Wenn der Ton in der Tuba festfriert
10.02.2012 | 19:36 Uhr 2012-02-10T19:36:00+0100
Erkrath. Heeeelau! Traditionell überholen heute die Erkrather Jecken den Rest der Narrenwelt und ziehen als erster Zug überhaupt durch die Stadt. Nirgends ist der Straßenkarneval früher unterwegs. 600 Teilnehmer und 16 Mottowagen starten Punkt 14.11 Uhr am Gerberplatz.
„Wir haben in diesem Jahr nochmals mehr Mottowagen dabei als jemals zuvor“, freut sich Gabi Bunk, die zweite Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft „Die Letzten Hänger“. Sie gehört zu denen, die den Zug mit organisieren. Und der muss schließlich ein Versprechen einlösen: „Dies Johr lotte mer de Puppe danze!“
Bis zum Schluss soll geheim bleiben, welche Ereignisse aus Politik und Wirtschaft sich die Erkrather Jecken dieses Mal vornehmen. Aus Essen erstmals mit am Start: Das Ruhrsoundorchester, als eine von insgesamt vier Musikgruppen.
Die werden aufpassen müssen, dass ihnen bei den Minustemperaturen nicht die Töne in der Tuba festfrieren. Bei den karnevalsüblichen Getränken besteht diese Gefahr nicht, verrät Gabi Bunk. Die Altbiervorräte werden auf den Mottowagen im Warmen gelagert; zudem gibt es reichlich Glühwein und Jagertee für alle mit einer leichten Gänsehaut.
Wer sich in Erkrath auskennt nutzt das Biwak der Letzten Hänger zum Vorglühen; ab 10.11 Uhr unter der Markthalle. Dort und in allen Kneipen wird gefeiert, wenn sich Zug nach anderthalb Stunden Fahrt am Gerberplatz auflöst.
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