Warnstreik sorgte für Verspätungen am Flughafen Düsseldorf

Ein Warnstreik des Fluggastkontrollpersonals hat am Dienstagmorgen Verspätungen am Flughafen Düsseldorf ausgelöst.
Ein Warnstreik des Fluggastkontrollpersonals hat am Dienstagmorgen Verspätungen am Flughafen Düsseldorf ausgelöst.
Foto: Archiv/dpa
Was wir bereits wissen
Ein Warnstreik von Sicherheitskräften hat am Dienstagmorgen Verspätungen am Flughafen Düsseldorf ausgelöst. Auch an anderen Großflughäfen bundesweit standen am Morgen jeweils zweistündige Streiks an. Weitere Arbeitsniederlegungen in den Sommerferien sind laut Gewerkschaft Verdi möglich.

Düsseldorf.. Rund 400 Beschäftigte der privaten Sicherheitsdienste an mehreren deutschen Flughäfen haben am Dienstagmorgen die Arbeit niedergelegt. Der zweistündige Warnstreik in Hamburg, Bremen und Hannover begann planmäßig um 5 Uhr, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte. Die Beschäftigten in Frankfurt am Main wollten ab 6.30 Uhr zwei Stunden lang gegen die Ausdehnung befristeter Arbeitsverhältnisse sowie gegen erzwungene Teilzeitarbeit demonstrieren.

Am Flughafen Düsseldorf hatten etwa 100 Beschäftigte der Fluggastkontrolle von 4 bis 6 Uhr die Arbeit niedergelegt und nach Auskunft von Streik-Organisator Özay Tarim für Verzögerungen gesorgt. Startzeiten einzelner Flüge verspäteten sich laut den Angaben in Videotext und Internet um bis zu 50 Minuten.

Unregelmäßige Arbeit auf Abruf sorgt für Unmut

Weitere Streiks, auch in den nahenden Sommerferien, will Verdi nicht ausschließen: "Das ist ein Warnschuss", sagte Verdi-Sekretär Tarim. Geplant seien weitere Warnstreiks jedoch noch nicht. Nach Angaben der Gewerkschaft läuft derzeit die zehnte Tarifrunde für die Beschäftigten der Sicherheitsdienstleister.

Die Gewerkschaft kämpft um einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag, der den insgesamt 15.000 Beschäftigten im Sicherheitsdienst an den Flughäfen klare Regelungen bei Arbeitszeit, Urlaub und Arbeitsverträgen bringen soll. Für Unmut sorgten dabei vor allem unregelmäßige und nicht vorausplanbare Einsatzzeiten auf Abruf. Die nächste Verhandlungsrunde der Tarifkommission ist für Ende Juli angesetzt. (dae/WE/dapd)