Welterbe Kaiserswerth
11.11.2011 | 18:05 Uhr 2011-11-11T18:05:00+0100
Düsseldorf.Die Seine-Ufer in Paris, Versailles, der Aachener Dom, Zeche Zollverein - sie sind aufgenommen in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco.
Demnächst könnten Schloss Benrath und der historische Stadtkern von Kaiserswerth dazu gehören. OB Dirk Elbers hat für beide beim NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr fristgerecht den Antrag auf Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gestellt. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hatte dazu in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss gefasst.
Jetzt stehen Benrather Schloss und Kaiserswerther Kern wie berichtet zunächst in der Vorschlagsliste des Landes für die Unesco. Jedes Bundesland ist nun aufgefordert bis zum 1. August 2012 zwei Vorschläge aus dem Bereich Kulturerbe zu unterbreiten. Die Vorschläge der Länder werden von einer Expertengruppe bewertet und das Ergebnis der Kultusministerkonferenz im Jahr 2013 vorgelegt.
Residenz der Kaiser
Das Rokkoko-Schloss in Benrath wurde 1755 bis 1773 unter der Leitung von Nicolaus de Pigage im Auftrag von Kürfürst Carl Theodor von der Pfalz gebaut. Kurfürst Karl Theodor, der unter anderem im Briefwechsel mit Voltaire stand, hat allerdings nie im Schloss gewohnt.
Die Geschichte Kaiserswerths reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Im 12. Jahrhundert machte Kaiser Friedrich Barbarossa Kaiserswerth zu einem Wirtschaftszentrum. Die Kaiserpfalz war die zeitweilige Residenz der deutschen Könige und Kaiser, Spanier, Burgunder und Franzosen belagerten Kaiserpfalz und Stadt, die im spanischen Erbfolgekrieg 1702 weitgehend zerstört wurden. Zeugen der Vergangenheit sind unter anderem die Ruine der Kaiserpfalz, die Suitbertuskirche und der 1981 umgestaltete Stiftsplatz. Große Bedeutung hat das restaurierte romanische Haus am Suitbertus-Stiftsplatz, eines der wenigen seiner Art in Deutschland.
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