug von die einfach drauflos brettern weil sie meinen die größeren und stärkeren zu sein.
Z.B. Haltestelle Uhlandstraße der 703/712/713 in Richtung Schlüterstraße.
Reißt dort einmal der Faden der ein oder aussteigenden Fahrgäste ab, brettern die Autos ohne Rücksicht auf offene Türen oder noch am Fahrbahnrand stehende Nachzügler die in die Bahn einsteigen möchten, drauflos.
Hier dürfte zu 90% Vorsätzlich falsches handeln der Autofahrer der Grund sein.
Über solche Dinge muss man auch nicht erst ewig lange Diskutieren sondern einfach nur sofort und konsequent so wie öfters kontrollieren und hart durchgreifen.
Aber lang und oft anhaltende Diskussionen halten eben Politische Stühle warm und sicher.
Da wird das handeln dann schon einmal gerne zur Nebensächlichkeit.

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