Vorwurf gegen Leitung des Bauhofs Langenfeld
13.07.2010 | 12:11 Uhr 2010-07-13T12:11:00+0200
Langenfeld.Baumaterial des städtischen Betriebshofs Langenfeld soll für private Bauvorhaben abgezweigt worden sein. Rechnungen von Firmen sollen manipuliert worden sein. Die Leitung des Bauhofs steht unter Verdacht.
Einzelheiten zu den arbeitsrechtlichen Ermittlungen im städtischen Bauhof gab am Montag Bürgermeister Frank Schneider bekannt. Zu Diebstahl, Unterschlagung und Vorteilsnahme hätten sich die Vorwürfe gegen drei Mitarbeiter konkretisiert. Sie seien fristlos gekündigt worden. Zwei der Verdächtigen seien in leitender Funktion tätig gewesen. Sie sollen die städtischen Sicherungssysteme gezielt unterlaufen haben.
Entwendung von Baumaterial
Insgesamt drei Tatkomplexe wurden von der Rathausspitze und beauftragen Rechtsanwälten ermittelt. Neben der Entwendung von Baumaterial und der widerrechtlichen Entsorgung von Schutt geht es darum, dass Wertstoffe - wie zum Beispiel Buntmetalle - aus den Müllsammlungen der Stadt privat weiterverkauft worden sein sollen.
Von einer „Dependence“, einem privaten Sammelplatz zum Lagern von abgezweigten Wertstoffen, spricht Marion Prell, erste Beigeordnete.
Manipulierte Rechnungen
Der dritte Vorwurf betrifft Rechnungen von Firmen, die in Bereicherungsabsicht manipuliert worden sein sollen. „Die Vorgänge betreffen nicht das Vergaberecht“, betont Schneider. Für Aufträge über 3000 Euro sei die zentrale Vergabestelle zuständig. Die fraglichen Rechnungen seien unter dieser Grenze gehalten worden. „Diese Firmen werden selbstverständlich von weiteren Aufträgen der Stadt Langenfeld ausgeschlossen“, so der Bürgermeister.
Zur Höhe des entstandenen Schadens kann die Stadtspitze weiter keine Angaben machen. „Dazu fehlen Zeugen“, bedauert Prell.
Keine weiteren Kündigungen
Insgesamt elf Mitarbeiter seien bislang befragt worden, erklärte die Beigeordnete. Gegen etwa die Hälfte der Befragten hätten sich Verdachtsmomente erhärtet. Es seien aber keine weiteren Kündigungen zu erwarten. Die Mittäter müssten mit dienstrechtlichen Schritten rechnen: „Das gibt saftige Abmahnungen“, so Prell.
Bürgermeister Schneider betont erneut, dass der Großteil der Bauhofmitarbeiter hervorragende Arbeit für die Bürger leiste.
Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern an. Zum Stand des Verfahrens wollte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf keine Angaben machen.
08:05
wer frei von fehlern ist , werfe den ersten Stein!!!!!!!!
15:10
Nu gucke! Die schuldenfreie Vorzeigekommune Langenfeld...