Weniger Kontrollen bei Bordellen

Andreas Auler (CDU) sprach von einer „sicherheitspolitischen Bankrotterklärung“ der Ampel-Koalition. Die habe zu verantworten, dass die Zahl der Bordell-Kontrollen von 2000 auf 750 zurückgehe – weil im Ordnungsamt der Stellenplan mangels Geld nicht erfüllt würde.

Rund 170 Bordellbetriebe gibt es derzeit in Düsseldorf, die Zahl der Beschäftigten liegt bei rund 700. Deshalb sei auch mit 750 Kontrollen „das Niveau sehr hoch“, sagt Amtsleiter Michael Zimmermann. Seit Ende Januar ist einer der beiden Mitarbeiter, die bislang im Ordnungsamt für die Rotlicht-Betriebe zuständig waren, im Ruhestand. „Seine Stelle bleibt erst einmal unbesetzt, das ist nicht unüblich in einer Verwaltung“, sagt Zimmermann, der nicht ausschließen will, dass die Stelle ganz gestrichen werden könnte. Aber: „Stellt sich in den kommenden Monaten heraus, dass die Arbeit so nicht zu leisten ist, wird die Stelle wieder besetzt.“

Allerdings geht Zimmermann davon aus, dass sein Amt den Anforderungen auch mit 750 Kontrollen gerecht werde. „Unsere Arbeit besteht ja nicht nur in diesen Kontrollbesuchen, sondern auch in der Auswertung vieler Informationen im Innendienst.“ Das sind Hinweise, die von Polizei und anderen Behörden oder Nachbarn kommen, auch einschlägige Internetseiten werden ausgewertet. Die meisten Bordellbetriebe in der Stadt werden in Wohnungen geführt. Und sie seien „überwiegend unauffällig“, das habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Das Zurückfahren der Kontrollbesuche sei vertretbar, zumal sichergestellt sei, dass das Ordnungsamt allen Beschwerden unmittelbar nachgehe.