Was uns die Passion von Bach sagen will

Die Passionsgeschichte ist seit über 2000 Jahren ein zentrales Element der christlichen Überlieferung. Sie wurde genutzt, um Abgrenzung, Feindschaft und Verfolgung von Juden zu rechtfertigen, aber auch, um der jungen Kirche eine eigene Identität zu verliehen und sie für ihre Ausbreitung zu stärken.

Mit dem Thema der Passion hat sich auch der Komponist Johann Sebastian Bach befasst. Seine „Matthäuspassion“ bietet einen facettenreichen Ausblick auf die biblische Handlung.

Dieses Werk und seine Geschichte und Wirkung sind das Thema des Mittwochsgespräches, dass heute um 18 Uhr im Maxhaus, Schulstraße 11, stattfindet. Der emeritierte Professor für Bibelwissenschaft, Johann Michael Schmidt, hält den Vortrag mit dem Titel „Das heiligste Kirchenwerk der Deutschen - zur Wahrnehmungs- und Wirkungsgeschichte der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach“.

Der Schmidt, der fast 30 Jahre lang an den Universitäten von Neuss und Köln gelehrt hat, will ein differenziertes Verständnisses des Werkes von 1727 in der heutigen Zeit ermöglichen sowie die verschiedenen historischen Sichtweisen auf den Stoff einem modernen Publikum verständlich machen. Die Teilnahme am Mittwochsgespräch im Maxhaus ist wie immer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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