Was Düsseldorfer so alles verlieren

Bei dieser Drohne handelt es sich offenbar um ein Weihnachtsgeschenk: Sie wurde nämlich am 27. Dezember 2014 im Volksgarten gefunden. Vermutlich ist sie abgestürzt und von ihrem Besitzer nicht mehr wiedergefunden worden. Wirklich nützen tut sie niemandem mehr: Denn ihre Fernbedienung ist verschwunden und vermutlich noch beim Besitzer.
Bei dieser Drohne handelt es sich offenbar um ein Weihnachtsgeschenk: Sie wurde nämlich am 27. Dezember 2014 im Volksgarten gefunden. Vermutlich ist sie abgestürzt und von ihrem Besitzer nicht mehr wiedergefunden worden. Wirklich nützen tut sie niemandem mehr: Denn ihre Fernbedienung ist verschwunden und vermutlich noch beim Besitzer.
Foto: Bernd Schaller
Was wir bereits wissen
Im Düsseldorfer Fundbüro werden jährlich bis zu 12 000 teils skurrile Gegenstände abgegeben.

Düsseldorf..  Einmal, das weiß Martin Wrobel noch ganz genau, musste er einen elektronischen Rollstuhl in sein Lager schaffen. „Mit drei Mann haben wir ihn in unser Auto hieven müssen, so schwer war das Teil. Und kaputt war es auch noch und ist deshalb bald auf dem Müll gelandet“, sagt er.

Wrobel kann viele solcher Geschichten erzählen. Seit 20 Jahren arbeitet er im Fundbüro der Stadt Düsseldorf. Bis zu 12 000 Gegenstände werden jährlich dort abgegeben – von der Geldbörse bis zur Gummi-Ente: Überraschungen gibt es für Wrobel und seine beiden Kollegen kaum mehr.

„Die meisten Fundstücke sind Alltagsgegenstände wie Papiere oder Handys. Aber auch Fahrräder werden oft gefunden“, sagt Wrobel. Viele dieser Gegenstände würden zu ihren Besitzern zurückfinden, wenn die Mitarbeiter des Fundbüros ihre Adresse ausfindig machen können und sie schriftlich benachrichtigen. „Die Leute freuen sich dann immer, dass ihre Sachen gefunden wurden. Die meisten haben nicht im Fundbüro nachgefragt, weil sie nicht an den ehrlichen Finder glauben – aber den gibt es noch.“

Viele andere, oft skurrile Gegenstände, bleiben dem Fundbüro dagegen dauerhaft erhalten – auch wenn es regelmäßig Versteigerungen veranstaltet. So gehört zum Sammelsurium im Lager an der Erkrather Straße zum Beispiel eine Schaufensterpuppe. „Die wurde vor Jahren gefunden. Damals war sie nackt. Wir haben sie mit anderen Fundsachen angezogen“, sagt Wrobel. Doch eines Tages wird auch die Puppe auf dem Müll landen. Schließlich kommen täglich neue Stücke rein, der Platz ist begrenzt.